EA: Geringe Next-Gen-Kosten dank bereits vorhandener Technologie

Beim letzten Übergang setzte man aufs falsche Pferd. Diesmal soll es besser werden.

Publisher Electronic Arts verzeichnet eher geringe Kosten für die Next-Gen-Entwicklung, was man nach Angaben von EAs Frank Gibeau der bereits vorhandenen Technologie zu verdanken hat - etwa Frostbite.

„Wenn man eine bewährte Technologie mit funktionierenden Tools hat und die Teams alle mit der gleichen Engine vertraut sind, sorgt das für eine effiziente und wenig riskante Entwicklung", so Gibeau gegenüber VentureBeat.

„So früh darin zu investieren und die nötigen Ressourcen zuzuteilen, war eine wichtige Entscheidung. Aber es verursacht auch Stress in anderen Geschäftsbereichen, denn viele unserer Top-Leute arbeiteten hinter den Kulissen an der nächsten Generation. Für uns war es aber sicher ein großer Durchbruch."

„Wir wollen dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr mit stagnierenden Kosten beenden", sagt er. „In einem Jahr mit Übergang zur nächsten Konsolengeneration ist das noch niemals passiert. Ich glaube, beim letzten Übergang haben sich unsere Kosten um 30 Prozent erhöht. Die Tatsache, dass wir unter solchen Voraussetzungen diese Art von Spielen veröffentlichen, ist erstaunlich."

Beim Wechsel zur aktuellen Konsolengeneration setzte man auf Criterions RenderWare, auf der - ähnlich wie aktuell bei Frostbite 3 - alle Spiele des Publishers basieren sollten.

„Das Problem war, dass sie dafür nicht bereit war. Es erschienen noch keine Spiele auf ihrer Grundlage"; so Gibeau. „Die Tools, die Pipelines und die Technik waren nicht ausgereift oder vollständig. Als Leiter der Studios war es meine Aufgabe, daraus zu lernen. Ich wollte sicherstellen, dass wir verstehen, wie wir mit der Technologie umgehen können."

„Wir haben den letzten Übergang vermasselt, weil wir auf RenderWare setzten. Es funktionierte nicht. Es warf uns um mehrere Jahre zurück. Ich wollte diesen Fehler nicht wiederholen", erklärt er.

Mehrere kommende EA-Titel setzen auf die bewährte Frostbite-Engine, darunter Dragon Age: Inquisition oder das nächste Mass Effect, währenddessen arbeiteten mehrere EA-Studios an der Ingnite-Engine für Sportspiele.

Die nächste Konsolengeneration startet im November 2013 mit der Veröffentlichung von Xbox One und PlayStation 4.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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