Sony über die Vorzüge der Vita für Indies: "iOS-Spiele zu machen, ist wie Lottospielen."

"Die Entwickler verdienen mehr Geld auf der Vita als auf Mobile-Geräten."

Wer sich aktuell ein bisschen wundert, warum sich eine so große Schar an namhaften Indie-Entwicklern mit Spielen für die PlayStation Vita befasst - einer Plattform, die von vielen aktuell keine allzu lange Lebenserwartung prophezeit wird -, der erhält nun seine Antwort: Tatsächlich verdienen die Entwickler auf der Vita besser.

Das hat mehrere Gründe. Shahid Ahmad, Senior Business Development Manager von Sony Computer Entertainment Europa erzählte Polygon, "Auf der Vita verdienen die Entwickler im Durchschnitt mehr Geld, als auf Mobile-Plattformen. Wenn die Leute eine Vita kaufen, dann machen sie das, weil sie dafür auch Spiele kaufen wollen".

Dies sei auf anderen mobilen Plattformen, iOS- oder Android-Geräten nicht unbedingt der Fall. Hier gleiche der Erfolg einem Glücksspiel. "Wenn du Lotto spielen willst, dann kannst du ja ein Spiel auf iOS veröffentlichen. Das ist so ähnlich."

Auf iOS hoffe man, dass man entdeckt werde. "Du hoffst, dass viele Leute über dein Spiel reden", so Ahmad. "Auf der Vita dagegen gibt es jede Woche Gerede darüber, wenn Inhalte erscheinen. Die Leute tratschen darüber und es breitet sich aus wie ein Buschfeuer, weil jeder die Konsole täglich anstellt, um den neuen Inhalt anzuschauen und sich darüber zu unterhalten."

Ähnliche Äußerungen hörte man in der Vergangenheit bereits etwa von Retro-City-Rampage-Entwickler Brian Provinciano. Phil Gaskell, ehemals Sony und nun Kopf des britischen Indies Ripstone, stimmt zu: "Wir haben von Men's Room Mayhem auf der Vita im ersten Monat mehr Einheiten verkauft, als auf iOS und Android zusammen.

Auch wenn aktuell noch aufwendige Spiele großer Studios fehlen, spielt die Vita in Sonys Planungen offensichtlich weiter eine Rolle. So positioniert das Unternehmen den Handheld mit Wii-U-artigem Remote Play und einigen Spielen, die per Crossplay auf beiden Konsolen laufen, derzeit als Satellitengerät für die PlayStation 4. Zudem wurde der Preis auf 199 Euro gesenkt und auch die Speichermedien sollen laut Sonys Jim Ryan "signifikant günstiger" werden.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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