GOG macht sich Gedanken über eigenes Early-Access-Programm

Müsste aber 'auf die GOG-Art' umgesetzt werden.

Während der Early Access auf Steam immer öfter genutzt wird, macht man sich auch bei GOG beziehungsweise CD Projekt Gedanken über ein eigenes Early-Access-Programm. Dafür müsste sich jedoch das eine oder andere verändern.

„Natürlich denken wir darüber nach", sagt CD Projekts Marcin Iwinski im Gespräch mit Eurogamer. „Wie du weißt, haben wir ein anderes Konzept. Vor allem sind unsere Spiele DRM-frei und es sind ausgewählte Inhalte. Oftmals verliere ich in vielen Online-Stores die Übersicht, zum Beispiel heutzutage bei den Apps. Oder sogar Steam. Ich weiß einfach nicht, was passiert. Pro Monat gibt es hunderte Veröffentlichungen und ich glaube wirklich - und unsere Community zeigt uns das ebenfalls -, dass es Raum für eine Plattform mit ausgewählten Inhalten gibt."

„Bei dem Ansatz, den Steam verfolgt, hat man sich dagegen entschieden. Und das ist okay. Es funktioniert extrem gut für sie und einige Entwickler, aber es gibt auch Gefahren, etwa schlechte Early-Access-Spiele. Und es ist verlockend, wirklich verlockend: Man ist ein Entwickler und verlangt bei Early Access 40 Euro oder was auch immer für sein Spiel, für eine nicht-funktionierende Alpha. Und sie kassieren das Geld gleich ein."

„Wir würden es definitiv in Betracht ziehen", sagt er. „Aber dann wiederum würden wir es auf die GOG-Art machen. Es müssten ausgewählte Inhalte sein und wir glauben - das sagen wir immer recht offen -, dass wir eine gewisse Verantwortung dafür haben, was die Spieler auf GOG kaufen können."

Auf das Beispiel Earth: Year 2066 angesprochen, sagt Iwinski, dass Valve den Käufern des Spiels die Rückerstattungen wohl aus eigener Tasche zahlte. Aber was passiert, wenn ein Shop dazu nicht die Mittel oder die Absicht hat?

„Wenn man es tut, müsste es eine Art Schutz geben", so Iwinski. „Die Kunden sehen bestimmte Versprechungen. Natürlich denken sie sich, 'hey, es ist eine Alpha', aber dennoch hat man das Gefühl, es spielen zu wollen, weil es auf den Screenshots so cool aussieht. Man weiß nicht, dass man unzufrieden sein wird."

„Ist man unzufrieden und sie aktualisieren es ständig, ist das okay. Aber wenn du unzufrieden bist und sie haben sich einfach mit deinem Geld aus dem Staub gemacht... Es muss einfach jemand dafür verantwortlich sein und ich glaube wirklich, dass dies der Fall sein sollte."

„Es sollte definitiv nicht jedes Spiel erlaubt sein und die Kunden müssten eine Möglichkeit zum Ausstieg haben, wenn sie wirklich unzufrieden sind. Es kann immer noch besser gemacht werden. Steam machte den Anfang und dafür verdienen sie wirklich Respekt. Ich habe mit einigen Entwicklern gesprochen und sie sind wirklich glücklich damit. Aber das waren die Guten! Es werden immer die Guten sein."

„Letzten Endes wird der Markt diejenigen aussortieren, die gierige, betrügerische Absichten verfolgen."

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Über den Autor:

Robert Purchese

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Bertie is senior staff writer and Eurogamer's Poland-and-dragons correspondent. He's part of the furniture here, a friendly chair, and reports on all kinds of things, the stranger the better.

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