Cliff Bleszinski sagt den Untergang von Spielemessen voraus

Hält das Modell für "Geldverschwendung".

Epic Games' ehemaliger Design Director Cliff Bleszinski stellt offen die Zukunft von Spielemessen wie der E3 infrage. Das Modell sei Geldverschwendung und für ihn nur ein Mittel zum Netzwerken.

"Kein Projekt bewerben zu müssen, keine Agenda zu haben, das hat mir ermöglicht, etwas Abstand zu nehmen und objektiv zu beurteilen, wohin sich die Branche entwickelt", erzählte er gegenüber Gamesbeat.

"Ich bin zur E3 zum Netzwerken gegangen, aber ich sehe das ganze Unterfangen im Großen und Ganzen als Geldverschwendung. Es ist ein Modell, das irgendwann sterben wird."

"Ich sehe Entwickler, die sich für eine Bühnendemo förmlich zerreißen und das ist in dieser neuen Weltordnung, in der wir uns bewegen, ein durchaus strittiger Punkt", meint er.

Ein Hersteller, der den Sinn einer aufwändigen Live-Präsentation ebenfalls nicht sieht, ist etwa Nintendo, der zeitgleich zur E3 ein vorgefilmtes Video veröffentlichte, anstatt eine opulente Präsenz auf der Messe selbst zu zeigen.

Über die Zusammenarbeit mit Nexon für seinen Free-to-play-Titel BlueStreak hatte er nur Lob übrig.

"Nexon ist eine Firma, die das Kreative voranstellt", so Bleszinski. "Sie geben den kreativen Leuten den Ball und lassen sie damit laufen. Ab und zu schauen sie mal nach und hoffen, dass sie etwas Magisches erschaffen. Ist die Zeit reif, schauen sie, ob sie es zu Free-to-play machen können und stellen es dann international bereit."

"Einige Leute, mit denen ich über Nexon sprach, erzählten mir, 'sie finanzierten uns und dann haben wir ein Jahr lang nichts von ihnen gehört'. Sag mir, ob irgendjemand von der alten Garde das so handhaben würde", sagt er. "Sie haben diese mittleren Manager, die sich einmischen wollen. Sie wollen dir erzählen, welche Genres sich ihrer Meinung nach gut schlagen."

Nexon hat eine Minderheitsbeteiligung an BossKey Productions, dem Studio, das Bleszinski zusammen mit Arjan Brussee (Ex-Guerrilla) gründete. Bei BlueStreak, dem ersten Spiel des Entwicklers, soll es sich um einen Arena-Shooter handeln.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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