Game of Thrones: Total-War-Spieler kritisieren die Taktik: "Alexander der Große rotiert in seinem Grab"

Hätte anders laufen können.

Warnung: Womöglich Spoiler!

In Game of Thrones gab es eine Schlacht. Das ist jetzt nichts Neues. Aber ich beziehe mich jetzt speziell auf die letzte Folge - Episode 3 der achten Staffel.

Und die darin angewandte Taktik stößt bei Spielern von Total War auf Kritik. Und die kennen sich ja mit Taktik und Strategie aus.

"Es gab heute in Game of Thrones eine Schlacht", heißt es in einem Beitrag im Total-War-Subreddit. "Das heißt, dass es für uns - als professionelle Hobbystrategen - an der Zeit ist, uns darüber auszutauschen, wie wir diese Schlacht besser gelöst hätten".

1
Hätte er nur auf sie gehört.

"Was zur Hölle sollte das mit der Kavallerie?", fragt zum Beispiel ShopperOfBuckets. "Du stehst einem zerbrechlichen Feind ohne Geschosse, Speere und ohne eigene Kavallerie gegenüber und entscheidest dann, dass deine einzigen berittenen Einheiten einen auf Leeroy Jenkins machen. Alexander der Große rotiert in seinem Grab."

feyenord fügt hinzu: "Außerdem bringen sie ihre Artillerie an die Front und nutzen die dann kaum, lol. Nicht mal die KI spielt so schlecht."

Indes vermutet riddleofsteel1 einen anderen Grund dahinter: "Die Dothraki waren ein Problem für die Autoren, also mussten sie sie irgendwie loswerden."

"Wenn du dir den Unterhalt für deine Kavallerie nicht leisten kannst, sie aber nicht auflösen möchtest", schreibt indof. Maydros ergänzt: "Oh man, das war so frustrierend anzuschauen. Du weißt, dass sie alle sterben, als Zombies wiedererweckt werden und dann auf der anderen Seite stehen. Es erinnerte mich an das erste Mal, wenn du im Multiplayer von Total War spielst. Du wirst überrollt, nachdem du deine Formation durcheinanderbringst und kommst dann nicht mehr mit dem Erteilen von Befehlen hinterher."

"Ihre Verteidigungsstrategie war grundsätzlich mangelhaft und verließ sich zu sehr auf eine Deus Ex Machina für den Erfolg", betont Frankr37. "Das ist gelinde gesagt selbstmörderisch. [...] Was die Gesamtstrategie betrifft, gab es keine echte Verteidigung abseits eines schmalen und dürftigen Grabens und der Burg. Selbst für ihren verrückten Plan hätten mehrere Linien mit tieferen, breiteren Gräben Wunder gewirkt. Es hätte ihnen definitiv mehr Zeit verschafft, was ein wichtiger Teil ihrer Strategie zu sein schien."

Vernichtende Kritik kommt ebenso von ph-x-: "Seien wir ehrlich, selbst die Belagerungs-KI von TW hätte bei der Verteidigung von Winterfell bessere Arbeit geleistet. Die Kavallerie stürzt sich in die Frontlinie, die Artillerie chillt im offenen Feld und die verdammten Mauern waren für die meiste Zeit des Kampfes nicht mal bemannt."

Was lernen wir daraus? Mit erfahrenen Total-War-Spielern in Westeros wäre das anders verlaufen.

Aktuelle Angebote für euren PC. (Amazon.de)

Quelle: Reddit

Anzeige

Zu den Kommentaren springen (38)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (38)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading