EGX 2019: Eldest Souls ist genau das, was ihr denkt - und doch anders

Ein unbarmherziger Boss-Rush ohne große Eile.

Der Name ist nicht schlecht gewählt. Irgendwo zwischen Elden Ring und Dark Souls nimmt Eldest Souls sehr bequem und vollauf beabsichtigt im From-Software-Referenzrahmen Platz, ohne sich allerdings spielerisch Plagiatsvorwürfe gefallen lassen zu müssen.

Das Spiel kleidet sich in wunderschöne Pixel-Art, die nicht daran interessiert ist, Plattformen vergangener Tage zu emulieren. Es freut sich einfach an schönen, handgemalten Bildpunkten mit sehr viel mehr Effekten, als zu Zeiten von SNES und NeoGeo möglich gewesen wären. Optisch treffen sich hier Below, Rogue Legacy und Dead Cells aus der Vogelperspektive in einem Land, das es sich mit seinen Göttern verscherzt hat.

1
Die Designs sind nicht neu, aber der Kampfrhythmus schlägt einen erfrischenden Spagat zwischen überlegt und offensiv.

Wieso? Nun, die Menschen haben gegen sie rebelliert, sie in eine Zitadelle gebannt und bekommen jetzt die Quittung, denn irgendwie haben die Deïtäten der umliegenden Welt alle Lebensessenz entzogen. Jetzt ist es an euch, den Biestern den Garaus zu machen, denn ihr habt rein zufällig ein Schwert, das genau das vermag.

2
Die drei Skill-Trees lassen es nicht nur zu, die Talentpunkte neu zu verteilen, die Gegner fordern dies bisweilen sogar ein, wie mir scheint.

Eldest Souls sieht sich selbst als Action-RPG, das auf jegliche Staffage verzichtet: Zwar gibt es Erkundungsaspekte, aber die einzigen Kämpfe, die ihr ausfechten werdet, sind die gegen Bosse, ebenjene Gottheiten. Und diese Fights haben es in sich, denn das Spiel möchte, dass jeder Angriff wohlüberlegt gewählt ist. Eine dreistufige Ausdauerleiste beschränkt die Zahl der Ausweich-Dashes, die ihr in Folge hinlegen könnt und Attacken sind durch diese nicht abbrechbar.

Das Risiko, das ihr gehen müsst, ist ergo immens. Immerhin: Gut getimte Ausweichaktionen laden die Ausdaer schneller wieder auf und eine aufgeladene Dash-Attacke steigert eure Angriffskraft für ein paar Sekunden um ein Vielfaches, wenn sie landet. Es ist ein interessanter, süchtigmachender Kampffluss, der hier entsteht.

3
Die Stimmung passt.

Nett fand ich ebenfalls, dass man verdiente Skill-Punkte jederzeit neu verteilen kann, sollte man sich an einem Boss mit dem bevorzugten Build die Zähne ausbeißen. Die Erkundung zwischendrin tut reichlich Lore und Fundstücke mit Hintergrundgeschichtchen auf, während verstreute NPCs erwartetermaßen geheimnisvoll tun.

Aktuell ist Eldest Souls nur für PC in der Entwicklung, aber der Sounddesigner des Spiels, Sergio Ronchetti gab mir zu verstehen, dass er es selbst auch auf der Switch sieht und das vielfach von Spielern bestätigt sah, die Eldest Souls ausprobierten.

Das Ding macht echt viel her: Und das Beste, der Stand liegt direkt neben dem von Röki, das ihr euch am besten gleich mit anschaut.

Entwickler/Publisher: Fallen Flag Studio Erscheint für: PC - Geplante Veröffentlichung: 2020

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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