Bericht: Stadia verschwendet Millionen und streicht Projekte

Ein Trio enthüllt die Fehltritte von Google Stadia.

  • Google Stadia hat, wie viele Unternehmen, Fehler gemacht.
  • Drei Berichterstatter decken die besonders großen Fehltritte von Stadia auf.
  • Geplatzte Projekte, verschwendete Millionen und ein überstürzter Start zeigen sich in den Zahlen.

Drei verschiedene Berichte sprechen über die Fehlentscheidungen von Google Stadia - darunter gestrichene Projekte und verschwendete Gelder in Millionenhöhe.

Stadia schaffte es nicht, seine Verkaufsziele für seinen Controller und die monatlich aktiven Nutzer einzuhalten, berichtet Bloomberg. Die Zahlen wichen in einem Bereich von Hunderttausenden ab. Als Grund für diese miesen Zahlen nennt der Bericht eine interne Entscheidung bei der Veröffentlichung des Spiele-Streamingdienstes.

Beim Release von Stadia Ende 2019 waren die Mitarbeiter in Sorge, dass der Dienst die Erwartungen der Kunden nicht ausreichend zufriedenstellen würde und forderten das Management dazu auf, erst mal einen Betatest durchzuführen.

Die Führungsetage entschied sich jedoch für einen spektakulären Start ohne Generalprobe. Immerhin hatte das Unternehmen ja auch zig Millionen Dollar ausgegeben, um Red Dead Redemption 2 und weitere AAA-Titel auf das System zu holen - was sollte also schon schief gehen? Na ja, es fehlten trotzdem noch einige der versprochenen Features. Da tröstet auch kein großer Titel darüber hinweg.

Nach einem Bericht von Wired tat sich Google auch mit der Spieleentwicklung schwer. Nachdem innerhalb von ein bis zwei Jahren eigens 150 Entwickler für Stadia Games and Entertainment eingestellt wurden, schloss Google seinen Entwicklungssektor auch schon wieder. Damit brachte Stadia kein einziges eigenes Spiel auf seine Plattform.

Auch VGC berichtet über geplatzte Spieleprojekte von Stadia. So strich das Unternehmen ein Multiplayer-Actionspiel in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Assassin's-Creed-Syndicate Produzenten Francois Pelland und einen zweiten Teil von Journey to the Savage Planet.

Zuerst berichtete VGC über ein abgelehntes Angebot zur Zusammenarbeit von Hideo Kojima und Yu Suzuki. Ein Sprecher von Google Stadia dementierte diese Aussage jedoch entschieden.

Eine interne Entwicklung gibt es nun nicht mehr. Vermutlich wird Stadia seine Zukunft darin sehen, anderen Entwicklern die Nutzung ihres Streamingdienstes zu ermöglichen.

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Melanie Weißmann

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