Die Sims 3

Gute Sims, böse Sims

Kennt Ihr das, wenn etwas oder jemand gehasst, aber auch geliebt wird? Der FC Bayern München, Microsoft oder Michael Bay sind wohl Paradebeispiele für solch eine Situation. Und auch Die Sims lassen sich in eben jene Kategorie einordnen. Dass sie von vielen Menschen geliebt werden, veranschaulichen die Verkaufszahlen der unzähligen Spiele auf eindrucksvolle Art und Weise. Dann gibt es aber wiederum Personen, die gar nichts damit anzufangen wissen, denen speziell diese Add-On-Strategie auf den Keks geht. Sims hier, Sims da. Sie können es einfach nicht mehr hören. Und irgendwie versteht man sie schon ein wenig.

Ich selbst sehe mich da eher als neutraler Beobachter. Weder liebe ich die Sims noch hasse ich sie. Ich habe hin und wieder mal reingeschnuppert, eine Weile damit gespielt und meinen Spaß gehabt. Und auch die Vorgehensweise von Seiten EAs stört mich wenig. So ist das Geschäft eben. Wo Interesse besteht, befriedigt man die Nachfrage nur allzu gerne. Wahrscheinlich wird auch Die Sims 3 wieder die Gemüter spalten, was aber wohl kaum unerwartet kommt. Bereits im Dezember durften wir einer Präsentation des dritten Teils mitsamt dessen durchaus interessanten Neuerungen beiwohnen. Erwartet allerdings keine Revolution.

Herzstück von Die Sims 3 ist natürlich weiterhin das Management des eigenen Schützlings. Soll heißen: Essen kochen, schlafen, arbeiten, angeln und diverse andere Aktivitäten ausüben. Diesmal jedoch nicht vornehmlich in den eigenen vier Wänden, sondern gleich in einer ganzen Stadt. Sunset Valley heißt das Örtchen und erstrahlt mit jedem neuen Spiel in einem etwas anderen Antlitz (weitere Städte folgen als kostenloser Download). Die große Welt hat selbstverständlich ihre Vorteile. Nachbarschaften, Parks oder öffentliche Gebäude lassen sich nach Belieben erkunden und dienen dazu, Kontakte mit anderen Bewohnern zu knüpfen und sich mit ihnen zu treffen.

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Die Sims feiern Halloween.

Freiheit ist daher ein gutes Stichwort. Selbige will man auch bei der Gestaltung und Entwicklung einzigartiger Charaktere bieten. Das fängt schon beim Sims-Editor an, in dem man seinen Sim nach eigenen Wünschen kreiert. Dazu zählen die obligatorischen Dinge wie Hautfarbe, Gewicht, Gesichtsform oder Haarfarbe. Entweder bastelt man selbst fleißig herum oder bedient sich des Zufallsgenerators.

Anschließend steht ein weiteres wichtiges Element auf dem Programm: Das so genannte Trait-System, also die Charakterzüge eines Sims. Hier darf man aus einem umfangreichen Pool verschiedener Eigenschaften schöpfen. Ob guter Sim oder böser Sim, die Wahl liegt alleine beim Spieler. Logischerweise jedoch mit Einschränkungen. Wer „böse“ ist, kann nicht gleichzeitig „gut“ sein. Während der Präsentation veranschaulichte man das an zwei Beispielen. Einerseits Mary, ein glückliches Genie, das aber ebenso böse ist. Andererseits ihr Bruder, der gutmütig daherkommt, die Natur liebt und sich als Angler die Zeit vertreibt.

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Kleiner Plausch unter Nachbarn.

Jeder Charakter wird dabei von seinen speziellen Wünschen und Lebenszielen angetrieben, die man als lenkende Hand möglichst erfüllen sollte (oder auch nicht). Mary möchte beispielsweise später in Reichtum leben... und einmal einem Kind Süßigkeiten klauen. Gesagt, getan. Sie marschiert schnurstracks ins Nachbarhaus und schnappt sich den Lolli eines kleinen Rackers. Das Resultat: Der Kleine weint, Mary hat den Lutscher und erhält Erfahrungspunkte.

Ihr Bruder will es indes zum Superspion á la 007 bringen. Die sind bekanntlich sportlich und vor allem stets in Form. Also ab mit ihm zum Fitnessstudio, wo er überschüssige Pfunde los wird und zur selben Zeit Gleichgesinnte trifft. Je mehr ihrer Wünsche man erfüllt, desto bessere „Lifetime Rewards“ kann man sich im späteren Spielverlauf als speziellen Bonus aussuchen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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