Assassin's Creed

Auftragsmord im Mittelalter.

Wir schreiben das Jahr 1191 nach Christus und das Heilige Land wird gerade von dem dritten Kreuzzug heimgesucht, der Konflikte, Hass und Zerstörung mit sich bringt. Was macht jemand, der das ganze Blut nicht mehr sehen will? Klar: Es bringt selbst einen Menschen nach dem anderen um. Klingt nicht besonders intelligent - aber wenn man weiß, dass dieser Jemand ein Assassin ist, der nur tötet, um dem Kreuzzug ein schnelles Ende zu setzen, dann ergibt die Geschichte schon mehr Sinn.

Assassin's Creed heißt das Spiel, das sich um den kaltblütigen Killer Altair dreht, entwickelt wird es von Ubisoft Montreal. Und zwar von dem Team, das zuletzt für das großartige Prince of Persia: The Sands of Time verantwortlich war. Ubisoft preist den Titel großspurig als das erste wahre Next-Gen-Spiel an, und damit liegen sie vielleicht gar nicht so falsch, wie wir auf der Games Convention sehen konnten.

Freiheit

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Altair macht mit seinem Opfer kurzen Prozess.

Das fängt schon damit an, dass man Assassin's Creed nicht so leicht in ein Genre einordnen kann: Das eigentliche Töten steht nämlich fast schon im Hintergrund. Wichtig ist vielmehr, wie Ihr euch bewegt, wie Ihr die Umgebung zu eurem Vorteil nutzt, und ob Ihr geschickt genug seid, euch jeder Situation anzupassen. Aber der Reihe nach.

Ihr spielt also diesen Assassin Altair und sitzt in einer großen, mittelalterlichen Stadt. Von eurem Boss, dem Anführer der Assassinen, bekommt Ihr Aufträge, die in der Regel das Liquidieren einer bestimmten Person zum Ziel haben. Wie Ihr diese Mission erfüllt, bleibt weitgehend Euch allein überlassen: Ihr könnt Euch in der Stadt vollkommen frei bewegen - und vollkommen frei bedeutet bei Assassin's Creed auch vollkommen frei. Wo es bei anderen Spielen unsichtbare Mauern und unbezwingbare Vorsprünge gibt, könnt Ihr hier wirklich jedes Objekt erklimmen, auf alle Häuser klettern, über die Dächer rennen und Euch von oben einen Überblick über die Lage verschaffen.

Denn die Stadt in Assassin's Creed ist nicht etwa so leer, wie man es aus Spielen wie The Elder Scrolls: Oblivion kennt. Stattdessen trefft Ihr auf wahre Menschenmassen, die durch die Straßen ziehen, sich auf großen Plätzen herumtreiben oder einfach nur ihrer Arbeit nachgehen. Das Wichtigste ist jedoch, dass all diese Menschen auf Altairs Handlungen und sein Verhalten reagieren. Wenn er plötzlich vor ihnen auf einem Dach steht, dann schauen sie ihn blöd an, wenn er jemanden anrempelt, dann bekommt er ein paar unfreundliche Worte nachgeworfen. Auf der anderen Seite kann Altair die Menge aber auch zu seinem Vorteil nutzen: Zum einen, um unterzutauchen und sich zu verstecken. Zum anderen, um Informationen über sein nächstes Zielobjekt zu erhalten.

Ein Auftrag

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Tarnung hilft, näher an das Zielobjekt zu gelangen.

Ein Beispiel für eine Mission, die wir auf der Games Convention gesehen haben: Wir reiten mit Altair auf einem Pferd durch die Stadt, springen von dem Rücken das Gauls an einen Pflock und klettern von dort auf die Dächer. Nach einer Weile entdecken wir einige von König Richards Männern, die offenbar eine Frau belästigen. Das gehört zwar im Prinzip nicht direkt zu Altairs Job, aber wir mischen uns trotzdem ein und erstechen die zwei Soldaten. Die Frau ist Altair sehr dankbar und wird uns sicher in guter Erinnerung behalten.

Zurück auf den Dächern laufen wir weiter und springen schließlich auf einen Balkon, um uns in Ruhe umsehen zu können. Weil die Leute in der Gasse jetzt sowieso schon auf Altair aufmerksam geworden sind, klettern wir einfach nach unten und mischen uns unter die Menschen. Wir bahnen uns - nicht besonders rücksichtsvoll - einen Weg durch die Menge, kassieren dafür ein paar dumme Sprüche, aber gelangen letztlich zu einem Marktplatz. Hier erblicken wir Mönche, die Altair mit ihren Kutten recht ähnlich sehen, und schließen uns ihnen unauffällig an. Ein paar Schritte weiter steigen wir dann auf das nächste Dach, um uns der Zielperson zu nähern.

Jetzt kommt eine meditative Fähigkeit des Assassinen zum Einsatz, die so genannte Eagle Vision. Mit der kann er sein Opfer durch eine Art Aura von Normalbürgern unterscheiden, so dass wir es nicht aus den Augen verlieren oder aus Versehen den falschen töten. Wir laufen also auf unser Einsatzziel zu, beobachten, wie sich die Wachen ein wenig abwenden und schlagen genau in diesem Moment zu: Altair schlitzt ihm von hinten mit einem Finishing Move in Zeitlupe die Kehle durch. Jetzt nur noch schnell weg, bevor uns die halbe Stadt nachjagt.

Die Bewegungsfreiheit und die Grafik mit ihren fließenden Animationen sowie den unterschiedlichen Gesichtsausdrücken waren wirklich sehr beeindruckend, weshalb Assassin's Creed bei uns einen sehr guten Eindruck hinterließ. Eine Schlüsselfrage wird aber wahrscheinlich sein, inwieweit sich die Missionen im fertigen Spiel voneinander unterscheiden und ob es mehr dieser fast schon filmischen Momente geben wird. Wir sind gespannt.

Assassin's Creed erscheint im 1 Q. 2007 und ist offiziell für PlayStation 3, Xbox360 und den PC angekündigt.

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