Erste Games Convention Online in Leipzig bleibt hinter den Erwartungen

Wenig Besucher, schwaches Line-Up

Am Sonntag ging die erste Ausgabe der Games Convention Online zu Ende. Mit 43.000 Besuchern verfehlte die Messe Leipzig ihr selbst gestecktes Ziel, über 50.000 Besucher zu erreichen. Insbesondere am Freitag herrschte in den zwei Ausstellungshallen gähnende Leere. Erst am Wochenende kam so etwas wie Stimmung auf. Zum Beispiel durch das Treffen der Cosplayer von Animexx, die mit ihren Verkleidungen für farbliche Akzente sorgten.

Neben jeder Menge Browser-Games und Free-to-Play-Rollenspielen aus Korea überraschten Plattformen wie www.ijji.com mit relativ hochwertigen Shootern, die aber miserabel präsentiert wurden. Andere Titel, wie etwa das häufig verschobene Huxley, wurden in niedrigster Auflösung und mit minimalen Settings präsentiert. Zudem wurden am Freitag keine Alterskontrollen durchgeführt. An den Ego-Shootern saßen 10-15-jährige. Erst nach einem Hinweis unsererseits wurden die Details nach oben geschraubt und die Ausweise kontrolliert.

Ein Grund für die dürftigen Besucherzahlen dürfte das Fehlen von Branchenriese Blizzard und anderen erfolgreichen MMO-Produzenten wie NCSoft gewesen sein. Die Koreaner waren mit ihrem heiß erwarteten Titel Aion nur mit einem kleinen Stand im Businesscenter vertreten. Unterm Strich überraschte aber die Qualität der restlichen Free-to-Play-Games. Auch wenn der GTA-Klon Poisonville von Browser-Schwergewicht Bigpoint im aktuellen Zustand die Erwartungen nicht erfüllen konnte, überraschten einige Unreal-Engine-3-Produktionen aus Korea, zum Beispiel der Cover-Shooter Hessian.

Immerhin wurde der Online-Auftritt der Messe 500.000 Mal abgerufen. Für den Geschäftsführer der Messe Leipzig, Wolfgang Marzin, ein klarer Schritt in Richtung digitale Zukunft: "Das digitale Zeitalter hat auch das Messewesen erreicht. Für unsere Aussteller zählt nicht mehr nur die Aufmerksamkeit vor Ort sondern auch jene im weltweit zugänglichen Internet." Laut einer Umfrage eines Marktforschungsinstituts erwägen 90 Prozent der Aussteller eine Rückkehr nach Leipzig im nächsten Jahr. Die Ergebnisse der Besucherbefragung sind noch nicht bekannt.

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Kristian Metzger

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