Neues PlayStation-Patent ermöglicht es Zuschauern, Spieler aus Spielen zu kicken - auch gegen Geld

Mit einem neuen Patent würde es Sony Zuschauern ermöglichen, Spieler aus einem Spiel rauszuwerfen.

Sony hat ein neues Patent angemeldet, bei dem es um ein Abstimmungssystem geht, mit dem Zuschauer Spieler aus einem Spiel werfen können.

Das Patent mit dem Titel "Spectators Vote to Bench Players in a Video Game" wurde im Januar 2020 eingereicht und in dieser Woche gewährt (danke, VGC).

Zuschauer mit Einfluss

Mit dem beschriebenen Feature können Zuschauer und Zuschauerinnen darüber abstimmen, ob ein Spieler beziehungsweise eine Spielerin aus einem Spiel entfernt wird. Ebenso können sie ihnen Nachrichten zukommen lassen, um sie dazu aufzufordern, besser zu spielen - oder sogar Geld dafür zahlen, dass sie entfernt werden.

Als Beispiel dafür (wobei explizit Twitch genannt wird) nennt Sony eine Situation, in der mehrere Leute sich ein Spiel anschauen. Den Texten und Diagrammen zufolge haben die Zuschauer und Zuschauerinnen Zugriff auf ein Menü, in dem sie zum Beispiel darüber abstimmen können, einen bestimmten Spieler oder eine Spielerin aus dem Spiel zu werfen.

Ein Diagramm zeigt dafür vier Optionen:

  1. Den Spieler aus dem Spiel entfernen
  2. Den Spieler warnen, dass er sich verbessern soll
  3. Eine individuelle Nachricht schicken
  4. Den Spieler im Spiel belassen

Die Stimmen der Zuschauer und Zuschauerinnen werden dann zusammengezählt und wenn eine bestimmte Zahl von ihnen dafür ist, einen Spieler oder eine Spielerin zu entfernen, dann passiert das auch.

Zahlen fürs Kicken

"Diese Methode kann auch eine Animation der Entfernung des Spielers und die Bereitstellung visueller Hinweise für andere Spieler oder Zuschauer beinhalten, warum der Spieler aus dem Videospiel entfernt wurde", heißt es.

An anderer Stimme ist die Rede von der Möglichkeit, dass der Skill-Level eines Zuschauers oder einer Zuschauerin Einfluss darauf hat, wie viel Gewicht seine oder ihre Stimme hat.

Ebenso wird eine alternative Situation beschrieben, in der die Zuschauenden zahlen können, um einen oder eine der Spielenden entfernen zu lassen, entweder mit echtem Geld oder mit In-Game-Währung.

3
Verschiedene Situationen.

Beim genannten Beispiel gibt es die Optionen, einen festen Preis zu zahlen, einen Teil eines festen Preises zu zahlen oder eine Art Auktion zu starten.

Vor allem klingt das Ganze für mich erst einmal eher so, als ob das System eine Menge Potenzial für missbräuchliches Verhalten bietet. Wie seht ihr das?

Sony bemüht sich in jüngster Vergangenheit darum, eine aktivere Rolle im E-Sport zu übernehmen. Im März hatte man gemeinsam mit RTS die Evolution Championship Series (EVO) übernommen.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (11)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (11)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading