Ghost Recon Advanced Warfighter 2

Besser als auf der Konsole?

Ghost Recon Advanced Warfighter 2 für den PC – das muss geil werden! Packende Action wie in der Xbox 360-Version. Die Kugeln zischen über das staubige Schlachtfeld und verfehlen meinen Kopf nur knapp. Ich kauere in der Deckung, komme ab und zu hervor und gebe gezielte Salven auf die Heerschar von Feinden ab. Dazu hämmert im Takt des Maschinengewehrs die treibende Musik aus den Boxen. Atmosphäre pur!

So hatte ich es mir jedenfalls auch für den PC vorgestellt. Doch die unbändige Vorfreude wurde beim Starten des Spiels bald gedämpft. Denn Ghost Recon Advanced Warfighter 2 hält in diesem Fall leider, was der Verpackungstext verspricht: Es ist ganz anders als die Konsolen-Version.

Grundsätzliches wie die lose Story und einige Level-Bestandteile sind natürlich gleich geblieben. Ihr übernehmt immer noch die Rolle des wortkargen Captain Mitchell, Anführer der Ghosts – eine Spezialeinheit, die sich die Terroristenbekämpfung zum Ziel gesetzt hat. In GRAW2 sind die Terroristen in Mexico unterwegs, im Schlepptau schmutzige Bomben, die zu einer echten Bedrohung für das glorreiche Amerika werden können. Die Ghosts haben nun 72 Stunden Zeit, um die fiesen Schergen des Bösen um ihr Leben und ihre explosiven Eigentümer zu bringen.

Willkommen in Juarez!

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Die Effekte sind auf der Xbox 360 definitiv besser.

Auf dieser Grundlage schickt Euch Euer Einsatzleiter nun von Mission zu Mission. Oft seid Ihr dabei in den großen Städten wie Juarez oder El Paso unterwegs, wo Ihr Terroristenfestungen auseinander nehmt und die mexikanische Armee unterstützt. Letztere bettelt eigentlich immer nur um Hilfe, weil wieder irgendein Hinterhalt ihre halbe Streitmacht umgenietet hat. Im Endeffekt seid Ihr also mit Eurem Team auf Euch allein gestellt. Mit bis zu vier Kameraden arbeitet Ihr Euch durch die ins Chaos gestürzten Städte oder hebelt Außenposten aus.

Und hier sind wir beim wohl größten Unterschied zwischen der PC und der Konsolen-Version angelangt. Während Konsoleros mit Finger am Abzug durch die Levels sprinten und bei rockiger Musik die Terroristen bekämpfen, geht es in der PC-Version deutlich langsamer und taktischer voran. Hier gibt es keine Medikits. Hier ist es nicht egal, ob man die Teamkollegen mal am Startpunkt vergisst. Hier herrscht gespannte Stille und kein dröhnender Rocksound. Hier überlebt man das Kreuzfeuer der Terroristen nicht lange. Ja, hier in der PC-Version muss man sogar richtig oft den letzten Speicherstand laden.

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Mein Teamkamerad schaut da lieber weg.

Wer also das schnelle Gameplay der Xbox 360 Version gewöhnt ist, muss sich schleunigst umgewöhnen, wenn er Captain Mitchell nicht alle zwei Minuten sterben sehen will. Nur wer diszipliniert und taktisch vorgeht, kommt unbeschadet ans Ziel.

Dafür stehen Euch verschiedene Mittel zur Verfügung. Das wichtigste ist wohl die taktische Karte, die Euch aus Satellitenansicht einen Überblick über das Einsatzgebiet verschafft. Über sie könnt Ihr Eurem Team verschiedene Befehle geben, die sie auf Knopfdruck ausüben.

Nehmen wir zum Beispiel ein kleines Camp, das in den Bergen gelegen ist. Es besitzt zwei Zugänge, einer davon wird von einem MG-Nest gesichert. Als erstes wird die Aufklärungsdrohne geschickt, um die Position der Terroristen zu erfahren. Sie erscheinen nun sowohl auf der Übersichtskarte als auch auf Eurem HUD, dargestellt durch rote Rauten. Jetzt kann die Planungsphase beginnen.

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Über den Autor:

Simon Holthausen

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