TGS: Imabikisou

Der Klang des Horrors

„Dieses Spiel enthält schockierende Inhalte. Dieses Spiel ist nicht empfohlen für Menschen mit Klaustrophobie, Angst im Dunklen oder Herzproblemen. Bitte wenden Sie sich an unsere Mitarbeiter, falls es Ihnen schlecht wird.“

Diese Warnung bekamen alle zu hören, die sich auf der TGS in einer lange Schlange anstellten, um einen Blick auf Segas neuesten Horror-Titel zu werfen, der exklusiv für die PlayStation 3 erscheint.

Aber wie heißt das genau? Imabikisou? Was soll das denn heißen? Das konnte uns niemand so richtig verraten. In gewisser Weise ist das aber auch Teil des Erlebnisses 'Tokyo Games Show': Diese Entdeckungsreise. Nicht zu wissen, was einige der Spiele überhaupt darstellen sollen. Ohne englische Namen und nur mit bruchstückhaften Erklärungen, muss man sich Notizen machen und das Puzzle anschließend irgendwie zusammensetzen. So auch im Fall des düsteren und furchtbar böse aussehenden Horror-Titel, der gut ein Viertel von Segas Stand für sich in Anspruch nimmt. Erscheinen soll er am 25. Oktober für PS3. So bald? So sieht's aus. Kommt es nach Europa? „Unwahrscheinlich“. Aha. Das hält uns aber nicht auf.

Einen englischen Titel für Imabikisou zu finden, war schon eine echte Herausforderung. Ein freundlicher Sega-Mitarbeiter gab uns eine wortwörtliche Übersetzung der vier Kanji-Symbole von oben nach unten: „Hate, Fire, Happend, In the Plant“. Wir haben sein Wort darauf, dass es stimmt. Obwohl eine Google-Übersetzung der offiziellen Seite ein „Firedrafting“ ausgibt. Wie auch immer. Es geht irgendwie um Feuer, also bleiben wir bei der letzten Version, bis jemanden etwas besseres einfällt.

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Wie auch immer Imabikisou am Ende auch heißen wird (wenn es hier jemals erscheint), Sega Japan hält wohl sehr viel davon: Es ist eines von nur vier Spielen, die einen eigenen Platz auf dem riesigen Messestand bekommen haben. Was wir bisher davon sehen konnten, sah anfänglich wie Survival-Horror aus. Ist es aber dann doch nicht. Eine 'Sound Novel'. Zum ersten Mal gesehen auf dem SNES im Jahre 1992 mit Otogirisou, darauf folgte die Kamaitachi no Yoru-Trilogie und Machi. Imakibisou soll laut Sega der „furchterregendste Horror der Videospiele-Geschichte“ werden. Das ist mal eine Ansage.

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Es war stockdunkel, als wir in einem Mini-Auditorium saßen und der verstörende Imabikisou-Trailer mit einer Serie durchdringender Bilder und Klänge anlief: Das panische, verzweifelte Schluchzen einer Frau. Eine blutige Träne läuft aus ihrem linken Auge, ihre Lippen sind bedeckt mit schwarzem Lippenstift. Eine Sekunde später bringen rote Lichter leben in den Raum, dazu der Sound eines Feueralarms. Noch seltsamer: Auf dem Screen erscheint ein Bild, auf dem drei kichernde schwarze Kinder mit gelben Baseball-Kappen zu sehen sind. Sie halten ihre Finger dem Kameramann entgegen, um ihre schwarz angemalten Fingernägel zu zeigen. Dabei geben sie lustige Laute von sich. Das ist genug, um unwohl auf dem Stuhl herumzurutschen.

Das monumentale Surround-System malt einen fröstelnden, durchdringenden Klangteppich in den Raum. Dann hören wir plötzlich Donner, ein Klopfen an der Tür, die Türklinke wird immer wieder betätigt. Es blitzt auf, ein Glass zerspringt, begleitet von manischen, ängstlichen Schreien... Nur von wem? Das konnten wir nicht sehen.

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Über den Autor:

Kristan Reed

Kristan Reed

Freier Redakteur

Kristan is a former editor of Eurogamer, dad, Stone Roses bore and Norwich City supporter who sometimes mutters optimistically about Team Silent getting back together.

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