WET • Seite 2

Verliebt in Rubi

Um die beinharten Aufgaben zu überstehen, besitzt die gewitzte Killerin einige ungewöhnliche Talente. Wieselflink jagt sie durch die Level, springt katzengleich von Vorsprung zu Vorsprung, über Gegner hinweg und immer weiter nach oben. Sie rutscht unter Hindernissen hindurch, läuft Wände entlang und stößt sich direkt von den Angreifern ab, nur um ihnen dabei ihr Schwert in den Nacken zu jagen.

Immer wenn Rubi während dieser akrobatischen Kunststücke durch die Gegend ballert, setzt eine Zeitlupenfähigkeit ein, die die Geschwindigkeit des Spiels drastisch drosselt. Ganz wie bei Stranglehold oder Max Payne könnt ihr so mit mehreren Gegnern gleichzeitig fertig werden. Der Clou bei WET: Eine der beiden Waffen zielt automatisch auf die Kontrahenten, während ihr die andere per Fadenkreuz steuert. So lassen sich leicht spektakuläre Doppel-Kills erzielen.

Leider könnt ihr diese verschiedenen Aktionen nur schwer miteinander kombinieren. Speziell die Übergänge zwischen Sprüngen, Rutschpartien, Nah- und Fernkampf wurde nicht ideal gelöst. Statt aufwändige Kombos mit dauerhafter Zeitlupe anzubieten, reiht ihr sie unspektakulär aneinander. Das sonst so elegante Bewegungsrepertoire wirkt hier etwas eingeschränkt. Das komplette System nicht vollkommen ausgereift. Immerhin füllen gewagte Aktionen einen Kombo-Meter, der euch beim zweiten Durchgang nicht nur mehr Punkte einbringt, sondern auch Rubi mitten im Kampf heilt. Im späteren Verkauf äußerst nützlich.

Im Gegenzug müsst ihr euch um die Munition ihrer Standard-Waffen, zwei dicken Revolvern, keinerlei Sorge machen. Die beiden mit Affen verzierten Prachtstücke besitzen nicht nur unendlich viel Munition, sondern müssen auch nicht nachgeladen werden. Schade. Denn damit hätte man dem Gunplay noch etwas mehr Taktik verpasst. Nur der Nachschub für eure freischaltbaren Zusatzwaffen, zwei Schrotflinten, zwei Maschinenpistolen und zwei Mini-Armbürste mit Explosionspfeilen, ist begrenzt. In Kisten versteckt sich zwar Extramunition, trotzdem müsst ihr genau haushalten, um nicht im falschen Moment ohne dicke Wummen dazustehen.

Aus dem grundlegenden Gameplay ergeben sich verschiedene Elemente, die dem Spiel mehr Abwechslung verleihen sollen. Zum einen gibt es die sogenannten Arena-Kämpfe. Hier müsst ihr euch durch einen großen Raum kämpfen, der mit mehreren Eingängen ausgestattet ist. Um weiter zu kommen, müsst ihr nicht nur alle Gegner vernichten, sondern auch die Zugänge verschließen. Dies geschieht durch flinke Schläge mit dem Schwert. Doch da die entsprechenden Schalter oft auf mehrere Etagen verteilt wurden, gilt es diese erst einmal unbeschadet zu erreichen.

Neben den normalen Schergen, die entweder mit Pistole, Schlagstock oder Sturmgewehr ausgerüstet sind, warten hier auch dicke Anführer mit Gatling-Kanonen auf euch. Diese müsst ihr wie gewohnt mit jeder Menge Blei füttern und sie obendrein auch mit Quick-Time-Schlägen ins Jenseits befördern – meist mit einem satten Schmatzen in die Kronjuwelen. Um die Kämpfe noch etwas taktischer zu gestalten, kommen später noch Schwertkämpfer, die eure Schüsse einfach abwehren, und Kamikazeangreifer mit Handgranaten hinzu.

Abseits dieser Arenakämpfe heißt es, sich durch bereits oben erwähnten Akrobatikabschnitte zu schlagen. An heruntergekommenen Häuserwänden entlang, durch malerische, felsige Canyons und düstere Minenschächte hindurch, führt eure Suche nach dem richtigen Weg. Aufgelockert durch kurze Feuergefechte, kommt es hier vor allem aufs Timing an. Per Rubi-Vision könnt ihr euch alle begehbaren Vorsprünge, Fensterbretter und Stangen anzeigen lassen.

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Kristian Metzger

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