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Kingdom under Fire: Circle of Doom

Tot oder lebendig?

Tag für Tag sterben Tausende Helden. Sie werden von gewaltigen Drachen in Stücke gerissen, von Lasergewehren durchsiebt und in Lavaströme versenkt. Ausgelöscht durch eine kleine Unachtsamkeit, oft einsam und wütend, verlieren sie sich im Videospielnirvana. Viele werden auf wundersame Weise wieder in die Virtualität zurück geholt, bestreiten ein weiteres „Leben“ und kämpfen gemeinsam mit anderen für eine gute Sache.

Doch was passiert mit denen, die nicht das Glück haben, als Hauptfigur eine zweite Chance zu bekommen?

Auf die Frage, was danach kommt, liefern nur wenige Spiele eine vernünftige Antwort. World in WarCraft zeigt uns eine Geisterebene, wo die Seele zurück zu ihrem Körper finden muss. Bei Prey erkämpft man sich den Weg ins Diesseits, indem man auf der Astralebene böse Wesenheiten vernichtet. Und Medievil lässt den Helden einfach gleich als Untoten neue Abenteuer bestreiten.

Aber diese Ausnahmen sind nicht die Regel. Viel zu selten befassen sich westliche Entwickler mit solchen fast philosophischen Ansätzen. In Japan dagegen gehören diese Gedanken zur Videospielkultur dazu und werden im Falle von Kingdom under Fire: Circle of Doom sogar zur Videospielrealität.

Allein gegen das Vergessen

Auf dieser schönen Wiese wird das Zielsystem einstudiert.

Ein einsamer Kämpfer steht auf einer wunderschönen Blumenwiese. Sein Name ist Kendel. Sein martialische Rüstung steht im krassen Kontrast zu der enormen Ruhe, die seine Umgebung verströmt. Im Hintergrund trägt ein Streichquartett die Atmosphäre bis ins staubige Wohnzimmer. Die ätherische Schönheit der Umgebung erinnert an die großen Weiten eines Shadow of the Colossus und lädt vom ersten Moment an zum Verweilen ein. Doch hinter der schönen Fassade lauert die Dunkelheit.

Dieser Wald ist kein Hort des Friedens und befindet sich weitab von der Realität. Er ist die erste Ebene des Wahnsinns, die sich der Gott der Dunkelheit, Encablossa, für die Helden des Lichts ausgedacht hat, die sich in dem Kampf gegen ihn stellen. Deshalb wartet um die nächste Ecke auch kein schönes Bauernmädchen, sondern eine Truppe bewaffneter Eidechsen-Menschen, die den Helden in kleine, handliche Stücke zerteilen möchten.

In dieser Oase kann man Einkaufen, Schlafen und seine Items aufbessern.

Dabei ist er nur eine von sechs Figuren, die einen Ausweg aus dieser friedlichen Hölle finden müssen. Es geht nicht um das Schicksal eines Einzelnen, sondern um all die verlorenen Seelen, die auf dem Schlachtfeld ihr Ende gefunden haben. Denn kaum betritt man bei Kingdom under Fire: Circle of Doom die Traumwelt, begegnet man verstorbenen Freunden und Verwandten, die ohne Hoffnung auf Rückkehr im Nirgendwo festgehalten werden.

Der Kampf durch die sechs Level dieser ganz besonderen Reise ist also nicht nur ein Ringen mit den eigenen Fehlern, vielmehr ist es auch ein Befreiungsschlag für Eure Liebsten. Umarmung, Trostlosigkeit, Arroganz, Einsamkeit, Wut und Chaos sind die Stadien des Wahnsinns, die hier auf Euch erwarten.

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