Dead Space 2: Bayern stellt USK in Frage

Fordert 'Verbesserungen'

Nachdem Dead Space 2 auch nach der erneuten Prüfung, die aufgrund eines Appellationsverfahrens des Staates Bayern nötig war, wieder eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten hatte, stellt man in Bayern nun die USK in Frage und will sich für "Verbesserungen" einsetzen.

"Durch die jetzige Entscheidung ist keine Abstimmung der USK mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien mehr möglich, obwohl im bisherigen Verfahren eine Reihe fachkundiger Gutachter das Spiel als indizierungswürdig bewertet hatten und im Jugendschutzgesetz für Zweifelsfälle eine enge Abstimmung vorgesehen ist", heißt es gegenüber Chip Online.

"Bayern wird sich deshalb auf Bundesebene für Verbesserungen im Bereich des USK-Verfahrens einsetzen, damit künftig eine Prüfung durch die Bundesprüfstelle auch dann möglich ist, wenn vorher schon eine Alterskennzeichnung durch die USK erfolgt ist."

Im Grunde genommen fordert man somit also eine Rückkehr zum alten System, das vor April 2003 gültig war. Damals wurde der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nach dem Amoklauf in Erfurt geändert, wodurch ein von der USK eingestuftes Spiel nicht mehr von der BPjM indiziert werden kann. Ein System, das laut Chip Online übrigens auch von der BPjM selbst nicht in Frage gestellt wurde.

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