Ken Levine: "First-Person ist die direkteste Art, um den Spieler zu fesseln"

Schlägt eine Brücke zur Kindheit

Ken Levine, Kopf hinter SystemShock 2 und BioShock, hat sich in einem Interview über Immersion in Spielen geäußert und darüber, warum seine Games immer die Ego-Sicht nutzen. Er findet, dass die Ego-Sicht den intensiven Kindheitsspielereien am nahesten kommen.

"Für mich ist dies der direkteste Weg, den Spieler zu fesseln", sagt er im Gespräch mit Industry Gamers. "Es ist eine Barriere weniger zwischen mit und dem Erlebnis."

"Es ist seltsam in den Schuhen von jemand anderem zu stecken. Das ist etwas, das wir als Kinder ganz selbstverständlich tun, für Erwachsene ist das aber sehr viel schwieriger. Ich glaube, dass Videospiele uns eine Art Schubser in die richtige Richtung geben, wieder dies Sorte Spielerlebnis zu empfinden, die wir aus der Kindheit kennen."

Es gehe nicht nur um den Spaß, sondern darum, seine Identität auf die von jemand anderem zu übertragen. Dies sei als Kind ein unglaublich mächtiges Erlebnis. "Das verliert man einfach als Erwachsener, weil man sich so sehr seiner selbst bewusst wird", fügt er hinzu.

"Videospiele erlauben uns gewissermaßen, die Schicht zu durchbrechen und wieder diesen Spielraum zu erreichen. Ich halte das für wirklich eindringlich."

Was das ohne viele Worte bedeutet, will euch Levine mit BioShock Infinite (siehe Gameplay-Trailer unten) näherbringen – das erscheint allerdings erst 2012. Vielleicht spielt ihr bis dahin einfach noch einmal den ersten Teil durch.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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