Quantic Dreams Cage: Spieleindustrie muss innovieren oder wird sterben

Man braucht neue Ideen und Innovation und sollte verschiedene Themen ansprechen.

Quantic Dreams David Cage fordert von der Spieleindustrie mehr Innovationen und Neuerungen, ansonsten werde sie irgendwann sterben.

"Die Industrie wird sterben, wenn sie nicht irgendwann versucht innovativer zu sein, neue Ideen einzubringen oder Themen anzusprechen - nicht unbedingt ernsthafte, aber tiefgründigere", so Cage im Gespräch mit GamesIndustry.

"Es ist toll, wenn man Monster erschießen kann. Das ist wirklich toll und das wird es immer geben. Und es wird auch immer erfolgreich sein, aber wie sieht es damit aus, den Leuten eine Wahl zu geben? Bietet ihnen verschiedene Optionen. Wenn sie das also mögen, bekommen sie es auch, aber wenn sie etwas Tiefgründigeres und Interaktiveres wollen, finden sie das ebenso."

Cage hat nach eigenen Angaben "kein Interesse daran, einfach nur Software zu entwickeln, die man zu Weihnachten an die Leute verkauft", gleichzeitig respektiere er aber die "sehr cleveren Leute", die das tun. Er selbst habe nur andere Ambitionen.

"So sehe ich meine Arbeit nicht. Ich interessiere mich für dieses Medium, um etwas auszudrücken und tiefere Emotionen hervorzurufen. Ich denke, das schafft man, wenn man Filme macht oder TV-Serien - alle Ausdrucksformen sind großartig dafür. Aber bei Spielen schießen und springen wir nur. Warum versucht man nicht mal etwas anderes und nutzt es?"

"Es ist ein fantastisches Medium," so Cage weiter. "Es ist wirklich verrückt, was man damit anstellen kann, weil eure Bindung zu diesem Spielerlebnis so anders ist als bei allem anderen. Wenn man einen Film schaut, ist man passiv. Man schaut sich eine Geschichte an und diese wird einem erzählt. Aber wenn ihr in einem Spiel seid, könnt ihr diese Geschichte erzählen. Ihr könnt entscheiden, was passieren soll. Und man kann so ziemlich seine eigene Geschichte auf Basis der eigenen und moralischen Entscheidungen formen. Das ist faszinierend."

Das letzte Spiel, mit dem er wirklich Spaß hatte, war thatgamecompanys Journey.

"Journey war erstaunlich", sagt er. "Es hat nichts mit dem zu tun, was ich tue. Aber es geht nicht so sehr um das Erzählen einer Geschichte. Es geht um Emotionen. Es geht darum, etwas Anderes zu versuchen."

"Ich denke, die Industrie braucht mehr Spiele wie Journey, weil es frischen Wind in die Industrie bringt. Und das ist bei jedem Medium notwendig. Wie viele First-Person-Shooter können wir pro Jahr erstellen? Wie viele pro Jahr spielen? Wie viele von ihnen werden erfolgreich sein? Ergibt es selbst von einem geschäftlichen Standpunkt aus gesehen überhaupt Sinn? Ich bin nicht sicher."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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