Arkanes Julien Roby: Die Leute haben die Nase voll von ständigen Fortsetzungen

Reagiert auf den Kommentar von EAs Frank Gibeau hinsichtlich der Einführung neuer Marken.

Erst vor einigen Tagen sagte EAs Frank Gibeau, dass es ein Fehler sei, so spät im Konsolenzyklus noch neue Marken zu veröffentlichen. Es ist nicht überraschend, dass Arkanes Julien Roby, Executive Producer des demnächst erscheinenden Dishonored, das ein wenig anders sieht.

"Nun, ihr habt da vermutlich etwas mehr Erkenntnisse, aber ich würde sagen, solange ein Spiel gut ist - unabhängig davon, ob es eine neue IP ist oder nicht -, es gute Bewertungen bekommt und ordentlich vermarktet wird, werden die Leute sich das anschauen wollen", so Roby gegenüber IGN.

"Besonders jetzt, da wir seit ein paar Jahren nur noch Fortsetzungen, Fortsetzungen und noch mehr Fortsetzungen bekommen haben. Ich denke, die Leute haben langsam die Nase voll davon, immer und immer wieder das gleiche Spiel zu spielen. Ich hoffe also, dass sie Dishonored deswegen ausprobieren werden, weil es etwas Anderes versucht als diese übrigen Spiele."

Seiner Ansicht nach wollen die Spieler auf jeden Fall etwas Neues: "Ich denke schon. Wenn sich das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr anschaut, hat man da Teil 6, dort Nummer 5, hier Nummer 7. Ich denke wirklich, dass die Leute Appetit auf etwas Neues haben. Etwas Neues im Hinblick auf das Universum, das Gameplay und die Grafik."

Aufgrund der Freiheiten in Dishonored hofft Roby auch, dass das die Leute zum Diskutieren anregt.

"Wir hoffen wirklich, dass die Leute miteinander darüber sprachen und sagen, 'oh, du hast es so gelöst?' oder 'oh, du hast es so gelöst?' und dadurch erkennen, dass sie im Grunde ihre eigenen kleinen Geschichten hinsichtlich der Erfüllung der Aufgaben erschaffen haben. Und dann kehren sie zurück und versuchen andere Dinge. Es dreht sich stark ums Experimentieren. Probiert verschiedene Wege, nutzt verschiedene Kräfte, versucht andere Dinge als beim ersten Mal. Es geht nicht darum, durch einen linearen Korridor zu laufen."

Auch ist er froh, dass Bethesda das Studio nicht dazu zwingt, einen Multiplayer-Modus zu integrieren.

"Bethesda hat uns von Beginn an sehr unterstützt", so Roby. "Ich meine, es macht keinen Sinn, einen Multiplayer zu integrieren, nur damit man es auf die Box schreiben kann. Einfach nur, um ein Kontrollkästchen abzuhaken, wisst ihr?"

"Unsere Vorstellung sah so aus, ein großartiges Singleplayer-Spiel zu entwickeln. Und durch die Entscheidungen, die der Spieler hat, haben wir das getan. Hätten wir Zeit für einen Multiplayer aufbringen müssen, würden wir den Singleplayer etwas aus den Augen verlieren und mehr Zeit in den Multiplayer investieren. Letzten Endes bekommt man dann einen Singleplayer mit niedrigerer Qualität und einen schlechten Multiplayer."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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