Crackdown 3: Sumo Digital ist derzeit der einzige Entwickler des Projekts

Ausweichend.

Crackdown 3 hat es nicht leicht. Im Zuge der E3 schon wieder verschoben, erscheint der Titel nun erst Anfang 2019.

Angekündigt wurde das Projekt im Jahr 2014, damals hob Microsoft die Rückkehr von Serienschöpfer Dave Jones und seinem neuen Unternehmen Cloudgine hervor. Dessen Cloud-Technologie sollte massive Zerstörungen im Spiel ermöglichen, zumindest im Multiplayer-Modus.

In diesem Jahr übernahm dann Epic Games Cloudgine und Jones gab seinen Posten als Creative Director bei Co-Entwickler Reagent auf, verließ das Projekt damit vollständig. Nun arbeitet er bei Epic.

Durch die Übernahme stellt sich die Frage, wie das mit der Zerstörung im Spiel nun abläuft, zumal deren letzte Präsentation drei Jahre her ist. Auf der E3 äußerte sich Microsofts Matt Booty dazu gegenüber Polygon eher ausweichend.

"Es ist noch immer ein Teil des Spiels. Wir zeigen hier nicht viele Details dazu. Im Jahresverlauf gibt es mehr zu zeigen", sagt er.

Dazu befragt, welche Cloud-Tools zum Einsatz kommen, antwortete er: "Weißt du, wir haben das Glück, als Teil von Microsoft eng mit dem Xbox-Plattform-Team zusammenarbeiten zu können. Dadurch taucht die Cloud in all unseren Spielen auf ziemlich aufregende Art und Weise auf. [...] Mit der Zeit entwickeln sich die Dinge weiter und ich kann nicht wirklich darüber reden, was im Spiel ist, aber es ist... heutzutage und bei einem großen Spiel wie diesem sind wir sehr froh, Zugriff auf branchenführende Cloud-Technologie zu haben."

Aber was heißt das jetzt? Nutzt das Spiel Cloudgine-Technologie oder Microsoft-interne Cloud-Tools?

"Weißt du, ich werde hier jetzt nicht die technischen Details aufzählen. Sagen wir einfach, dass wir Zugriff auf eine großartige Infrastruktur haben. Das Spiel nutzt einige tolle Technologien und wir werden sie auf eine Art und Weise miteinander verbinden, die am meisten Sinn ergibt", erläutert er.

Damit äußert er sich deutlich zurückhaltender als Phil Spencer im Jahr 2014, der betont hatte, wie wichtig Cloudgine für das finale Produkt ist.

Weiterhin bestätigte Booty, dass Microsoft nicht mehr länger mit Jones oder Reagent Games arbeitet.

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"Derzeit arbeiten wir nur mit Sumo", sagt Booty. "Sie sind unserer Hauptpartner für die Entwicklung. Wie du mit Sicherheit weißt, gibt es bei jedem Spiel Leute, die bei der Erstellung von Inhalten und der Entwicklung helfen, aber Sumo ist unser Hauptpartner bei Crackdown."

Reagent existiert anscheinend nicht mehr wirklich. Cloudgine und Reagent hatten enge Verbindungen. Jones half bei der Gründung von Cloudgine und gründete wiederum Reagent. Nach Epics Übernahme von Cloudgine verließen mehrere Reagent-Mitarbeiter das Studio, schlossen sich Epic an oder übernahmen andere Jobs.

Wie Polygon anmerkt, geben drei Personen Reagent als Arbeitgeber auf LinkedIn an. Zwei davon haben seit November 2017 auch andere Jobs angegeben. Der Dritte bestätigte auf E-Mail-Nachfrage, dass er nicht mehr bei Reagent arbeitet. Zum Projekt oder dem Status des Unternehmens wollte er sich nicht äußern.

Klar ist, dass Crackdown 3 eine turbulente Entwicklung hinter sich hat. Wie sich das alles auf das Spiel auswirkt, sehen wir Anfang 2019. Hoffentlich.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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