Aktuelle PS4 Controller in der Übersicht - von 30 bis 200 Euro

Vom Gästepad bis zum Luxus-Controller

Update vom 27. Januar 2020: Jetzt ist auch unser Test des Astro Gaming C40 Tournament Ready online, den wir folglich auch in diese Übersicht der aktuellen Premium-Controller für PlayStation 4 (und PC) mit aufnehmen. Scrollt dafür nach unten, um unsere Meinung über den neuen, von Logitech vertriebenen Handschmeichler zu erfahren.

Ursprünglicher Artikel vom 10. Januar 2020:

Controller für die PS4 gibt es wie Sand am Meer - gefühlt sprießt alle paar Wochen ein neuer Hersteller aus dem Boden und will mit mindestens zweijährig erneuerter Zusatz-Hardware Kunden locken. Weil es manchmal schwierig sein kann, da den Überblick zu behalten, hier unsere kleine Übersicht der aktuellen Modelle für die PlayStation 4, die wir auf dieser Seite für euch getestet haben.

Die Auswahl reicht von günstig bis kostspielig, allerdings haben wir einen verstärkten Fokus auf die Welle der Premium-Controller gesetzt, denn wenn ihr einfach nur etwas Normales braucht, das tadellos seinen Dienst verrichtet, wisst ihr im Grunde schon, welchen ihr euch holen solltet. Nämlich die Nummer eins in dieser Auflistung ...

PlayStation DualShock 4 Wireless Controller

Der Klassiker, das Original, seit ein paar Generationen in seiner Grundform kaum verändert, mittlerweile aber so gut wie nie zuvor. Wenn man mal von der Leuchtleiste an der Vorderseite absieht, die schon mal nerven kann, weil sie sich ständig im Fernseher spiegelt. Kann man zum Glück etwas runterregeln, aber weg ist es nie. Dafür erste Wahl dieser Liste, wenn man auch VR damit spielen will, denn abgesehen vom Scuf Impact, der uns nicht überzeugte, verfügt keiner der hier vorgestellten Controller dieses Licht oder die Gyro-Sensoren.

Damit - und weil viele der teureren Geräte zumindest einen Makel haben, der es schwierig macht, ihren Preis zu rechtfertigen - ist der mehr als nur solide DualShock 4 unser Preis-Leistungssieger. Erhältlich ist der Controller von Sony in verschiedenen Farben.

DualShock 4 - Test

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1
Die alte Dame, immer noch gut und ihre 60 Euro wert.

Snakebyte Game:Pad 4 S Wireless

Mit mittlerweile nur noch wenig mehr als 30 Euro ein Schnäppchen und im Grunde tadellos, wenngleich ohne Leuchtleiste, mit recht lauten vorderen Schultertasten und seltsam beschrifteter Face Buttons statt der üblichen Symbole von Kreuz bis Kreis. Die eine oder andere nette Farbvariante ist dabei. Der typische Reserve-Controller, wenn mal wieder Besuch da ist. Dann wiederum könnte man auch gleich einen frischen DualShock kaufen. Da weiß man was man hat, und wenn der alte ein wenig schraddelig geworden ist, ist der als Gäste-Joypad immer noch gut genug. Und jetzt tut bloß nicht so, als hätten die das nicht verdient!

Snakebyte Game:Pad 4 S Wireless - Test

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2
Sicher, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Grau/Orange geht aber in Ordnung. Und sonst gibt es ja immer noch Schwarz und Weiß.

SCUF Impact

Das war mein Obiwan-Moment letztes Jahr: "Du warst der Auserwählte ...". Auf dem Papier war dieser Hoffnungsträger der Idealfall eines Premium-Controllers für die PS4: Ein komplett konfigurierbares Pad ohne große Experimente bei der DualShock-Form und ohne Einschränkungen beim Feature-Umfang. Etwas größer zwar, aber genau so ergonomisch. Auf der Webseite des Herstellers bastelt man ihn sich selbst so zusammen wie man ihn haben möchte ... und dann kam in meinem Fall ein Pad mit scharfen Kanten und dem schwammigsten Steuerkreuz und schwachbrüstigsten Buttons dabei heraus, die ich seit langem unter den Fingern hatte. Schade um die vielen guten Einfälle und die guten Paddles an der Rückseite, aber zum Preis von weit über 100 Euro ist er nicht zu gebrauchen.

Scuf Impact PS4 Controller - Test

3
Es hätte so schön mit uns werden können ...

Nacon Revolution Pro Controller 3

Solider, verkabelter Controller ohne Licht und Bewegungssteuerung, aber mit guter Software und allgemein ordentlicher Verarbeitung. Leider mit arg verunglückten Zusatztasten. Die extrem leichtgängigen Sticks muss man schon mögen, sonst wird's nichts mit dem Gaming-Glück. Trotzdem ganz ordentliche Arbeit, die Nacon da liefert, wenngleich man für die dritte Ausgabe dieses Joypads durchaus etwas mehr als "ganz okay zu dem Preis" erwarten durfte.

Nacon Revolution Pro Controller 3 - Test

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4

Thrustmaster eSwap Pro Controller

Das hässliche Entlein im Testfeld: Ein verkabelter, modularer Controller von großer Anpassungsfreude und toller Verarbeitung, der nicht so recht wusste, wie er sich kleiden sollte. Was ich sagen will: Schön ist er nicht, aber dass er gut ist, daran hinterließ er in einer intensiven 50-stündigen Test-Session keinen Zweifel. Leider sind die rückwärtigen Zusatztasten nur am PC zu konfigurieren, überdies zu klein und zur Hälfte nicht gut zu erreichen. Dafür sind die Mikroschalter unter fast jedem digitalen Steuerelement zum dahinschmelzen gut und das Umstecken und Tauschen von Sticks und Steuerkreuz ist fabelhaft gelöst.

Thrustmaster eSwap Pro Controller - Test

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5
Wie gesagt, schön ist nicht. Das heißt aber nicht, dass er schlecht wäre.

Razer Raiju Tournament Edition

Nach mehreren Firmware-Updates ist der Raiju in der Tournament-Edition ein überaus zufriedenstellender Controller, der vor allem in weiß toll aussieht und sowohl drahtlos per Bluetooth als auch verkabelt gute Dienste tut. Per Smartphone-App konfiguriert man ihn im Grunde jederzeit und überall, die Zusatzstasten liegen optimal und überhaupt fasst man ihn sehr gerne an. Schöne Mikroschalter unter fast allen Tasten schmeicheln den Daumen und mechanische Trigger-Stops verkürzen für Shooter-Fans den Hub der hinteren Schultertasten. Ich habe wirklich nichts hieran auszusetzen - außer dass man im drahtlosen Modus kein Kabel-Headset an ihn anschließen darf.

Razer Raiju Tournament Edition - Test

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6
Anfassen bitte!

Astro Gaming C40 Tournament Ready

Der C40 ist der teuerste PS4-/PC-kompatible Controller im Testfeld, fühlt sich aber auch extrem wertig an, wenn man ihn in die Hand nimmt. Sein modularer Aufbau erlaubt - wie schon beim eSwap - den Tausch der Sticks und des D-Pads, wenngleich hier ein (mitgelieferter) Schraubenzieher benötigt wird. Trigger-Stops, perfekte Performance mit oder ohne Kabel und guter Zubehör-Lieferumfang, unter anderem ein Transport-Case und wechselbare Stick-Kappen, sprechen für den C40 ebenso wie die Software, die sogar einen Equalizer für die Kopfhörerbuchse mitbringt. Selbst Sprachchat-Sidetone ist zuschaltbar. Das ist vorbildlich. Das Steuerkreuz ist nahezu perfekt und mit Mikroschaltern unterlegt, was man von den Face-Buttons leider nicht sagen kann. Die haben "nur" die besten Rubberdomes (klicken also nicht), die wir bisher erleben durften. Toll ist auch das schnelle Umbelegen der beiden Sondertasten, was binnen Sekunden möglich ist. Ein teurer, aber attraktiver Controller mit Premium-Feeling.

Astro Gaming C40 Tournament Ready - Test

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7
Der teuerste Controller im Testfeld fühlt sich auch am wertigsten an: Der Astro C40.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel. test

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