Die PlayStation-Plus-Spiele im März 2020: Shadow of the Colossus und Sonic Forces

Ehrfurcht - das Spiel!

Update vom 2. März: An dieser Stelle noch einmal die freundliche Erinnerung, sich die Plus-Spiele des Monats Februar - siehe unten - noch zu sichern, bevor morgen die neuen Titel nachrücken. Viele von euch werden daran gedacht haben - aber man weiß ja nie, was einem so alles in die Parade fährt.

Ursprünglicher Artikel vom 27. Februar:

Ich meine, wir kennen das ja schon vom Februar - auch wenn er dieses Jahr eine Idee länger ist -, aber dieser Monat schien auch darüber hinaus besonders kurz. Stoppt mich, wenn euch mein allmonatliches "Wie schnell die Zeit vergeht" auf den Kranz geht, aber das geht wirklich auf keine Kuhhaut, wie die Wochen gerade verfliegen. Umso besser, schätze ich, bringen wir so doch die Winterschlaf-artige Dämmerphase vor der großen Spielelawine ein wenig schneller rum - und haben Gelegenheit, ein paar Klassiker nachzuholen oder mal wieder zu erleben.

Einer davon gesellt sich ab dem 3. März zu eurer PlayStation-Plus-Bibliothek, wie ich weiter unten schildern werde, ein absolutes Ausnahmespiel in seiner schönsten möglichen Form noch dazu. Aber zuerst die mal wieder fällige Erinnerung, sich bis zum 3. März die PS-Plus-Spiele des Monats Februar zu sichern, bevor sie mit der Ankunft der neuen Titel verschwinden. Die BioShock Collection, Sims 4 und Firewall Zero Hour bedienen verschiedenste Geschmäcker äußerst kompetent.

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Shadow of the Colossus

Ein Spiel, so sagenumwoben wie die mythischen Kreaturen, die man in ihm bezwingt. Shadow of the Colossus besitzt eine magische Strahlkraft, von der viele andere Titel nur träumen können, ist Poesie in Spielform und führt damals wie heute viele gängige Belohnungsmechanismen und antrainierte Spielerbefindlichkeiten ad absurdum.

Jeder neue Koloss, den niederzustrecken man in die Einsamkeit hinauszieht, macht mulmiger. Nicht nur, weil sie besonders unheimlich wären - was sie mitunter durchaus sind -, sondern weil man spürt, dass man etwas Falsches tut. Nicht auf die schadenfreudige "Weil ich es kann"-Art, die Spiele wie Grand Theft Auto oder andere Werke mit vergleichbaren Freiheiten so gerne herausfordern. Sondern auf die "Ich begehe hier gerade einen folgenschweren Fehler"-Art. Jeder Kampf ein erneutes Verbrechen gegen die Natur, so ist man sich fast sicher. Die Frage, ob man vielleicht längst zum Antagonisten in seinem eigenen Spiel geworden ist, schiebt man bis zum Ende immer wieder von sich fort. Auch, weil man die Antwort schon kennt, sie aber nicht hören will.

Dieses Ausnahmewerk bekommen wir nun als Hauptattraktion des PS Plus Monats März - und zwar in einem der besten Remakes, die dieses Medium kennt. So zumindest meine nicht ganz unkontroverse Meinung. Der eine oder andere sieht den neu hinzugewonnenen Detailgrad ein wenig kritisch, war dieser doch nicht Teil der ursprünglichen Vision der eigentlichen Entwickler. Mancher wähnt das Werk dadurch verfälscht und hätte sich lieber eine zurückhaltendere visuelle Politur und dafür weniger Vorlagentreue bei Steuerung und Kamera gewünscht, die hier fast unverändert störrisch daherkommen. Ich verstehe diesen Einwand, empfinde diese Welt aber nicht als eine andere als die, die ich vor 15 Jahren auf der PlayStation 2 erlebte.

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Ich gehe nach wie vor in meiner traurigen Queste auf, die droht, mich zum schlimmsten Ungeheuer dieser verlassenen Lande zu machen. Vor allem aber baut das Remake Berührungsängste ab und räumt technologische Hürden aus, die eine jüngere Generation von Spielern wohl nur schwerlich nehmen würden. Allein deshalb ist es ein wertvoller Beitrag - und es ist ja nicht so, dass uns irgendjemand das Original oder die HD-Remasters nehmen würde. Insofern: Freut euch darauf, Shadow oft he Colossus im März dank PlayStation Plus noch einmal in schöner - oder erstmals in einer respektvollen Neubearbeitung zu erleben.

Mehr Gedanken zum Remake verfasste zum Release Martin in seinem Shadow of the Colossus - Test.

Sonic Forces

Puh ... schwieriger Fall. Einerseits ist das Spiel nicht per se schlecht. Also im Wortsinne. Der Gedanke, seinen eigenen Sonic-Charakter zu bauen, mit dem man dann das Abenteuer an der Seite der etablierten Figuren erlebt, ist ein netter. Der Editor dafür ist ordentlich und man bekommt es tatsächlich hin, einen Avatar zu basteln, der aussieht, als gehörte er hier hinein. Dann verlebt man einige nette und durchaus aufregende Stages - nur damit die sich mit Levels abwechseln, die ihre Fallen unfair platzieren und wirken, als hätte man "last minute" noch die Arbeit eines beliebten Praktikanten in das Spiel quetschen wollen.

Es gibt durchaus einiges an Forces, dass man mögen kann und fast wollte ich schon schreiben, Frust und Freude lägen hier nahe beineinander. Aber das würde schlichtweg nicht stimmen, denn zwischen diesen beiden Extremen liegen diverse Schattierungen von "belanglos", die nur umso mehr hervorheben, warum von beiden Spielen anlässlich des 25. Geburtstags des Igels Sonic Mania dasjenige ist, über das die Leute heute noch sprechen.

Letzten Endes ist auch Sonic Forces einer der vielen irrlichternden Serieneinträge, die niemals eine Fortsetzung erfahren und im nächsten Spiel für einen anderen Ansatz fallengelassen werden. Eine Taktik die SEGA schon viel zu oft verfolgte. Anstatt auf guten Ideen aufzubauen - Sonic Lost World! - versucht man einfach direkt etwas anderes, nur weil nicht auf Anhieb alles optimal gelang.

Aber hey, diesen Monat ist Sonic Forces kostenlos und um ein bisschen Sonic-Luft zwischendurch zu schnuppern, ist es allemal gut genug. Im Detail könnt ihr das ja noch mal im Test zu Sonic Forces lesen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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