Apple Arcade: Die 10 besten Spiele für iPad und iPhone

Schöner spielt man auf dem iPad nirgends

Das hier war schon länger fällig, wenn man bedenkt, wie viel Zeit ich in den vergangenen Monaten in Apple Arcade versenkt habe. Gleichzeitig muss ich gestehen: Ich habe längst noch nicht alles gesehen, diverse Dinge, von Little Orpheus bis hin zu neueren Titeln wie Nuts, Spire Blast und Oceanhorn Chronos Dungeon stehen mir noch bevor und zwischendrin ist auch immer wieder etwas durchgerutscht.

Deshalb ist diese Liste der zehn besten Spiele auf Apple Arcade nur der Anfang und die Sortierung unfassbar lose. Es handelt sich schlicht um die Spiele, die mir persönlich bisher am meisten Spaß gemacht haben, auch von der Core-Gamer-Perspektive aus gesehen. In der Zukunft werde ich sie in mal mehr, mal weniger regelmäßigen Abständen erweitern und aktualisieren, denn die Frequenz, in der hier neue und frische Spiele erscheinen, gibt das durchaus her.

Insofern: Erstmal viel Spaß mit meiner Orientierungshilfe zu den zehn besten Spielen auf Apple Arcade, so wie ich den Dienst bisher erlebt habe! Vielleicht hilft das dem einen oder anderen Arcade-Einsteiger, im Wust dieses umfassenden Katalogs, ein bisschen besser durchzusteigen.

Grindstone
Genre: Puzzle
Entwickler: Capybara
Controller-Support: Nein

Der vermutlich erste echte Hit von Apple Arcade, als der Dienst 2019 startete. Und bis heute ist Grindstone endlos motivierend. Wie sollte es auch anders sein, wenn es die Kanadier von Capybara nach den genialen Critter Crunch und Might & Magic: Clash of Heroes nach so langer Zeit zum Farben-Puzzler zurück zieht? Im Grunde ist alles ziemlich simpel: Zieht in einem Raster bunter Gegner für euren Barbaren eine möglichst lange, ununterbrochene Linie durch Monster gleicher Farbe. So erledigt ihr in dem anschließenden, komödiantisch hochwertigen Akt grotesker Comic-Brutalität möglichst viele auf einmal und erreicht schneller die erforderliche Kill-Zahl, um den Ausgang zu öffnen.

Und so geht das dann immer weiter, auch unter Zuhilfenahme diverser interessanter Extras. So befriedigend und unwiderstehlich, wie Luftpolsterfolie platzen zu lassen! Nur blutiger!

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Alba: A Wildlife Adventure
Genre: Adventure
Entwickler: Ustwo Games
Controller-Support: Ja

Alba ist ein kleines Adventure-Juwel, vor allem, wenn man sich in Zeiten von Corona fast täglich an ferne Strände wegsehnt. Wie Ustwo hier eine dichte Mittelmeeratmosphäre aufbaut, ist angesichts der niedlich stilisierten Grafik extrem beeindruckend. Spielerisch ist der tiefenentspannende Titel um die Rettung eines Naturschutzgebietes auf einer spanischen Insel simpel genug gehalten, um ihn mit Nachwuchs ab vier Jahren zusammen abzufeiern: Müll aufsammeln, Vögel und andere Tiere fotografieren, sich einfach in schöner Umgebung seiner eigenen Kindheit und einfacherer Zeiten erinnern. Urlaub für Kopf und Daumen.

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The Last Campfire
Genre: Adventure
Entwickler: Hello Games
Controller-Support: Ja

Hello Games nahm für The Last Campfire zwei befreundete Designer unter die Fittiche, die bei Frontier schon mit Lost Winds auf sich aufmerksam gemacht hatten, und half ihnen bei der Fertigstellung eines ganz besonderen kleinen Adventures. The Last Campfire wickelt mit betörender melancholischer Note direkt um den Finger. In meinem Test zu The Last Campfire erfahrt ihr mehr Einzelheiten zu dieser kleinen Perle, an dieser Stelle sei nur nochmal eine warme Empfehlung für dieses schön traditionelle und optisch sehr ansprechende Puzzle-Adventure ausgesprochen, das unterstreicht, wie weit klassisches Gaming auf iOS mittlerweile gekommen ist.

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A Monster's Expedition
Genre: Puzzle-Adventure
Entwickler: Draknek & Friends
Controller-Support: Ja

Gut möglich, dass das hier die schönste Art ist, Sokoban zu spielen, die ich je gesehen habe. Und das waren einige. Natürlich ist es streng genommen nicht wirklich Sokoban, aber die Logik hinter dieser Serie an Rätsel-Inseln, auf denen man Baumstämme in vier Richtungen rollt oder kippt, kommt einem schon sehr bekannt vor, denn sie drückt die gleichen Knöpfe im Spieler, alles in eine bestimmte Ordnung zu bringen. Es dauert nicht allzu lange, da hat man seinen ersten Wow-Moment, der das Konzept stark erweitert, aber den zu entdecken, überlasse ich euch: Ihr müsst nur wissen, dass das hier ein wunderbar entspannendes, elegantes und scheinbar niemals endendes Puzzle ist, das sich zu entschlüsseln lohnt.

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The Pathless
Genre: Action-Adventure
Entwickler: Giant Squid
Controller-Support: Ja

Noch so eines wie The Last Campfire: Ein Spiel, das man sonst so nur auf Konsole erwartet hätte und mit Stil und grundsoliden klassischen Gameplay-Elementen überzeugt. The Pathless steht eher in der Tradition von Action-Adventures der Marke Shadow of the Colossus, fließt aber sehr viel fluffiger vor sich hin. Es liegt viel Anmut in den Bewegungen der Jägerin, die ihr steuert, und die Implementierung des Adler-Sidekicks ist ebenso spielerisch wie emotional wertvoll. Nach Abzu ein weiteres interessantes Werk von Giant Squid und eines von der Sorte, in das sich auch Konsolenspieler gerne stundenweise einwickeln.

Mehr Infos lest ihr in meinem Test zu The Pathless.

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Crossy Road Castle
Genre: Koop-Jump 'n' Run
Entwickler: Hipster Whale
Controller-Support: Ja

Auch in Sachen Hüpfer ist Apple Arcade gut aufgestellt. Der Frogger-Klon Crossy Road von Hipster Whale dürfte ja schon seit einer Weile ein Begriff sein, mit dem Castle-Ableger erschuf das Studio aber nun einen charmanten Ein-Raum-Plattformer für bis zu vier Spieler zugleich, der sich immer verändert. Auch lokal am selben iPad kommt hier wahnsinnig viel Freude auf: Das Spiel fühlt sich gut an, ist durchaus präzise und zusammen ohne Unterlass Raum um Raum einen Turm zu erklimmen, ist so motivierend, dass es schwer ist, einen Absprungpunkt zu finden, um mal etwas anderes zu machen. Richtig, richtig toll!

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Schwertchens Abenteuer - Slash Quest
Genre: Action-Adventure
Entwickler: Noodlecake Studios
Controller-Support: Ja

Ein Spiel, bei dem man erstmal auf die Idee kommen könnte, es ein wenig zu belächeln - der Pastell-Look und die limitierte Steuerung sehen nach etwas aus, bei dem Core-Spieler für gewöhnlich die Nase rümpfen - "klassisches Touch-Spiel", denkt sich der Spielkultur-Snob schonmal ... und verpasst dann eines der lustigsten und cleversten Action-Adventures, die man auf Apple Arcade spielen kann. Mithilfe des sprechenden "Schwertchen" häckselt und rätselt ihr euch durch clever aufgezogene Landschaften und lacht mal um mal über den absurden Slapstick, den das Links-rechts-Geschwinge mit der mal wachsenden, mal schrumpfenden Zauberklinge unterwegs so abwirft. Kleines, großes Schätzchen, dieses Schwertchen.

Mehr zum Titel schrieb ich vor einer Weile in einem separaten Artikel über Slash Quest.

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Mini Motorways
Genre: Puzzle
Entwickler: Dinosaur Polo Club
Controller-Support: Ja, aber unnötig

Mini Metro war schon ein veritabler Hit, nach ähnlichem Konzept zieht ihr im Nachfolger nun mit dem Finger überirdische Betoninfrastruktur über wundervoll stilisierte Karten, um Autoreisende zu farblich kodierten Zielen zu bringen. Wechselnde Destinationen sowie neue Möglichkeiten wie Ampeln, Brücken oder Autobahnen lassen euch regelmäßig eure Stadtplanung überdenken und nach anfänglicher Tiefenentspannung setzt irgendwann das Gegenteil ein. Egal, wie sehr einen die stilsichere Art-Direction und die sanften Klänge einlullen: Mini Motorways wird irgendwann extrem spannender Stress.

Wenn nach und nach die Wege zu lang werden und Reisende nicht rechtzeitig ankommen, erweisen sich frühere Geistesblitze plötzlich als fatale Flaschenhälse und bringen irgendwann euer stolz aufgezogenes Mobilitätskonzept zum Zusammenbruch. Diese Art der Eskalation macht süchtig!

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Creaks
Genre: Platform-Adventure
Entwickler: Amanita Design
Controller-Support: Ja

Amanita Design bringt nach dem ebenfalls gelungenen Pilgrims schon sein zweites Spiel auf Apple Arcade heraus: Creaks gibt sich ebenso fantasievoll wie die Klassiker von Machinarium bis Samorost, ist aber ungewohnt duster, wenn ihr durch einen Riss eurer Zimmerwand plötzlich eine abseitige Unterwelt hinabsteigt. Horror ist das zwar nicht, aber faszinierend morbide allemal. Allzu viel Geschick wird euch hier nicht abverlangt, eher ein bisschen Hirnschmalz bei der Navigation dieser unterirdischen Zivilisation und beim Austricksen mechanischer Wachhunde und dergleichen. Stil und Stimmung sind wahnsinnig dicht und tragen unverkennbar die Handschrift der Tschechen. Spielt sich flott und einnehmend. Dringende Anspielempfehlung!

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Shantae and the Seven Sirens
Genre: Jump 'n' Run
Entwickler: WayForward
Controller-Support: Ja

Zugegeben: Das jüngste Shantae scheint bei seinem Balancing zu berücksichtigen, dass es nicht wenige mit Touch-Kontrollen spielen werden - das merkt man vor allem, wenn man mit dem Controller spielt. In dem Fall scheint WayForwards Jump-and-Run deutlich zu einfach, weil es einen mit Ressourcen überschüttet, die das Vorankommen beinahe trivial machen. Trotzdem kann das kaum beirren, denn das Spiel an sich ist wie von dem Experten für coole Hüpfer gewohnt wunderbar verspielt und genügt in Sachen Handhabung höchsten Ansprüchen. Der Spielwitz ist bei einem Shantae ohnehin garantiert. Seven Sirens mag nicht der beste Teil der Reihe sein, ist aber selbst mit nur kniehohem Anforderungsprofil in jeder Spielebibliothek ein sicherer Griff, wenn man einem der Sinn nach einem klassischen, farbenfrohen Platformer steht.

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Wie steht's mit euch? Was sind eure Favoriten bei Apple Arcade? Tipps, welche Spiele ich mir für die Erweiterung dieser Liste anschauen sollte, sind wärmstens willkommen!

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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