Control Ultimate Edition - PS5 und Xbox Series X/S im Vergleich: Ein enges Rennen

Wer hat die Nase vorne?

Remedys Ultimate Edition von Control ist jetzt für die Next-Gen-Konsolen (oder Current-Gen?) erhältlich und stellt eine umfangreiche Überarbeitung des Originals von 2019 dar. Control ist ein Spiel, das wie für die neuen Geräte gemacht ist. Es enthält die Originalversion mit DLCs, bietet 60 Bilder pro Sekunde sowie 30 Bilder pro Sekunde im Raytracing-Modus. Die technologischen Einschränkungen der Last-Gen-Geräte werden mühelos überwunden und die neuen Konsolen-Editionen bieten mehr als nur einen Vorgeschmack auf die PC-Version des Spiels - aber sehen wir eine Plattform-Parität bei den neuen Sony- und Microsoft-Systemen?

Remedy selbst hat bereits die vollständigen Spezifikationen der neuen Versionen bekannt gegeben, die im Wesentlichen auf Folgendes hinauslaufen: PlayStation 5 und Xbox Series X laufen mit einer nativen 1440p-Auflösung (ohne dynamische Auflösungsskalierung) mit einem temporalen Upscaling auf 2160p. Die Grafik- und Leistungsmodi sind im Wesentlichen ein An/Aus-Schalter für die Raytracing-Unterstützung, die RT-Reflexionen auf undurchsichtigen und gläsernen Oberflächen hinzufügt. RT begrenzt euch auf maximal 30fps, während die Deaktivierung diese Einschränkung aufhebt. Der Leistungsmodus wird nur durch sein 60Hz-V-Sync begrenzt. Es gibt einen interessanten Nebeneffekt: Wenn ihr den Fotomodus im Spiel aktiviert, wird die 30fps-Begrenzung im RT-Modus aufgehoben, was die Tür zu einer Art potenziellem Benchmark öffnet, den wir zu gegebener Zeit genauer unter die Lupe nehmen werden.

Wie sich PS5, Xbox Series X und Xbox Series S im Vergleich schlagen.

Ohne zu viel zu verraten: es ist klar, dass Control im RT-Grafikmodus eine signifikante Menge an Spielraum jenseits von 30fps hat (aber größtenteils nicht in der Nähe von 60fps, das sollte man betonen). Das Ergebnis ist, dass im Standard-Gameplay sowohl Xbox Series X als auch PlayStation 5 ihre Ziel-Framerate von 30 einhalten. Der einzige Ausreißer ist ein unpassendes Frame-Pacing in sehr seltenen Szenarien, aber ansonsten ist es fast fehlerfrei. In puncto Qualitätseinstellungen und visuelle Features sehen Series X und PlayStation 5 wie aus einem Guss aus - mit nur einem kleinen Unterschied bei den Gamma-Werten. Bei Control auf der PS5 (und anscheinend auch anderen Titeln) scheint es "Crushed Blacks" - schwarze Bereiche sind noch dunkler - und eine allgemein dunklere Darstellung zu geben. Screenshots auf Systemebene zeigen dasselbe, was ein Capture-Problem ausschließt.

Außerdem zeigt die Series X einige Ruckler, die auf der PS5 nicht zu sehen sind - unabhängig davon, ob der Grafik- oder Leistungsmodus eingestellt ist. Es tritt beim Auftauchen von UI-Elementen auf dem Bildschirm und bei der Durchquerung der Level auf und kann ablenkend wirken. Unserem Verständnis nach will Remedy dies in einem zukünftigen Patch beheben, aber es ist der einzige Schönheitsfehler in einem ansonsten sehr polierten 30fps-Erlebnis mit einigen schönen RT-Effekten.

Digital Foundrys Tech-Review zur Ultimate Edition von Control.

Der Performance-Modus zielt unterdessen darauf ab, Control mit 60 Bildern pro Sekunde auszuführen. Im Großen und Ganzen ist dies ein exzellentes Erlebnis, unabhängig davon, auf welchem System ihr spielt, und in Bezug auf die reine Spielbarkeit ist es der beste Weg, das Spiel zu genießen. An diesem Punkt können wir auch die Xbox Series S in Betracht ziehen. Ihr fehlt der RT-Modus mit 30 Bildern pro Sekunde und sie zielt nur auf die Leistung ab, indem sie ein Erlebnis mit 60 Bildern pro Sekunde bei nativen 900p liefert - mit einem temporalen Upscaling auf 1080p. Durch die reduzierte Auflösung verliert das Spiel zwar an Präzision bei der Darstellung, aber das Gameplay ist immer noch Gold wert und kann sich mit der Xbox Series X und der PlayStation 5 messen.

Alle drei Systeme weisen ein sehr ähnliches Leistungsprofil auf: Die Action ist schnell und flüssig, nur die bildschirmfüllenden Effekte sorgen für Einbrüche in den mittleren 50fps-Bereich, wenn sich das Chaos auf dem Bildschirm abspielt. Aufgrund der dynamischen Natur des Spiels ist es nicht einfach, eine Rangliste der Konsolen aufzustellen - es scheint, dass die Series X in einigen Szenarien die PlayStation 5 übertreffen kann, während in anderen das Gegenteil der Fall ist. Die Xbox Series S scheint insgesamt am wenigsten konsistent zu sein, aber nur mit einem sehr geringen Abstand. Das auffälligste Problem ist hier das Xbox-Stottern, das zusätzlich zu den bereits vorhandenen Framerate-Einbrüchen für Hänger sorgt, genau wie im 30fps-Modus der Series X. Hier ist es vielleicht ein größeres Problem, da Abweichungen von einer 16ms-Frame-Time im Vergleich zu einer 33ms-Frame-Time auffälliger sind. Es scheint ein Überbleibsel der Last-Gen-Systeme zu sein, aber dennoch ist es seltsam, dass die PlayStation 5 das Problem nicht zu haben scheint, und wir hoffen, dass es auf Xbox-Konsolen mit einem Update aus dem Weg geräumt wird.

Im Endeffekt ist Control auf PS5- und Xbox-Konsolen ein großartiges Spiel - wenn auch nicht ganz das definitive Erlebnis. Dafür braucht ihr immer noch einen PC mit einer leistungsstarken RTX-Karte, wo das DLSS-KI-Upscaling das Rendering der nativen Auflösung übertreffen kann und den komplette Schwung an Raytracing-Effekten liefert. Wie dem auch sei, das Spiel selbst ist so fesselnd wie eh und je, und das Upgrade gegenüber den Last-Gen-Konsolenversionen ist gelinde gesagt tiefgreifend. Unabhängig davon, welche Konsole ihr habt, ist es sehr zu empfehlen.

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Über den Autor:

Thomas Morgan

Thomas Morgan

Senior Staff Writer, Digital Foundry  |  cataferal

32-bit era nostalgic and gadget enthusiast Tom has been writing for Eurogamer and Digital Foundry since 2011. His favourite games include Gitaroo Man, F-Zero GX and StarCraft 2.

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