Google stampft seine Stadia-Entwicklerstudios ein, der Streaming-Dienst läuft aber weiter

Die Technologie wird anderen Publishern angeboten.

  • Google schließt seine Stadia-Entwicklerstudios
  • Mit intern entwickelten, Stadia-exklusiven Spielen ist nicht mehr zu rechnen
  • Der Streaming-Dienst läuft normal weiter

Googles Stadia sollte das große neue Ding in der Gaming-Branche werden, als es vor rund 14 Monaten an den Start ging.

Nun, aus diesem ambitionierten Vorhaben wurde nicht viel und heute sind wir an dem Punkt angelangt, an dem Google seine Strategie überdenkt.

Das fängt damit an, dass der Tech-Gigant seine internen Stadia-Entwicklerstudios eingestampft hat und seine Technologie anderen Publishern zur Verfügung stellt.

In einem Blogeintrag bestätigt Stadias General Manager Phil Harrison das Aus für die Entwicklerstudios in Montreal und Los Angeles, somit ist auch nicht mehr mit den geplanten Stadia-Exklusivtiteln zu rechnen, die neue Nutzer und Nutzerinnen anlocken sollten.

"Um erstklassige Spiele von Grund auf zu entwickeln, bedarf es vieler Jahre und erheblicher Investitionen, und die Kosten steigen exponentiell an", schreibt er. "Da wir uns darauf konzentrieren, auf der bewährten Technologie von Stadia aufzubauen sowie unsere Geschäftspartnerschaften zu vertiefen, haben wir entschieden, dass wir über die kurzfristig geplanten Spiele hinaus nicht weiter in die Bereitstellung exklusiver Inhalte unseres internen Entwicklungsteams SG&E investieren werden."

Nach Angaben von Google werden den "meisten" betroffenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Zuge dessen neue Jobs bei Google angeboten, insgesamt sind um die 150 Menschen betroffen. Jade Raymond, die im Jahr 2018 von EA Motive zu Google Stadia wechselte, hat nach Angaben von Kotaku das Unternehmen wieder verlassen.

Auf den vorhandenen Streaming-Dienst von Stadia wirkt sich das erst einmal nicht aus, der läuft weiter wie bisher.

Dass man seine Technologie anderen Unternehmen anbietet, heißt in dem Fall, dass diese damit eigene Streaming-Plattformen aufbauen könnten.

"Wir glauben, dass dies der beste Weg ist, Stadia zu einem langfristigen, nachhaltigen Geschäft aufzubauen, das zum Wachstum der Branche beiträgt", sagt Harrison.

Seit dem Start hat Google durch Microsoft und Amazon auch ernsthafte Konkurrenz bekommen, zudem herrschte von Anfang an Skepsis und viele zweifelten am Geschäftsmodell von Stadia, bei dem jeder Titel einzeln zum Vollpreis gekauft werden muss.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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