Mehr Geld für mehr Buttons, aber lohnt sich das? PowerA Fusion Pro Wireless Controller für Switch Test

Unter anderem mehr Buttons verspricht der Fusion Pro Wireless Controller von PowerA für die Switch.

Zusätzliche Buttons, gute Verarbeitung, austauschbare Teile. Ein guter Controller, wenn euch mehr Knöpfe ein wenig mehr Geld wert sind.

Wenn ihr mehr Buttons an eurem Switch-Controller haben und diese mit den Funktionen anderer Buttons belegen möchtet, dann könnte PowerAs Fusion Pro Wireless Controller für Nintendos Konsole eine Alternative für euch sein. Der versucht sich mit seinen Paddles auf der Rückseite von der Konkurrenz abzuheben und euch so mehr Kontrolle und bessere Reaktionen zu geben. Aber ist das einen Hunderter wert?

Ein Vorteil des Fusion Pro Wireless ist für mich schon einmal, dass er grundsätzlich kabellos funktioniert. Kein langes Kabel durchs Wohnzimmer ziehen, einfach bequem auf die Couch setzen, den Button zur Synchronisierung drücken und ab geht die Post. Einziger, kleiner Nachteil dabei: Im Gegensatz zu den Original-Controllern auf der Switch seht ihr hier auf der Switch nicht den Ladestand des Akkus, direkt im System gibt es also keine Warnung, wenn der Strom zur Neige geht. Einzig die LED an der Vorderseite des Controllers neben dem USB-Anschluss weist darauf hin. Das Problem ist, dass ich die beim Spielen normalerweise nicht im Blick habe und es so nicht direkt erkenne. Nicht die optimalste Lösung, als zusätzliche LED auf der Oberseite wäre das besser gewesen.

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Das Design des PowerA Fusion Pro Wireless Controllers ist relativ gewöhnlich.

Der Fusion Pro ist griffig, nutzt aber Rubberdomes

Ansonsten versucht das Pad seinem Namen als Pro Controller gerecht zu werden. Die gummierten Griffe sorgen für einen guten Halt in euren Händen, die Verarbeitungsqualität ist im Großen und Ganzen gut bis sehr gut. Die Buttons klappern für meinen Geschmack ein klein wenig zu sehr, wenn ihr sie berührt oder den Controller dreht, ansonsten gibt's bei Sticks, D-Pad und den Schultertasten beziehungsweise Triggern wenig zu meckern. Alles funktioniert so, wie es sollte. PowerA setzt dabei auf Rubberdomes und nicht auf mechanische Switches für die Buttons und das D-Pad, was sich entsprechend auf das Klickgefühl auswirkt. Wer mechanische Switches bevorzugt, ist hier also falsch. Auf der Rückseite habt ihr zudem noch einen Schalter, mit dem ihr zwischen Bluetooth- und USB-Betrieb wechselt.

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Ein Blick auf die Rückseite des PowerA Fusion Pro Wireless Controllers.

Ebenso befindet sich dort ein weiterer Button, der für die Programmierung des abnehmbaren Pro Packs mit den Paddles gedacht ist. Die Funktionen anderer Tasten könnt ihr so auf die Paddles legen, um eventuell schneller oder besser Zugriff darauf zu haben. Die Programmierung ist dabei flott erledigt. Einfach den Button drei Sekunden gedrückt halten, bis die LED auf der Oberseite leuchtet, dann eine der normalen Funktionstasten drücken und dann das Paddle betätigen, auf das ihr diese legen möchtet. Ziemlich einfach und euer Setup bleibt im Speicher, bis ihr es zurücksetzt oder neu belegt.

Leicht ist der Fusion Pro nicht, aber er bringt austauschbare Teile mit

Zusammen mit dem Pro Pack wiegt der Controller rund 300 Gramm, er hat auf jeden Fall ein ordentliches Gewicht. Er unterstützt die Bewegungssteuerung, bietet dafür aber keine Vibrations- und NFC-Funktionen (Amiibo). Außerdem ist zu beachten, dass ein angeschlossenes Headset ausschließlich dann funktioniert, wenn der Controller mit Kabel betrieben wird. Eine Ladung des Akkus reicht für rund 20 Stunden Gameplay auf, mit dem drei Meter langen USB-Kabel könnt ihr den Controller dann auch wieder aufladen, während er in Benutzung ist.

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Eine austauschbare Faceplate und zwei zusätzliche Sticks sind beim PowerA Fusion Pro Wireless Controller gleich mit dabei.

Weiterhin bringt der Fusion Pro Wireless von Haus aus ein paar austauschbare Teile mit sich. Wer es ein wenig heller haben möchte, tauscht die schwarze Faceplate (mit schwarzen Anti-Friction-Ringen) gegen eine weiße (mit roten Anti-Friction-Ringen) aus. Zudem sind im Lieferumfang noch zwei alternative Analog-Sticks - einer mit einem konvexen und einer mit einem konkaven Aufsatz - sowie eine Abdeckplatte für die Rückseite enthalten, die die Lücke füllt, wenn ihr das Pro Pack entfernt. Alles davon lässt sich simpel und ohne große Hürden austauschen. Die schwarze Faceplate ist dezent anfällig für Fingerabdrücke, aber nicht so extrem wie beim PowerA Spectra Infinity Enhanced.

Ihr könnt den PowerA Fusion Pro Wireless Controller für Switch zum Beispiel bei Amazon.de bestellen.

PowerA Fusion Pro Wireless Controller für Switch Test - Fazit

Insgesamt liefert PowerA einen guten Controller ab, der in Sachen Verarbeitung und Komfort überzeugt. Ein grundsolides Paket, wenn ihr euch nicht an den Rubberdomes stört. Für mich nicht selbstverständlich sind die austauschbaren Sticks und eine alternative Faceplate, falls ihr euch am Schwarz sattgesehen habt. Definitive nice to have. Am Ende bietet der Fusion Pro Wireless mit seinen programmierbaren Zusatztasten also das, was von ihm zu erwarten ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Schade ist obendrein, dass ein Headset im Zusammenspiel mit dem Pad nur bei Kabelverbindung nutzbar ist und dass es keine Vibrationen gibt. Ob euch das dann einen Hunderter wert ist, müsst ihr letztlich selbst entscheiden.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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