Phil Spencer will branchenweite Emulationsstandards, um ältere Spiele besser zu erhalten

Für Phil Spencer ist die Emulation der einzige Weg, ältere Spiele zu erhalten. Nur müssten dafür auch andere Hersteller mitziehen.

Xbox-Chef Phil Spencer hält eine legale Form von Emulation für den besten Weg, um altere Spiele besser zu erhalten. Wenn die gesamte Spieleindustrie darauf hinarbeitet, könne sicher eine legale Lösung gefunden werden.

Alle müssen an einem Strang ziehen

In einem Gespräch mit Axios sprach sich Spencer für die Emulation von Spielen aus. Immerhin ist die Bewahrung alter Spiele und somit auch der Games-Kultur in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Veraltete Hardware und geschlossene Online-Dienste sorgen dafür, dass viele in die Jahre gekommenen Titel nach und nach nicht mehr zur Verfügung stehen.

Emulatoren ermöglichen es der neuen Hardware, die älteren Konsolen zu simulieren und so auch ältere Spiele auszuführen. Leider wird dieses Verfahren nicht in der gesamten Branche unterstützt, geschweige denn vereinheitlicht eingesetzt.

Zwar kann sich Xbox mit seiner Abwärtskompatibilität auf die Schulter klopfen, da es jedoch keinen einheitlichen Standard gibt, muss der Hersteller für jeden Titel die Rechte einfordern, um sie anzubieten. Eine branchenweite Emulationsnorm könnte dieses Problem lösen. Bisher haben die großen Konkurrenten PlayStation und Nintendo keine allzu großen Bemühungen in diese Richtung angestellt.

Es könnte alles so einfach sein...

Diese Woche hat Xbox im Rahmen des Geburtstagsevents angekündigt, dass nun weitere 76 Titel abwärtskompatibel spielbar sind - erstmal werden es aber die letzten aufgewärmten Games sein, wenn sich an der rechtlichen Lage nichts ändert.

"Ich denke, wir können aus der Geschichte lernen, wie wir durch die Kreativität hierhergekommen sind", sagte Spencer. "Ich liebe es in der Musik. Ich liebe es in Filmen und im Fernsehen, und es gibt gute Gründe dafür, dass die Spielebranche nachziehen möchte."

"Meine Hoffnung (und ich denke, ich muss das jetzt so darstellen) ist, dass wir als Industrie an einer legalen Emulation arbeiten, die es moderner Hardware erlaubt, jede (in einem vernünftigen Rahmen) ältere ausführbare Datei abzuspielen, damit man jedes Game spielen kann", so Spencer weiter.

"Ich denke, wenn wir am Ende sagen: 'Hey, jeder sollte in der Lage sein, jedes Spiel zu kaufen oder jedes Spiel zu besitzen und weiterzuspielen', dann wäre das ein großartiger Fortschritt für uns als Industrie", sagte er abschließend.

Bisher sticht Microsoft mit seinem Konzept der einfachen Abwärtskompatibilität heraus. Wenn es nach Phil Spencer geht, sollten auch andere Industrieriesen bald nachziehen und zusammen für die Bewahrung der alten Klassiker kämpfen.

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Über den Autor:

Melanie Weißmann

Melanie Weißmann

News-Redakteurin  |  Melancholia_Mel

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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