Skip to main content
Wenn du auf einen Link klickst und etwas kaufst, können wir eine kleine Provision erhalten. Zu unseren Richtlinien.

Dangbei Atom im Test: So überzeugend ist der Laser-Beamer mit Google TV

Kompakter geht es kaum.

Schick, kompakt, leise und bringt dennoch ordentlich Leistung und Qualität an die (Lein-)Wand. Besonders überrascht haben mich die guten Lautsprecher. Größter Kritikpunkt ist die etwas träge Fernbedienung.

Statt eines sperrigen Fernsehers lieber einen Beamer? Besonders die kleinen Geräte, die eine gute visuelle Leistung in einem möglichst kompakten Format mitbringen, sind derzeit gefragt. Auch der Dangbei Atom will als Einsteiger in der Laser-Projektoren-Welt Fuß fassen und macht dabei einen wirklich guten Job. Natürlich könnt ihr bei einem Laser-Beamer unter 1.000 Euro nicht erwarten, dass ihr ein Gerät ohne Kompromisse erhaltet - ein gelungenes Gesamtpaket ist das als "erster Laser-Beamer mit Google TV" angepriesene Gerät aber allemal.

Box und Zubehör: In einem unerwartet kleinen Karton fand ich den Dangbei Atom vor. Recht simpel verpackt, holte ich den DLP-Laser-Beamer, eine Fernbedienung, das Netzteil und eine Bedienungsanleitung heraus. Nicht im Paket dabei waren Batterien für die Fernbedienung - hier wäre mit ein aufladbares Gerät ohnehin lieber gewesen - sowie einen Ständer für den Beamer. Den habe ich zum Glück nicht gebraucht, denn ich habe den Dangbei Atom in ein hohes Regalfach von meinem Kallax gestellt. Und ja, durch seine kompakte Form passt der Beamer dort wunderbar hinein und hat noch viel Luft für Lautsprecher und Lüftung.

Design und Verarbeitung: Bereits beim ersten Anfassen des Dangbei Atoms ist klar, dass es sich hierbei um ein gut verarbeitetes Gerät handelt. Das dunkelgraue Aluminium fühlt sich glatt, ja schon fast samtig an, und wiegt mit seinen knapp 1,3 Kilogramm so gut wie gar nicht. Hoch ist der Dangbei Atom 4,75 Zentimeter und Länge sowie Breite betragen 19,5 Zentimeter. Mit Leichtigkeit habt ihr den Beamer auf ein Regal gehoben und das Kabel des Netzteils bietet eine ordentliche Länge, damit die Steckdose auch mal ein paar Meter wegstehen darf. Stabil steht das Gerät auf einem Gummiring am Boden des Beamers, damit dieser nicht so schnell von der Stelle rutscht. Allerdings fängt das Gummi auch viel Staub. Der schlichte, aber doch edle Dangbei Atom macht sich mit seinem Design in jedem Zimmer gut und dürfte optisch weder stören noch auffallen.

Dangbei Atom Laser-Beamer im Test

Die Fernbedienung passt perfekt zum Beamer. Klein, schlicht und leicht liegt die kleine graue Stange weich in meiner Hand. Die Knöpfe lassen sich leicht drücken und fühlen sich wunderbar weich an. Beleuchtet sind die Tasten allerdings nicht. Auf ihr könnt ihr durch das Menü des Beamers navigieren, die Lautstärke anpassen oder durch drei Knöpfe direkt auf Netflix, YouTube oder Amazon Prime Video schalten. Auch den Google Assistant könnt ihr direkt einschalten und natürlich gibt es einen Power-Button. An der rechten Seite findet ihr zudem Schalter, mit dem ihr die Schärfe des Beamers einstellen könnt. Die Helligkeit lässt sich leider nicht direkt an der Fernbedienung ändern, was ich sehr schade finde.

Performance: Eingerichtet ist der Dangbei Atom schnell. Dank Google TV geht das mit Google Home oder dem Google-Konto echt flott. Viele automatisierte Vorgänge helfen dabei, die richtige Schärfe, Bildgröße und vor allem ein gerades Bild herzustellen. Von Netflix bis hin zur ARD Mediathek könnt ihr auf jede App im Google Play Store zugreifen und auch andere Geräte verbinden. So etwa Konsolen, Laptops oder USB-Sticks mit dem HDMI- und dem USB-Anschluss auf der Rückseite des Beamers. Per Chromecast könnt ihr dann auch Tablets und Smartphones verbinden, die sich im selben Netzwerk befinden. Bluetooth ermöglicht es euch Lautsptrecher-Systeme oder Kopfhörer anzuschließen. Das funktioniert auch reibungslos.

Etwas Kritik habe ich an den Reaktionszeiten der Fernbedienung. Das Navigieren fühlt sich manchmal etwas zäh an, da die Eingabe nicht direkt, sondern oft mit einer minimalen Verzögerung registriert wird. Vielleicht sind die 2 GB RAM des Dangbei Atom dann doch etwas knapp berechnet? Ansonsten wirken die Vorgänge flüssig. Zudem besitzt der Beamer 32 GB internen Speicher für zahllose Apps und ein paar heruntergeladene Filme. Der Autofokus hatte kurzzeitig Probleme beim Scharfstellen, bis ich herausfand, dass ich die Schutzfolie vor der Linse noch gar nicht abgezogen hatte. Danach hat sich dieses Problemchen völlig in Luft aufgelöst.

Generell ist die Darstellungsqualität für dieses Preissegment wirklich toll. Und das sage ich, obwohl ich den Beamer nur auf meiner feinkörnigen Raufasertapete ausprobieren konnte - nicht jeder besitzt mal eben eine Leinwand oder darf eine solche in einer Mietwohnung überhaupt anbringen. Trotz dieser Hürde, vor der ich auch ein wenig Angst hatte, konnte mich der Dangbei Atom farblich, von den Kontrasten, der Schärfe und der Helligkeit her überzeugen.

Mein Abstand zur Wand beträgt für den Test etwa 2,6 Meter, was ungefähr den empfohlenen 100 Zoll Bildgröße entspricht. Ihr könnt aber durch das Umstellen des Beamers 60 oder sogar 120 Zoll erreichen. An der Linse könnt ihr die Bildgröße leider nicht einstellen, dafür ist es möglich, das Bild in den Einstellungen etwas zu schrumpfen. Das war mein Lebensretter, denn ansonsten, hätte ich einen halben Meter vom Bild auf der Badezimmertür gesehen.

Mit bis zu 1200 ISO Lumen bietet der Beamer ein helles Bild, selbst mit etwas Umgebungslicht. Bei oberster Helligkeitsstufe hat sich ein feines Rauschen bemerkbar gemacht. HDR10 und HLG hat der Dangbei Atom an Bord und Sättigung, Kontrast sowie Farbtemperatur könnt ihr zusätzlich manuell einstellen. Ich habe die Farben als voll empfunden, es gab keine Farbsäume, das Schwarz hätte jedoch noch etwas kräftiger sein können. Bei wirklich dunklen Szenen mit vielen Schatten hat sich dann die Raufasertapete als Störenfried erwiesen und in den düsteren Szenen in der Netflix-Serie Dark ein wenig zu viel Licht geschluckt. Nachdem ich die Kontraste mininmal in den Einstellungen angepasst hatte, war davon kaum noch etwas merkbar. Mit einer ordentlichen Leinwand dürfte ein solches Problem gar nicht erst auftreten.

Auch wer gelegentlich zocken will, kann vom Dangbei Atom profitieren. Mal einen Mario-Kart-Abend mit Freunden oder ein bisschen sorgenfrei Daddeln ist kein Problem. Hierfür reichen Full-HD-Auflösung und 60Hz locker aus. Wer kompetitiv zocken will, könnte mit den FPS und dem Input-Lag an die Grenzen des Ertragbaren stoßen; wer hochauflösende High-End-Grafik will, sollte sich ebenfalls in einer höheren Preisklasse umschauen.

Der Sound des Dangbei Atom ist überraschend gut. Die beiden 5W-Lautsprecher an den Seiten sind laut genug, um mein kleines Wohnzimmer zu beschallen und bieten eine ausreichende Klangqualität. Selbst auf der höchsten Lautstärke übersteuert der Ton nicht und klingt angenehm ausbalanciert. Mit mehreren Audio-Modi könnt ihr den Ton optimal für Filme, Gaming oder Musik einstellen. Klar ist das kein Hi-Fi-Heimkonierlebnis, aber dafür gibt es ja genügend Schnittstellen, um entsprechende Hardware anzuschließen. Betriebsgeräusche sind mir in mehreren Wochen nicht einmal aufgefallen. Klar, der Lüfter arbeitet, aber das wirklich überraschend und erfreulich unauffällig mit seinen maximal 24 Dezibel. Lasst ihr den Dangbei Atom ein paar Stunden laufen, wird er warm, aber heiß habe ich ihn nie erlebt.

Software und Features: Als jemand, der bereits ein Chromebook und ein Google Pixel besitzt, reiht sich der Dangbei Atom mit Google TV wunderbar in meine Welt aus Google-Geräten ein. Das Betriebssystem funktioniert schnell und zuverlässig und ist zudem einfach zu verstehen. Besonders tolle Funktionen des Beamers sind außerdem der Augenschonmodus, der das Bild abblendet, sobald sich etwas in die Linse hinein bewegt. Denn egal, mit welcher Helligkeit, das Licht sticht schon ganz ordentlich im Auge, wenn man doch mal hineinschaut. Daneben kann das Gerät Hindernisse erkennen und bei der Projektion vermeiden und ihr könnt sogar 3D-Inhalte ansehen, sofern ihr eine passende Brille dafür besitzt. Besonders stromsparend ist der Dangbei Atom mit 80W auch noch.


Den Dangbei Atom könnt ihr bei Amazon kaufen. Hier erhaltet ihr in den ersten Wochen einen saftigen Rabatt von 150 Euro, den ihr direkt auf der Produktseite anwenden könnt.

Dangbei Atom - Fazit

Der Dangbei Atom ist ein tolles Gesamtpaket, mit wenigen störenden Abstrichen. Kompromisse gibt es beim Zocken, bei der Reaktionszeit der Fernbedienung, sowie eine fehlende Helligkeitseinstellung direkt an dieser. Wenn ihr, wie ich, eine Raufasertapete nutzt, könnt ihr kein perfektes Bild erwarten - ein gutes aber schon. Klar kann man jetzt bemängeln, dass keine Batterien beigelegt wurden, doch ganz unüblich ist das ja nicht. Über eine wiederaufladbare Fernbedienung hätte ich mich aber noch mehr gefreut. Besonders unter Berücksichtigung des relativ geringen Preises erhaltet ihr ein gutes Bild mit schönen Farben, sogar auf der nackten Wand, und einen erstaunlich guten Ton. Das kompakte Format passt auf kleine Beistelltische, in Regalfächer oder für den Transport in die meisten Taschen und wiegt im Vergleich zu anderen Geräten wirklich wenig.

Dangbei Atom
PROCONTRA
  • Selbst bei etwas Umgebungslicht gute Ergebnisse
  • Schöne Farben
  • Schickes, schlankes Design
  • Wirklich brauchbare Lautsprecher
  • Ausreichend anschlüsse und Verbindungsmöglichkeiten
  • Gut transportierbar, an vielen Orten nutzbar
  • Navigation läuft etwas träge
  • Helligkeit kann nicht an der Fernbedienung geändert werden
  • Keine beigelegten Batterien, kein Ständer
  • Nicht ideal zum zocken, nur FHD und 60Hz

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Verwandte Themen
Über den Autor
Melanie Weißmann Avatar

Melanie Weißmann

Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.
Kommentare