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Logitech G Yeti GX im Test - Der Preis schreckt mich ab

Der große Bruder des Orb.

Logitech liefert eine sehr gute Mikrofonqualität ab, angesichts anderer Yeti-Varianten wirkt es aber vergleichsweise teuer.

Vor kurzem schaute ich mir bereits den Logitech Yeti Orb an, ein neues Mikrofon aus dem Hause Logitech, das sich mehr an Einsteigerinnen und Einsteiger richtet. Gleichzeitig erschien das Logitech G Yeti GX, das preislich in einer höheren Kategorie spielt als der kleine Orb. Aber ist das Standmikrofon seine 160 Euro auch wert, die Logitech dafür haben möchte?

Box & Zubehör: In der überschaubaren Verpackung des Mikrofons findet ihr neben diesem selbst noch ein abnehmbares Tischstativ, ein zwei Meter langes USB-Kabel (USB-C zu USB-A), einen Adapter (3/8" und 5/8" auf 1/4") sowie die Bedienungsanleitung. Anbringen könnt ihr das USB-Mikrofon sowohl am enthaltenen Stativ als auch an einem Mikrofonarm, den ihr an eurem Tisch befestigt habt.

Design und Verarbeitung: Außergewöhnlich designt ist das Yeti GX nicht. Es kommt in schwarzer Farbe daher, hat ein vernünftiges Gewicht von rund 615 Gramm und steht dadurch überwiegend recht unauffällig, aber stabil auf eurem Schreibtisch herum. Hervorstechen könnten höchstens das leuchtende G-Logo sowie der LED-Ring auf der Unterseite. Es wirkt gut verarbeitet und macht beim Aufstellen und Anbringen keinerlei Probleme. Das kann man bei dem Preis aber auch erwarten.

Auf der Unterseite findet ihr Beleuchtung und auch am Rädchen.

Im Gegensatz zum Yeti Orb gibt es hier dezente Steuerungsoptionen direkt am Gerät. Ihr habt ein Rädchen, mit dem ihr den Gain-Wert anpassen könnt, wobei euch ein kleiner LED-Streifen im Rädchen anzeigt, welchen Pegel ihr habt. Besagtes LED zeigt ebenfalls an, wenn euer Mikrofon stumm geschaltet ist, was ihr über den Button direkt darunter tun könnt.

Der USB-C-Anschluss befindet sich auf der Unterseite des Mikrofons, wie es meistens üblich ist. Einen 3,5-mm-Anschluss, um euch selbst zu hören, gibt es allerdings nicht.

Performance und Soundqualität: Was Aufnahmen anbelangt, liefert das Yeti GX eine gute Figur ab. Die Samplingrate liegt bei 96 kHz und 24 Bit, was für angenehm und natürlich klingende Stimmen sorgt. Bei Richtcharakteristik setzt man auf die Einstellung "Superniere". Einerseits will man damit "hochwertigen Klang im Broadcast-Stil" liefern und andererseits Geräusche und Tastenanschläge zuverlässig herausfiltern.

Was nicht ganz so klappt, wie man sich das vorstellt. Wenn ihr das Mikrofon direkt vor euch stehen habt und daneben eine mechanische Tastatur bedient, funktioniert das leider nicht so prima. Je leiser die Tastatur, desto besser. Oder auch: Je größer die Entfernung, desto besser. Was definitiv ebenfalls hilft, ist, das Mikrofon an einem Mikrofonarm anzubringen und dadurch mehr Distanz zwischen Mikrofon und Tastatur zu bringen.

Das Yeti GX bringt sein eigenes Stativ mit, lässt sich aber ebenso an einem Mikrofonarm befestigen.

Eine weitere vorhandene Funktion ist der Smart-Audio-Lock, den ihr durch Betätigung des Rädchens oder in der Software aktiviert. Dadurch wird der Aufnahmepegel angeglichen, egal ob ihr laut oder leise redet. Für Livestreams eine durchaus nützliche Option, um Übersteuern zu vermeiden. In anderen Situationen, in denen ihr zum Beispiel nach Aufnahmen nachträglich noch Anpassungen vornehmen könnt, braucht ihr das aber eher weniger.

Software: In puncto Software baut auch das Yeti GX auf der G-Hub-Software von Logitech auf. Wenngleich ihr sie nicht braucht, um das Mikrofon grundsätzlich zu betreiben. Einfach anschließen und es funktioniert. Mit der Software könnt ihr verschiedene Einstellungen vornehmen, zum Beispiel im Hinblick auf die Beleuchtung oder unterschiedliche Filter. Für die Lightsync-Technologie gibt es mehrere Voreinstellungen oder ihr legt es so fest, wie ihr es haben möchtet. Alles in allem reißt die Software keine Bäume aus, funktioniert aber vernünftig.

Gut geschützt, aber lässt sich auch abnehmen.

Zu kaufen gibt es das Logitech G Yeti GX unter anderem bei Amazon.de, Media Markt oder auch Proshop.

Das G-Logo leuchtet ebenfalls.

Logitech G Yeti GX - Fazit

Das Problem, das ich beim Yeti GX sehe, ist, dass es mir nicht wirklich einen Anreiz liefert, zum Beispiel mein Yeti X dagegen auszutauschen. Selbiges bekomme ich für nur ein wenig mehr Geld oder in Angeboten sogar günstiger als das GX. Im Vergleich wirkt das X hochwertiger verbaut (was nicht heißen soll, dass das GX schlecht wäre) und bietet direkt am Gerät noch mehr Optionen. Somit sticht das GX eher durch seine nicht aufdringliche, aber vorhandene Beleuchtung hervor. In Sachen Aufnahmequalität ist es weder bedeutend schlechter noch besser als die Konkurrenz aus eigenem Haus. Ja, wenn ihr unbedingt ein Mikrofon mit Beleuchtung haben möchtet, könnt ihr bedenkenlos zugreifen, aber mehr Optionen bekommt ihr beim Yeti X.

Logitech G Yeti GX
PROCONTRA
  • Sehr gute Aufnahmequalität
  • Stabil verarbeitet
  • Sinnvolle Funktionen direkt am Mikrofon
  • Einfache Installation
  • Zahlreiche Optionen in der Software
  • Filtert nicht alle Geräusche zuverlässig raus
  • Vergleichsweise teuer
  • Keine entscheidenden Vorteile gegenüber dem Yeti X

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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