Skip to main content

PlayStation Vita - Vorschau: Das sind Sonys Highlights

Uncharted, Resistance, LittleBigPlanet - und die Geheimtipps

Man kann der PSP viel nachsagen. Mein Hauptgrund dafür, dass ich nie so recht mit dem Kauknochen warm geworden bin, war aber der Fokus auf ausgewachsene, umfangreiche Games, die in Sachen Inhalt genauso gut auf einer Heimkonsole hätten erscheinen können. Für unterwegs waren diese Spiele selten wirklich geeignet und wenn ich zuhause war, konnte ich das gleiche Erlebnis mit besserer Steuerung und vielfach schönerer Grafik auch an der Glotze genießen. Der Bonus, diese Games im Hosentaschenformat zu haben, wog die Kompromisse, die man eingehen musste, nie so wirklich auf, weshalb die PSP bei mir in erster Linie zur Nostalgie-Maschine verkam, mit der ich neuaufelegte RPG-Klassiker aus dem PlayStation Store archivierte.

Mit der PlayStation Vita, die am 22. Februar hierzulande erscheinen wird, nimmt Sony nun eine denkbar schwierige Kurskorrektur vor. Denn keineswegs wird hier die Taktik verändert, große, komplette und "heimkonsolige" Spiele in tragbarer Form darzureichen. Stattdessen wirft der Plattform-Hersteller mit seinem zweiten Handheld einfach besagte Kompromisse aus dem Konzept und liefert ein unerhört leistungsstarkes Gerät ab, das mit zweitem Analog-Knubbel und allerlei Steuerungs- und Konnektivitäts-Finessen dem neuesten Stand der Technik entspricht. Mal abgesehen davon, dass der Formfaktor ganz zu Beginn erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig ist - immerhin liegen die Sticks recht tief und die Buttons sind etwas klein geraten - ist die Vita als Plattform sehr attraktiv. Nicht zuletzt wegen des starken Spiele-Portfolios, das Sony vor Kurzem auf einem Preview-Event am Londoner Haymarket nahe dem Picadilly Circus präsentierte. Hier eine Auswahl der stärksten Titel.

WipEout 2048

Erscheint: Zum Start der Vita am 22. Februar

"Wenn man senkrecht einen Wolkenkratzer hinauf raketet, um dahinter wieder auf die Skyline herabzuschießen, dreht es einem ordentlich die Innereien durcheinander."

Auch wenn ich Steuerungs-Ideen wie die optionale Beschleunigung per rückwärtigem Touchpad oder das Lenken per Bewegungserkennung für überflüssige Gimmicks halte, steht WipEout 2048 ganz oben auf meiner Einkaufsliste. Der Titel sieht in Bewegung einfach unfassbar gut aus, auch wenn Sony Liverpool die Bildrate auf stabile 30 halbieren musste, um diese Optik zu erkaufen. Dafür macht das Spiel an sich wieder einen Schritt nach vorne, was bei einem Prequel zumindest oberflächlich nicht einer gewissen Ironie entbehrt. Das Spielgefühl ist ganz klassisch WipEout, der Look ist aber allgemein etwas weniger futuristisch, wodurch zumindest in meinem Fall wieder etwas mehr Höhenangst ins Spiel kam. Das befeuert den Spektakel-Faktor natürlich ungemein und wenn man senkrecht einen Wolkenkratzer hinauf raketet, um dahinter wieder auf die Skyline herabzuschießen, dreht es einem ordentlich die Innereien durcheinander.

Und sonst? Die Kamera kommt für AR-Spielereien und freche Grußbotschaften zum Einsatz, die eurem Online-Opfer nach Treffern zukommen, zum Einsatz. Die Specials, die auf der Strecke verteilt sind, werden nun optisch klarer in Defensiv und Offensiv unterschieden, was besonders dem Multiplayer-Part eine etwas taktischere Komponente verleihen dürfte. Die Online-Modi glänzen vor allem durch Rennen mit Zielvorgaben für jeden einzelnen Fahrer. Wenn ihr die Durchsage bekommt, nicht erster zu werden, stellt das euer Verhalten auf der Strecke ganz schön auf den Kopf. Wie die Cross-Plattform-Duelle zwischen Vita- und PlayStation-3-Usern ablaufen werden, konnten wir bisher nicht abschätzen, aber das ist zu diesem Zeitpunkt auch egal. Ich weiß bereits jetzt, dass ich es mir holen werde - und ihr, wenn ihr ehrlich seid - doch auch.

LittleBigPlanet

Erscheint: 2012

LittleBigPlanet Vita - Trailer

Der von Double Eleven entwickelte Vita-Ableger von Sonys Knuddel-Baukasten ist alleine aufgrund der Steuerungsmöglichkeiten schon ein verdammt attraktives Gesamtpaket für LittleBigPlanet-Enthusiasten. Dank der vereinfachten Bedienung per Touch-Kontrollen und dem Fokus auf etwas kleinere Kreationen, sollen aber auch Einsteiger schneller zu Erfolgserlebnissen kommen. Das mächtige Toolset ist im Grunde baugleich mit dem des zweiten Teils, allerdings ermöglichen das Trackpad auf der Rückseite und der berührungsempfindliche Bildschirm einige Finessen, die man im Vorläufer so nicht kannte. Objekte wollen von Hand gedreht und gezogen werden, Hindernisse in den Hintergrund hinein und aus diesem wieder hinaus bugsiert werden. Und wenn euch der Editor erlaubt, die Steuerung komplett auf diese iPhone-inspirierte Weise oder mittels der Gyroskope zu erledigen, sind der Fantasie der kreativen Community nur noch sehr wenige Grenzen gesetzt.