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Wartet nicht auf Ragnarok! God of War sieht auf PS5 wie ein neues Spiel aus!

O-Ton Alex: "Bei 60fps fliegt dir halt das Hirn aus dem Schädel."

Machen wir es kurz: God of War hat bekanntlich einen Patch bekommen, der das Maximum aus der Grafik des drei Jahre alten Spiels herausholt: Jetzt gibt es Kratos' ausgedehnten Skandinavienurlaub auch in 4K und mit maximalen Details in 60 Bildern pro Sekunde und ich muss sagen: Das hier sieht aus, als wäre schon der Nachfolger unangekündigt auf die neue Konsole gebollert. Unfassbar.

Einen ähnlichen Effekt erzeugte schon Ghost of Tsushima, das in 60fps für mich als bildratenverwöhnten PC-Spieler erst mit dem PS5-Update zur vollen Wirkung fand. Aber God of War ist optisch noch einmal in einer anderen Klasse, was sicher auch dar an liegt, dass keine gewaltige Open World mit Inhalten und gefüllt werden musste. Seine kleineren Umgebungen stecken voller griffiger, plastischer Details, Licht und Farben wirken noch eine Idee kontrastierter, die Oberflächen extremer texturiert.

Natürlich waren diese Details auch in 30fps schon vorhanden, aber in Bewegung verschwammen derartige Kleinigkeiten immer wieder, weil die - wie Digital Foundry so schön sagt - "temporale Auflösung" einfach verhindert, dass man sie auch wahrnimmt, sobald die Kamera richtig Fahrt aufnimmt. Aber jetzt: Egal, was ich mache, ich kann jederzeit die Poren auf Kratos' Arm und Schulter zählen, einzelne Barthare ausmachen und mir vorstellen, wie es sich anfühlen würde, meine Finger über eine raue Felswand streifen zu lassen. Und waren die Haare auf den Klauen des Biests, dass da nach mir greift, auch vorher schon da?

Klar, darüber, das auch hier Checkerboarding zum Einsatz kommt, gab es die eine oder andere hochgezogene Augenbraue, immerhin erwartet man, dass die neue Konsole mit einem angeblichen Vielfachen der Leistung einen drei Jahre alten Titel einfach so in die Tasche steckt. Aber nach meinem Dafürhalten ist das Spiel jederzeit knackscharf und ich entdecke auch in den Kämpfen immer wieder neue kleine Animationsspielereien, die die Welt und ihre Kreaturen noch plastischer wirken lassen.

Überhaupt fühlt sich alles einfach griffiger an, weil die Eingabelatenz bei einer derart stabilen Wiedergabe sich schlichtweg richtiger anfühlt als mit 30 Bildern - und dass man wegen der klareren Darstellung auch in wilden Kämpfen besser die Übersicht behält, ist mehr als ein kleiner Bonus. Und hatte ich schon die halbierten Ladezeiten erwähnt? Nein? Dann würde ich an dieser Stelle gerne noch die halbierten Ladezeiten erwähnen.

Kurzum: So hat man dieses God of War bislang noch nicht gesehen. Jeder, der noch nicht damit durch ist, Leute, die es zwar beendet haben und das New Game Plus bislang aufschoben oder Spieler, die gerade einfach die nachweihnachtliche Games-Flaute ein bisschen abfedern wollen, können kaum einen besseren Griff tun, als dieses Juwel der PS Plus Collection endlich in Bestform zu erleben.

Mehr dieser Updates bitte!

Über den Autor

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Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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