Final Fantasy XIII - Vorschau
Auf Tuchfühlung mit der Demo
Ich mochte Final Fantasy XII nicht. Dies hatte vor allem zwei Gründe: Zum einen wegen der belanglosen Story, zum anderen wegen des automatisierten Kampfsystems. Freilich, die Geschichte war zu einem gewissen Grad interessant und prächtig inszeniert. Wenn aber nach zehn Spielstunden noch immer nicht der Funke überspringen möchte, dann haben die Autoren irgendetwas falsch gemacht. Filmexperten sind sich einig: Spätestens nach 20 Minuten muss es im Kopf des Zuschauers „klick“ machen.
Ich bin deshalb der Meinung: Bei Videospielen muss nach spätestens ein bis zwei Stunden der Schalter umgelegt werden. Rollenspiele wie Final Fantasy nehmen dabei natürlich einen Sonderstatus ein, schließlich beträgt bei diesen die Spielzeit nicht zehn, sondern meist über 50 Stunden. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass ein 14 Jahre altes Chrono Trigger oder das erst kürzlich erschienene Suikoden Tierkreis mit seiner pseudo-innovativen Story keine vier Stunden benötigen, um mich vor Konsole respektive Handheld zu fesseln, dann lief bei der Entwicklung zu Final Fantasy XII etwas gehörig schief.
Während also die Geschichte nicht wirklich in Fahrt kommen wollte, musste man den Spieler mit anderen Dingen fesseln. Und da Japaner Rollenspiele sowieso zum Großteil wegen des Gameplays, sprich dem Kampfsystem, spielen, musste selbiges immens umgestellt werden. Gegen das FF XI- oder WoW-ähnliche Herumlaufen und Monster verdreschen hatte ich nichts, wohl aber gegen die Gambits, die das Geschehen zu stark automatisierten.

Links die Kommandos, darüber die ATB-Leiste inkl. zwei gestapelter Attacken.
Ohne Gambits war es zu fummelig, es dauerte zu lange, bis die eigene Party angegriffen hat. Mit Gambits wurde ich als Spieler dagegen zum Zuschauer degradiert. Ich sah, wie das Spiel mit sich selbst spielte. Und wir alle wissen: Wer zu lange mit sich selbst spielt, der hat irgendwann gehörige Probleme.
Dementsprechend hoch sind folglich auch die Erwartungen, die ich an Final Fantasy XIII knüpfte. Und nachdem meine Wenigkeit sich ausgiebig mit der Demo beschäftigen konnte, die dem japanischen Film „Final Fantasy VII: Advent Children Complete“ beiliegt, kann ich ruhigen Gewissens behaupten: Square-Enix ist auf dem richtigen Weg. Leider geizt die Demo mit Details zur Geschichte; in erster Linie stellt sie eine Art spielbare Kampfsystem-Demonstration dar. Die Tatsache, dass Teil 13 der erste Teil einer Reihe ist, die drei Spiele miteinander verbindet (Versus für PS3 und Agito für PSP), macht das Verständnis der Geschichte zudem nicht unbedingt besser.
Was bekannt ist: In der Welt Pulse hat vor 13 Jahrzehnten ein mysteriöser Kristall der Rasse fal'Cie den Auftrag gegeben, ein Paradies für die Menschheit zu errichten. Aus diesem Paradies entstand die Stadt Cocoon, die heute hoch über den Berge ragt und eine hochtechnisierte Stadt darstellt. Angetrieben wurde diese Stadt von einem weiteren Kristall, der Lebewesen und Technologie erschuf. Cocoon wurde mächtig, so mächtig, dass die dort lebenden Menschen sich um ihre Sicherheit fürchteten. Jetzt, 13 Jahrzehnte später, übt die Welt um Cocoon seltsame Effekte auf die Bevölkerung aus. Das religiöse, leitende Regime in Cocoon stellt deshalb jene Menschen unter Quarantäne, die mit der Außenwelt in Kontakt traten.

Der mit Rasierblättern ausgestattete Skorpionroboter sieht gefährlicher aus, als er eigentlich ist.
Und hier beginnt die Demo. In einer beeindruckenden CGI-Sequenzen rast ein Transrapid-ähnlicher Hochgeschwindigkeitszug durch ein malerisches Gebirge. An Bord: Gefangene, die zur Quarantäne in den Untergrund gebracht werden. Ein an die Helghast erinnernder Soldat patrouilliert durch die Waggons. Als der Zug durch eine Art Kraftfeld düst, gerät der Wachmann ins Straucheln. Wie aus dem Nichts attackiert die als Gefangene getarnte Heldin des Spiels, Lightning genannt, den Wachmann, reißt ihn zu Boden und löst die Fesseln der Gefangenen.
Was folgt, ist ein wahrer Kugelhagel, in dem man auch ihren Begleiter, den farbigen, mitsamt Afro-Frisur ausgestatteten Sazh kennenlernen. In seinen Haaren lebt ein kleiner, gelber Chocobo. Warum, kann ich an dieser Stelle auch nicht beantworten. Vermutlich wird es im fertigen Spiel erklärt, vielleicht aber auch nicht. Letztlich ist Final Fantasy XIII ein weiteres Japaner-Spiel – und in diesen lassen sich haufenweise solch unerklärte Dinge finden. Oder wurde jemals erklärt, warum Drebin in Metal Gear Solid 4 von einem Soda-trinkenden Affen begleitet wurde? Eben.
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Kommentare (27) Latest comment vor 3 Jahren
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edit:
und das kampfsystem ist anscheinend wieder total überladen.. super.. :p
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""Final Fantasy XIII erscheint im Winter 2009 exklusiv für PlayStation 3 in Japan. Eine englischsprachige Version für Xbox 360 und PS3 sollen spätestens sechs Monate später folgen.""
und hier in deutschland?! nochmal n halbes jahr später oder wie?! na schönen dank.. hiermit ist das ding auf meiner most wanted liste ganz weit nach unten gerutscht..
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@gigsen: Nun, wenn SE Wort hält und die US-Version sechs Monate nach Japan-Release veröffentlicht, vergehen sicherlich nochmals drei bis vier Monate, bis die Europa-Version fertig ist. War bei Teil 12 nicht anders. Wenn alles glatt läuft, könnte es pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2010 in Deutschland erscheinen. Ein Release im Frühjahr 2011 würde mich aber auch nicht verwundern...
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WORD!!!
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Ach ja , auch wenn FF XIII kein gutes Spiel ala FF7 wird, werde ich es wohl kaufen. FF7 hab ich zum zigsten mal durch, und 12 hab ich garnicht gekauft.
Wenn Lea sagt, köf es, dann köfe ich es. Nicht das ich mit dem Test von Sabotta zufrieden wäre, aber irgendwie glaube ich das Final Fantasy eine einzigartige Serie ist die je nach Tester unterschiedlich ausfallen können. Für FFX würde ich heute noch über 90% geben, ein anderer vermütlich knappe 80.
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hört sich so nach einem mix aus diversen ff-teilen an. story scheint nach dem was man weiß auch nicht verkehrt zu sein, sowas wie "kritik an künstlicher intelligenz" kommt mir da so in den sinn.
das kampfsystem muss man glaub ich selbst mal ausprobiert haben... habe aber keinen schlechten eindruck von dem was hier steht, ist bestimmt auch ein bischen gewöhnungssache. wenn man erstmal, wie beschrieben, im "flow" ist, geht es bestimmt auch in fleisch und blut über. die frage, wie man die anderen charaktäre gleichzeitig spielen soll, ist aber durchaus berechtigt... hoffentlich macht square es nicht zu umständlich!
die blu-ray mit dem film kommt doch auch in der usa, gibt es dann da auch ne us-demo zu? und hat der film dann auch ne deutsche tonspur? ^^ wollte mir den sowieso mal zulegen! hab den bis jetzt nur auf japanisch mit englischen untertiteln gesehen... etwas ätzend, da man sich so kaum auf die szenen konzentrieren kann und nur mit lesen beschäftigt ist!
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Neben der japanischen Synchronisation wurde auch die englische Tonspur auf die japanische Blu-ray gepresst. Die Untertitel erscheinen aber lediglich in den lustigen Schriftzeichen.
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Final Fantasy interessierte mich nicht die Bohne. Nach dieser Tuchfühlung werde ich es mir aber wohl kaufen müssen. Was nicht zuletzt an dem lebendigen Text liegt. Danke Eurogamer.de für guten Videospieljournalismus (Mal wieder endlich einmal. Wenn ihr jetzt auch noch alle Leser mit nem IQ von unter 100 entfernen könntet (ich bin heute gnädig), wäre ich euch unendlich dankbar. Dann könnten wir eine Diktatur der Eliten einführen.
Gebt diesem Frischlingredakteur ein paar weitere Artikel zum Schreiben. Und schmeißt ein paar andere raus. Schlaue Videospieler werden es euch danken. Ich für meinen Teil werde diese Seite die nächsten paar Wochen 2-3mal innerhalb einer Woche ansteuern. Und nicht wie zuletzt alle paar Jahre wieder.
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mir gefällt der Artikel vom Jens auch sehr gut (obwohl ich auch FF XII mochte ;)). Allerdings gefallen mir auch die Artikel der anderen Redakteure hier. Jeder hat seinen eigenen, unverwechselbaren Stil - das mag ich. Aber wen der anderen würdest du denn einfach mal so entlassen wollen? Das empfinde ich irgendwie respeklos, ... sorry. Wollt ich nur mal loswerden :)
Lg Woody
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Und damit auch gleich eine Absage an alle anderen die Namen hören wollen. Ich sage keine. Mal davon abgesehen, dass Eurogamer.de Besseres zu tun hat, als auf irgendsoeine dumme Meinungsäußerung meiner Wenigkeit Wert zu legen. Drum einfach nur noch mal den "Captain-Subtext" (na wer findet das Zitat?) von meinem vorherigen Kommentar: Bitte mehr von diesem Neuen. Die Schreibe ist ungewöhnlich frisch. Dankeschön.
Und jetzt schlaft alle gut. Und träumt süß. Von sauren Gurken.
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Just kidding, ganz gutes Magazin, sollten mehr Leute kaufen.
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