Gears of War 3 • Seite 2

Zu Tränen gerührt

Im dritten Teil kommt es nun endlich zum großen Showdown und dem großen Finale. Vielleicht nicht das Ende von Gears of War, aber zumindest der Trilogie. Los geht es mit einem Funkspruch von Marcus' totgeglaubten Vater, einem Wissenschaftler, der angeblich eine Waffe besitzt, die den Krieg beendet.

Doch er wurde von den Locust entführt und soll nun für sie gegen die Menschheit arbeiten. Gleichzeitig werden die durch die Immulsion verwandelten Lebewesen immer aggressiver und attackieren die Menschheit an allen Fronten. Es ist mal wieder an euch, Adam Fenix zu retten und sowohl den Locust als auch den Leuchtenden kräftig in den Arsch zu treten. Und das nicht nur zu zweit, sondern erstmals auch zu viert.

Während sich das restliche Cover-Shooting-Gameplay bis auf ein paar Detailänderungen, neue Waffen und Gegnern kaum von den Vorgängern unterscheidet, macht Gears of War 3 beim Koop einen großen Schritt nach vorne. Gemeinsam mit drei Freunden könnt ihr euch in die über zehn Stunden lange Kampagne stürzen, dank einer recht brauchbaren KI aber auch alleine losziehen.

Spezielle Koop-Situationen, die vor allem den ersten Teil so genial machen, gibt es diesmal aber wieder nicht. Die meiste Zeit kämpft ihr vor allem nebeneinander, belebt Verletzte wieder oder gebt einander Feuerschutz. Immerhin werdet ihr diesmal auch von der KI wieder auf die Beine geholt, wenn ihr verletzt seid. Nur wenn wirklich alle auf einmal sterben, ist ein Neustart fällig. Das ist natürlich ungemein praktisch, senkt aber den Schwierigkeitsgrad. Auf "Lässig" sollte wirklich niemand anfangen. Schade: Erfahrene Gears-of-War-Spieler können im Alleingang nicht auf Hardcore beginnen. Solo müsst ihr euch die höheren Herausforderungen erst verdienen.

Wie eingangs erwähnt, präsentiert sich die Kampagne als Reise durch Sera, immer auf der Suche nach Ausrüstung, Superwaffen oder Schlüsselpersonen. Der Vorteil: Ihr seid diesmal eben nicht nur in dunklen Höhlen und graubraunen Endzeit-Städten unterwegs. Los geht es zum Beispiel auf einem dicken Kreuzer der Armee, umgeben von einem weiten, wunderschön in der Sonne glitzernden Meer. Als dann fiese Tentakel angreifen, jagt ihr mit eurer Truppe die Leuchtenden durch einen auf dem Oberdeck angelegten Garten, bestaunt die hochauflösenden Texturen und perfekten Beleuchtungseffekte.

Spielerisch ist der erste Akt bewusst simpel angelegt. Nur zwei Gegnertypen und zwei bis drei Waffen. Selbst der Kampf gegen den ersten Boss ist im Grunde simpel. Draufhalten, bis er weiterzieht und ihr die Perspektive wechselt. Genauer gesagt zu einer zweiten Vierer-Gruppe, die von Cole angeführt wird. Euer Auftrag hier: Dem Leviathan den Todesstoß versetzen. Ein Weg, der euch durch das halbe Schiff, menschliche Außenposten und eine Locust-Stellung führt. Abwechslung pur - und das innerhalb von zwei Stunden.

Auch im weiteren Verlauf glänzt der Titel durch spannende Locations, interessante Story-Details und später auch durch eine Gegner-Vielfalt, die dem Spiel trotz seines fast formelhaften Deckungs-Gameplays ein frisches Spielgefühl verpasst. Unterstützt wird das Ganze immer wieder durch frische Einfälle, Waffen und Elemente. Mal müsst ihr Nahrung und Bauteile mit einem Roboter-Stapler in Richtung Ausgang befördern, während euch eure Kollegen Deckung geben, mal taucht ihr mit einem U-Boot unter und deckt euren Vorstoß mit Dauerfeuer aus den vier Bordkanonen. Oder ihr springt in einen echten Silverback-Kampfroboter, der mit Gatling und Raketenwerfer kräftig austeilt.

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Kristian Metzger

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