Hollywood: Assassin's-Creed-Filmdeal ist 'lächerlich'

Zu viel Kontrolle für Ubisoft

Kürzlich hatten wir darüber berichtet, dass Ubisoft und Sony kurz vor dem Abschluss eines Filmdeals zu Assassin's Creed stehen. Nun kommt allerdings auch Kritik aus Hollywood, allen voran an Ubisoft.

Insider bezeichnen den ganzen Deal als "lächerlich", wie Vulture berichtet.

"Als Regisseur kann nicht einmal Steven Spielberg solch einen Deal bekommen", sagt ein Insider. Demzufolge verlangt man bei Ubisoft ein Mitspracherecht bei fast jedem Aspekt des Films, vom Casting über das Budget und Drehbuch bis hin zum Starttermin.

"Der ganze Ubisoft/Sony-Deal ist eine Verschwendung von Tinte, Papier und Zeit", so eine nicht näher benannte Hollywood-Agentur. "Im Grunde genommen bedeutet diese massive Abgabe von Kontrolle über das Projekt, dass Assassin's Creed niemals - und ich meine niemals - realisiert wird."

Angeblich sollen die Studios DreamWorks, Universal und Warner Bros. aus diesen Gründen ihr Interesse zurückgezogen haben. Ein ebenfalls nicht näher benannter Studiochef dazu: "Sie möchten die komplette Produktion des Films einstampfen können, wenn sie sich dazu entscheiden sollten. Das ist lächerlich."

Sony Pictures soll den Bedingungen zugestimmt haben, da Ubisoft angeblich einen großen Teil des Budgets selbst aufbringen will. Sony selbst investiere nur "einen Bruchteil" von dem, was üblicherweise erforderlich ist.

"Es ist ihre Milliarden-Dollar-Marke, also kann ich verstehen, dass sie vorsichtig sind", so ein anderer Studiochef. "Aber sie sind keine Filmemacher und der einzige Weg, es zu einem schlechten Film zu machen, ist, das zu unterschätzen, was Filmstudios tun - mit diesem Deal unterschätzt man das völlig."

Laut Vulture ist die Verfilmung von Prince of Persia: The Sands of Time wohl ausschlaggebend für das vorsichtige Vorgehen, da Ubisoft der Ansicht sei, dass der Film aufgrund des nicht so großen Einflusses des Publishers derart kritisiert wurde. Mit einem Produktionsbudget von rund 200 Millionen Dollar spielte der Film weltweit knapp 335 Millionen Dollar in den Kinos ein.

"Es stellt sich die Frage: Wenn sie so ängstlich im Hinblick darauf sind, was mit ihren Franchises passiert, warum dann überhaupt einen Film machen?", fragt ein weiterer Studiochef abschließend.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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