Modern Warfare 3: Sledgehammer verteidigt kontroverse Szenen

Nicht 'grundlos' enthalten

Sledgehammer Games' Creative Director Bret Robbins hat das morgen erscheinende Call of Duty: Modern Warfare 3 und dessen zuweilen "ziemlich schockierende" Momente verteidigt.

"Wie ich zuvor schon sagte, geht es nicht darum, diese Szenen grundlos einzubauen, nur um des Schocks Willen zu schocken", sagt er im Gespräch mit VentureBeat.

Spoilerwarnung für den Rest des Textes

In den letzten Tagen machte etwa auf YouTube eine Szene aus Modern Warfare 3 die Runde, in der ein junges Mädchen und ihre Mutter im Westminster-District von London der Explosion eines zuvor dort geparkten LKWs zum Opfer fallen, durch den auch Chemikalien freigesetzt werden.

"In einigen Szenen wollten wir, und ganz besonders in bestimmten Fällen, die Auswirkungen des Krieges zeigen", erklärt Robbins in Bezug auf das gesamte Spiel. "Was passiert, wenn eine moderne amerikanische Stadt angegriffen wird? Wie würde das aussehen, was würde man sehen? Wenn man die Straße entlang ginge, was würde passieren? Zivilisten und unschuldige Leute sind leider ein Teil davon."

Modern Warfare 3 spielt in einem fiktiven WWIII-Szenario, in dem Städte rund um die Welt von Terroristen angegriffen werden.

"Wie geht man vor, wenn man die Welt in die Luft jagt? Man denkt sich einfach Szenen und Momente aus, die im Rahmen der Story Sinn ergeben würden. Man macht es nicht nur, um einfach irgendwas explodieren zu lassen, nicht weil es Spaß macht."

"Macht es Sinn? Sollten die Charaktere tatsächlich zu diesem Zeitpunkt dort sein? Passt es zur Story? Man möchte, dass es aufregend ist, aber auch, dass es Sinn ergibt."

"Es kan nicht einfach grundlos, nicht nur eine Fantasie sein", so Robbins weiter. "Es müssen reale Missionen sein, Dinge, die man sich unter diesen außergewöhnlichen Umständen, die man schafft, tatsächlich vorstellen könnte. Es geht immer darum, auf dieser dünnen Linie zwischen Glaubwürdigkeit und Verrücktheit und verrückter Action zu wandeln."

Dass Modern Warfare 3 dadurch einfach nur Modern Warfare 2s berüchtigte No-Russian-Mission toppen will, bestreitet er.

"Was man nicht tut, ist, sich zu sagen, dass man sich einfach nur übertreffen möchte. Es muss authentisch sein, die Story voranbringen. Man möchte sich immer selbst antreiben, aber auch das Medium, das Storytelling an seine Grenzen bringen."

"Wir haben eine so große Zielgruppe mit diesem Spiel, dass wir ihnen etwas Erinnerungswürdiges bieten wollen. Erfahrungen, über die die Leute am nächsten Tag sprechen werden, nachdem sie es gespielt haben, wenn sie sich mit ihren Freunden unterhalten. Es geht wirklich darum, etwas Einzigartiges zu schaffen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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