THQs Bilson erklärt die neue Ausrichtung von Warhammer 40K: Dark Millennium Online

Niemand wollte in ein MMO mit Abo-Modell investieren, Space-Marine-Fans werden es lieben.

Wie wir bereits vor rund zwei Wochen berichtet hatten, wird THQs Warhammer 40.000: Dark Millennium Online nicht mehr als MMO erscheinen, sondern als Single- und Multiplayer-Titel.

Im Interview Ripten sprach THQs Danny Bilson nun unter anderem etwas ausführlicher über die Gründe für diesen Schritt. Allzu viele Änderungen am Konzept seien dafür gar nicht mal nötig.

"Ja. Und der Grund dafür ist, dass es eine Menge Innovationen in diesem Spiel gab", erklärt er. "Das trifft besonders auf die Schussmechanik zu, die in Echtzeit abläuft und nicht rundenbasiert ist. Der Content ist wirklich unglaublich und falls irgendjemand mal Zweifel hatte, musste ich ihnen einfach nur den Fortschritt des Spiels zeigen. Es gibt wirklich gewaltige Mengen an Inhalt, die erstellt wurden."

Bei Vigil gab es im Zuge der Umstrukturierungen des Titels zwar Entlassungen, das verbliebene Team sei aber von der neuen Ausrichtung "begeistert".

"Denkt daran, dass in diesem Projekt fünf Jahre Entwicklungszeit, sorgfältige Planung, Tests und Prototypen stecken. Wenn ihr es gesehen hättet, würdet ihr sofort unsere Vision für die Zukunft des Spiels verstehen. Und wenn ihr es seht, denke ich, dass ihr es verstehen werdet. Es ist wirklich fantastisch."

Ein weiterer Grund für die Änderungen war, dass man keinen externen Partner für die Entwicklung des MMOs finden konnte. Laut Bilson wollte aktuell einfach niemand in ein MMO mit Abo-Modell investieren.

"Genau das war es, was wir aufgebaut haben: Ein großes MMO, idealerweise mit Abo-Modell", erklärt er. "Ich kann euch sagen, dass einige Leute, die schon MMOs veröffentlicht haben und es sahen, sich unmissverständlich ausgedrückt haben... ein Zitat war: 'Das ist besser als alles, was wir jemals entwickelt haben.' Das war ein Zitat aus einem Raum, in dem ich mich befand, und so blieb es auch weiter im Gespräch. Viele sagten, 'wie kriegen wir das wirtschaftlich hin, weil es fantastisch ist?'"

Trotzdem ist Bilson nach eigenen Angaben froh, dass man sich letzten Endes zu diesen Veränderungen am Projekt entschieden hat, auch um einen etwaigen Einfluss von außen zu vermeiden.

"Wenn es mehr Meinungen gibt, verändern sich die Dinge", sagt er. "Das Spiel ist noch immer in den Händen der Leute, die es sich vor fünf Jahren ausgedacht haben und die ehrlich gesagt wirklich begeistert von der neuen Ausrichtung sind. Das ist die absolute Wahrheit und wenn wir es ankündigen und ihr mit ihnen sprecht, können sie euch das selbst erzählen."

"Wenn euch Space Marine gefallen hat, werdet ihr das hier lieben. Es ist sehr viel tiefgründiger."

Warhammer 40k: Dark Millennium Online - Trailer (gamescom 2010)

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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