EAs Gibeau: Free-to-play- und Abo-Modell können gemeinsam existieren

Fans waren erleichtert, dass man an The Old Republic festhält und weiter daran arbeitet.

Free-to-play oder Abo-Modell, wem gehört wohl die Zukunft? Wie wäre es mit beiden? Zumindest glaubt EAs Frank Gibeau, dass beide nebeneinander existieren können.

Obwohl es für Abo-Modelle derzeit vermeintlich gar nicht so rosig aussieht. Viele MMOs, die einst auf das Abo-Modell setzten, sind inzwischen free-to-play und konnten dadurch viele neue Nutzer gewinnen. Und auch EAs Star Wars: The Old Republic führt im November eine alternative free-to-play-Variante ein.

Laut Gibeau bedeutet diese Entscheidung aber nicht, dass man künftig gänzlich auf Abo-Modelle verzichten würde.

"Ich denke, Abos sind nur ein Weg, um Inhalte anzubieten", sagt er. "Bei Battlefield Premium haben wir etwa anderthalb Millionen Abonnenten und es läuft recht gut. Gleichzeitig sind andere Produkte wie Star Wars vermutlich mit dem free-to-play-Modell in einer besseren Position."

Bei The Old Republic habe man einige Dinge gelernt, außerdem spiele die Zielgruppe eine wichtige Rolle: "Mit Star Wars hat man eine Marke, die eine ziemlich breite Zielgruppe anspricht. Wir können eine große Zahl an Menschen dafür begeistern."

"Ich denke, wir waren ziemlich ehrlich im Hinblick auf die Tatsache, dass wir bei Star Wars diese Kursänderung eingeschlagen haben, weil es unserer Ansicht nach auf dem Markt zu viel Gegenwind gab. Und wir mussten es für den Herbst neu positionieren. Und zwar auf Basis dessen, was die Kunden uns sagten: 'Wir lieben dieses Spielerlebnis. Wir wollen ein- und aussteigen.'"

"Vielleicht gibt es eine bessere Art und Weise, das zu tun. Ich sage niemals nie [im Hinblick darauf, ob Abos noch relevant sind]. Ich fange immer mit dem Spiel an und warum es ein fantastisches Erlebnis ist. Und dann sprechen wir über das Geschäftsmodell. Wir sagen nicht, 'hey, wir brauchen ein generisches free-to-play-MMO in diesem Zeitraum, macht etwas.' Es fängt so an: 'Hier ist eine Idee, die wir uns näher anschauen wollen.' Ganz ehrlich gesagt war eine unserer größten Sorgen beim Wechsel [von SWTOR], dass die vorhandenen Abonnenten ausflippen würden und sagen: 'Oh, ihr werdet es versauen!'"

Tatsächlich seien sie aber erleichtert gewesen, sagt Gibeau. "Sie kamen zurück und sagten: 'Gott sei Dank nehmt ihr diese Veränderungen vor, weil es bedeutet, dass ihr daran festhaltet, weiter daran arbeitet und mehr Inhalte veröffentlicht.' Und es gibt diese Abo-Möglichkeit. Wenn die Leute lieber über ein Abo zahlen, können sie das tun."

"Wisst ihr was? League of Legends ist ein spektakuläres Spiel auf dem PC und es funktioniert als free-to-play-Spiel. Ich denke, dass beide gemeinsam existieren können. Beide werden das auch weiterhin tun. Aber letzten Endes fängt es immer so an: 'Hey, lasst und darüber sprechen, welche Art von Spiel wir machen. Und dann denken wir über das Geschäftsmodell nach.'"

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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