BioShock Infinite: Was ist gerade passiert? (Spoiler!)

Ein paar der unendlich vielen möglichen Antworten auf die wichtigsten Story-Fragen (ernsthaft: Spoiler!)

Hierbei handelt es sich um eine SPOILER gefüllte Erklärung der Geschichte von BioShock Infinite. Wir besprechen, was im gesamten Spiel bis hin zu seinem Ende passiert in größtem Detail. Wer nicht wissen will, wie das Spiel ausgeht, und eigentlich auch jeder, der das Ende noch nicht gesehen hat, sollte nun kehrt machen. Falls ihr nur den Test suchtet, den findet unter dieser Adresse.

BioShock Infinite ist eines dieser aufwühlenden Spiele, die einen nachts wachhalten, weil man die Geschichte Revue passieren lässt und von denen man aller Welt zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit einen Vortrag hält. Es ist allerdings auch erzählerisch eine ziemlich verschachtelte Angelegenheit, bei der einem wichtige Details schnell entgehen können, weshalb wir euch nun, mit zwei Wochen Sicherheitsabstand zur Veröffentlichung des Spiels, unseren Blick auf die tatsächlichen Geschehnisse in Columbia mit euch teilen wollen. Als Erklärung, Analyse und vor allem, weil es einfach Spaß macht, sich über ein derart clever aufgebautes Spiel die Finger wund zu diskutieren. Aber wo fängt man am besten an?

Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?

Beginnen wir am besten bei der grundlegenden Prämisse, die es als aller erstes zu verstehen gilt, wenn man begreifen will, was man da gerade erlebte. Es ist eine Geschichte einer unendlichen Zahl - daher BioShock Infinite - paralleler Welten. Die teilen jeweils Gemeinsamkeiten ("Konstanten"), unterscheiden sich aber durch Variablen in gewissen Punkten. "Es gibt immer einen Leuchtturm, immer einen Mann, immer eine Stadt", erzählt Elizabeth am Meer der Türen gegen Ende von den Konstanten. Alle dieser Universen ähneln sich also, doch manchmal ist etwas anders. Die Lutece "Geschwister" stellen diese Tatsache zu Beginn mit dem Münzwurf-Experiment auf die Probe. In den 122 Münzwürfen, die auf der Tafel vermerkt sind, warf Booker immer immer Kopf. Merkt euch die Zahl, die wird später noch wichtig. Diese Situation ist, wie auch Columbia, Booker (der am Anfang "nicht rudert", weil er das in keiner der Welten zuvor gemacht hat) , Comstock, Elizabeth und die Nummer 77, die man auf dem Jahrmarkt zieht, eine Konstante.

Es sind die Variablen, die den Unterschied machen: Die Wichtigste davon ereignet sich zu Bookers Taufe.

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Es sind die Variablen, die den Unterschied machen: Die Wichtigste davon ereignet sich zu Bookers Taufe. Geplagt von den Erinnerungen an das Massaker bei Wounded Knee, bei dem er als 16-jähriger mitwirkte, sucht er die Erlösung im Glauben. Es ist die Taufe, die wir am Ende zwei Mal miterleben, einmal aus der Sicht des Bookers, den wir spielen: Er entscheidet sich im letzten Moment dagegen. "Du denkst einmal untertauchen im Fluss macht meine Taten ungeschehen?", entgegnet er Elizabeth, als sie ihn fragt, warum er sich nicht taufen ließ. Dieser Booker lebte mit all der Schuld sein Leben weiter, so gut oder schlecht es ging.

In der letzten Szene des Spiels sehen wir aber die Version des anderen Universums, in dem Booker die Taufe vollzieht und unter dem Namen Zachary Hale Comstock als "neuer Mensch" aus dem Ritual hervorgeht, der sich von seinen Sünden gereinigt wähnt. Erinnert ihr euch an Slate, der den "Kriegshelden" Comstock verabscheut, weil der seines Wissens nach, gar nicht bei Wounded Knee dabei war? Nun, da hieß er auch noch Booker. Der neugeborene Comstock bringt es jedenfalls nicht allzu lang nach seiner Taufe zu Reichtum und trifft auf Rosalind Lutece, die sich mit Quantenmechanik befasst - ein nettes Randdetail ist auch das Buch, mit dem Elizabeth Booker bei deren erstem Treffen schlagen will: eben ein Schmöker von Lutece zu genau diesem Thema. Vielleicht geschah das auch in umgekehrter Reihenfolge und er gelangte erst durch Lutece' Forschungen in die Machtposition, auf dem World Fair 1893 in Chicago die mittels Quantenlevitation fliegende Stadt Columbia vorzustellen (noch ein nettes Detail: der entsprechende World Fair nannte sich die "Columbian Exposition").

Lutece stößt die Tür auf

In jedem Fall arbeitet Rosalind Lutece während dieser Bekanntschaft weiter an ihrem "Lutece-Feld", einer Technik, mit der man Öffnungen zu anderen Universen erzeugen kann. Während dieser Forschungen gelingt es ihr, zu einer anderen Version von sich selbst Kontakt aufzunehmen, einer männlichen Variante namens Robert. In einer Inter-Universalen Zusammenarbeit perfektionieren sie das Feld soweit, dass Robert sich zu seiner "Schwester" in das Columbia-Universum gesellen kann.

Was Comstock weiß nicht, dass der wiederholte Kontakt mit dem Lutece-Feld ihn nicht nur steril macht, sondern auch schnell altern lässt.

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Unterdessen greift das mittlerweile um die Welt fliegende Columbia eigenmächtig und blutig in den chinesischen Boxeraufstand ein, woraufhin Amerika Columbia den Rücken kehrt. Der mittlerweile größenwahnsinnige und ideologisch verbrämte Comstock sieht das als Zeichen, dass die Welt verdorben sei. Er nutzt das Lutece-Feld um regelmäßige Blicke in parallele Dimensionen zu werfen. Da er sich mit deren Hilfe auch entlang der Zeitlinie bewegen kann, sieht er so viele verschiedene Zukunftsszenarien der anderen beobachteten Welten. Dieses Wissen über bestimmte, immer auftretende Konstanten nutzt er, um sich als "Prophet" zu inszenieren, der in die Zukunft sehen kann. Was er unter anderem sieht, ist jemand von seinem Fleisch und Blut, der auf dem "Thron" Columbias sitzt und das "Sodom unterhalb reinigt" oder wahlweise die "Berge der Menschen in Flammen ertränkt", letzteres Szenario zeigt uns eine gealterte und mit Erfolg indoktrinierte Elizabeth zu Beginn des letzten Viertels des Spiels.

Was Comstock aber nicht weiß, ist, dass der wiederholte Kontakt mit dem Lutece-Feld ihn nicht nur steril macht, sondern ihn auch unnatürlich schnell altern lässt. Das ist der Grund, warum niemand Booker 1 erkennt, als er durch Columbia zieht und warum auch er selbst keine Ähnlichkeit zu Comstock feststellt. Für Comstock ergibt sich daraus aber das Problem, dass sich die glorreiche Zukunftsvision der Rache an das sündhafte Sodom, wie er den Rest Welt verteufelt, nur schwerlich erfüllen kann. Wie soll er so zu seiner Tochter kommen, wenn er mit Lady Comstock, die er zwischenzeitlich kennenlernte, kein Kind zeugen kann? Die Lösung sieht Comstock wiederum in den Lutece-Rissen. Was, wenn er die Universen nach einem Booker absucht, der ein Kind bekam? Was, wenn er es diesem irgendwie abspenstig machen könnte?

Besserer Mann ohne Taufe?

Hier kommt wieder Booker 1 ins Spiel. Nach der abgebrochenen Taufe führte er weiter ein problematisches Leben, ging als Schläger zu den Pinkertons und lernte eine Frau kennen, die aber bei der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Anna starb. Dies wirft ihn vollends aus der Bahn. Aus dem Ruder gelaufene Spielschulden und womöglich Alkoholismus brachten ihn dazu, das Angebot Comstocks, unterbreitet durch Robert Lutece, anzunehmen. Alle Schulden sollten getilgt werden und vermutlich wurde ihm auch ein gutes Leben für seine nun halb verwaise Tochter Anna versprochen. Doch Booker 1 überlegt es sich anders, folgt Lutece und findet ihn und Comstock (der Booker hier noch sehr ähnelt) in einer Gasse vor, als sie gerade im Begriff sind, mit Anna durch einen Riss in die Columbia-Dimension zu verschwinden. In dem Handgemenge verliert Anna ihren kleinen Finger, als sich die dimensionale Tür nach Columbia schließt.

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Hieraus resultieren Annas, später Elizabeths, Kräfte, selbst Risse zu erzeugen, weil sie sich im Grunde genommen in zwei Dimensionen gleichzeitig befindet. Ein Audiolog Lutece' unterstreicht das. Während Booker 1 zwanzig Jahre lang wegen seiner neuerlichen Schuld in vor sich hinvegetiert, wird auf Columbia die Geburt des Wunderkindes, des Lammes gefeiert, das nur sieben Tage im Schoße der Lady Comstock gewachsen sein soll. Die Lutece-Geschwister und Comstock stehen unterdessen vor dem Problem, dass sich die Risse-erschaffenden Kräfte des Mädchens verselbstständigen, und konstruieren daher den Siphon, der das unterbinden soll. Zugleich verzweifelt Lady Comstock an der Lüge über das Kind und will nicht mehr dichthalten, weshalb der selbst ernannte Prophet seine Gattin umbringt und es dem schwarzen Hausmädchen Daisy Fitzroy in die Schuhe schiebt, die in den folgenden Jahren die Vox Populi gründen wird.

Vielleicht wegen ihres Mitwissens um die Herkunft des Kindes, vielleicht auch, weil Robert Lutece schon in dieser frühen Phase Bedenken an der Sicherheit dieses Unterfangens äußert, hört die Mörderei für Comstock noch lange nicht auf: Dem Industriellen Fink verspricht er alle Patente der Luteces, wenn er eines ihrer Experimente sabotiert, damit sie dabei zu Tode kommen. Während des Mordversuches werden die Lutece aber lediglich über den "Möglichkeitsraum" verstreut und bewegen sich nun zwischen den Universen, unabhängig von Zeit und Raum. Robert ist daraufhin bei dem Entschluss federführend, die Manipulation der Universen und vermutlich auch den prophezeiten, verheerenden Angriff auf New York City, dem Booker mit der alten Elizabeth am Ende beiwohnt, rückwirkend zu verhindern.

Willkommen, Nummer 123!

Hierzu holt er Booker 1 in das Universum, in dem sich seine Tochter befindet. Der Dimensionswechsel überschreibt dabei mehr oder weniger Bookers Gedächtnis - so auch geschehen bei Chen Lin und den Wachen bei den ersten beiden Sprüngen und auch bei Robert Lutece selbst, als er in das Universum seiner "Schwester" kam -, ohne dass er es weiß, bastelt sich Booker aus seinen alten Erinnerungen neue, damit sie in dieses Universum passen. Hier kommt wieder der Münzwurf ins Spiel. Denn die 122 Striche auf der Tafel um Robert Lutece' Hals deuten an, dass in 122 anderen Universen ebenso viele gescheiterte Versuche Bookers vorangingen, Elizabeth zu befreien. Die alte Elizabeth gegen Ende des Spiels erwähnt, dass er immer und immer wieder von Songbird aufgehalten wurde. Sie wurde über die Zeit indoktriniert und setzte die Attacke auf New York in Bewegung, ist aber wohl mittlerweile entmachtet ("die Verrückten leiten jetzt die Anstalt") und reuig, da sie es nicht mehr verhindern könne.

Nach der Zerstörung des Siphon kann Elizabeth wieder nach Belieben Risse öffnen und sich durch die Welten bewegen.

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Deshalb zerstörte diese alte Version Elizabeths - eine Variable der Geschichte - den Siphon, um die Macht aufzubringen, Booker zu sich zu holen - an Songbird vorbei, der ihn, wie sie nun weiß, ansonsten jedes Mal töten wird. Durch sie erhält er die Information, wie er und ihr junges Gegenstück den Songbird zu kontrollieren in der Lage sind. Nachdem die alte Liz ihn wieder in die Dimension zurückschickte, in der er sie verlor, befreit Booker sie. Mit Songbirds Hilfe kann der Siphon endgültig zerstört werden, wodurch Elizabeths ihr gesamtes Potenzial abrufen kann. Sie kann wieder nach Belieben Risse öffnen und sich durch die Welten bewegen ("ich sehe hinter jede Tür") und gleicht somit den Luteces.

Der Ausflug nach Rapture erklärt einiges. Zum einen erfährt man, weshalb die Kräfte von Infinite den Plasmiden aus Bioshock 1 und 2 so ähneln. Fink hat sie sich, ebenso wie die Designs, mit denen man Mensch und Maschine verbindet, (Big Daddy / Songbird) einfach durch einen Riss abgeschaut. Ähnliches hat sein Bruder mit der Musik gemacht, die aller Orten ertönt und eigentlich aus einer viel späteren Epoche stammen. Cyndie Laupers "Girls just wanna have fun" oder "God only knows" von den Beach Boys sind hier nur zwei Beispiele. Zudem legt die Tatsache, dass Booker die genetisch codierten Taucherglocken Raptures nutzen kann, nahe, dass auch Rapture nur eine weitere Version von Columbia ist, mit Ryan / Comstock und Jack / Booker als eigenen Konstanten. Denkt daran: "Es gibt immer einen Leuchtturm, immer einen Mann, immer eine Stadt".

Der Unterschied zwischen Taufen und Ertränken

Während Booker sich der tatsächlichen Geschehnisse bewusst wird und seinen Selbstbetrug begreift, erfährt er durch Elizabeth, dass die einzige Möglichkeit, die Columbia/Comstock-Universen und all das Leid und den Wahnsinn ungeschehen zu machen, darin liegt, dass Comstock niemals existiert. Zu diesem Zweck bringt sie Booker an den Ort, an dem der Tyrann entstand: Die zweite Taufe, der wir am Ende beiwohnen. Die Anwesenheit der vielen anderen Elizabeths kann man als Andeutung verstehen, dass es sich bei diesem Ort um jedes der Universen handelt, in dem Booker die Taufe akzeptiert hat. Mit der abschließenden Erkenntnis, dass er und Comstock ein und dieselbe Person sind, lässt sich Booker daher ertränken, damit in diesen Universen niemals der scheinheilige, verblendete Prophet hervorgeht, der er zu werden im Begriff war.

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Das Verschwinden der zahllosen Elizabeths und den Cut, bevor "unsere" Version von ihr aufhört, zu existieren, ist durchaus vergleichbar mit dem Ende von Christopher Nolans Inception. Hier sieht man ebenfalls nicht, ob der Kreisel aufhört, sich zu drehen und es obliegt wohl der Deutungshoheit des Spielers, ob auch diese Liz letzten Endes ausgelöscht wird oder - und das ist durchaus ein valider Punkt - ob sie jetzt weit ab jeglicher Universen und Zeitlinien existiert. Ganz ähnlich wie die Luteces. Wer das Ende der Credits abwartet, sieht zudem, wie Booker in seinem Büro aufwacht und im Nebenzimmer das Glockenspiel zu hören ist. Dies ist allerdings nicht Booker 1, den wir spielten, sondern eine andere Version unseres Helden, der eine Chance hat, mit seiner Tochter vereint zu sein - immerhin kommt es niemals dazu, dass er von Comstock ein Angebot erhält.

BioShock Infinite ist ein emotionaler Ritt voller Wendungen, falscher Schlüsse aus richtigen Erkenntnissen und vielen, vielen interessanten und fingerfertig platzierten Details. Hier wird euch kein Twist um des Twistes Willen zwischen die Beine geworfen wie ein dicker Knüppel. Durch die gesamte Geschichte hinweg gibt einem Irrational Games wichtige Puzzleteile der Handlung in die Hand, aber erst am Ende ist man in der Lage, diese zu einem schlüssigen Ganzen mit nur wenigen losen Enden zusammenzusetzen. Es liefert sogar einige höllisch gute Erklärungen für die spielerischen Parallelen zu den bisherigen Spielen der Reihe ab und ist damit deutlich cleverer, als wohl nicht nur ich zu Anfang dachte. Der Umfang, in dem fast jeder plotrelevante Punkt - lediglich Lady Comstocks geisterhafte Wiederbelebung müssen wir nicht vorgeben, in Gänze zu verstehen - sehr befriedigend thematisiert und aufgelöst wird, ist vor allem im zweiten Durchgang beeindruckend.

Es ist kein Spiel mit klarer Botschaft, will eher unterhalten und euch mit seiner Narrative, überraschen. Das heißt aber nicht, dass sich in Infinite nicht reichlich Meditationsstoff zu verschiedenen Themen vorhanden wäre. Es thematisiert die Gefahren ideologischer Verblendung, fälschlich empfundener Absolution und die Notwendigkeit, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Wie schon im ersten Spiel geht es um den Zwist zwischen Selbstbestimmung und Schicksal und hebt diese mit seinen Variablen und Konstanten in verschiedenen Welten sogar auf einen Level, der die Welt von BioShock unermesslich erweitert. Tatsächlich kommentiert Irrational auf diese Weise so viele Jahre nach seinem "Would-you-kindly?"-Moment einmal mehr die gängigen Spielregeln, denen wir nur allzu gerne folgen.

Es wird genügend Leute geben, die mit dieser Geschichte wenig anfangen können, mit Reisen durch Zeit und Raum, und viele werden sich emotional schon dabei verheben, eine fliegende Stadt als Schauplatz zu akzeptieren. Und doch können wir uns wohl alle darauf einigen, dass dieses Medium durch Teams wie Irrational Games unermesslich an Qualität gewinnt. In Zeiten, in denen alle auf Nummer sicher gehen, erwarten Ken Levine und seine talentierte Truppe, dass der Spieler mitdenkt, zu mehr wird als nur Konsument, der sich berieseln lässt. Das ist eine Richtung, die gerne noch mehr Publisher und Entwickler einschlagen dürfen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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