Ron Gilberts Vision für ein neues Monkey Island

Er würde die Teile, die ohne seine Beteiligung entstanden sind, einfach ignorieren.

Was wäre, wenn Ron Gilbert an einem neuen Monkey Island arbeiten würde? Was er derzeit nicht tut, wie er ganz klar betont. Aber was wäre wenn? Nun, was dann wäre, erklärt er in einem neuen Blogeintrag .

„Ich mache kein weiteres Monkey Island. Ich habe keine Pläne, ein weiteres Monkey Island zu machen. Ich stelle kleine Pläne zusammen, um ein weiteres Monkey Island zu machen", schreibt er.

„Aber wenn ich ein weiteres Monkey Island machen würde..."

„Es wäre ein Retro-Spiel, das sich an Monkey Island 1 und 2 orientieren würde. Ich würde es als 'Enhanced Low-Res'-Spiel machen. Nette, knackige Retro-Grafik, angetrieben von der heutigen Hardware."

Klingt so ähnlich wie das, was LucasArts mit den Special Editions der ersten beiden Teile angestellt hat. Und am wichtigsten ist: „Es braucht keine 3D-Grafik."

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Außerdem wäre das Spiel „Hardcore". Soll heißen: Keine Tutorials, keine Hilfe, „keine Anpassung an den Massenmarkt oder irgendeine Modernisierung."

Das Problem an der ganzen Sache ist Disney: „Der einzige Weg für mich, ein neues Monkey Island zu machen, ist der Besitz der Rechte. Ich habe zu viel Zeit meines Lebens damit verbracht, Dinge zu erstellen, die andere besitzen."

„Ich würde euch nicht nur erlauben, Monkey-Island-Fan-Spiele zu machen, sondern euch auch dazu ermutigen. Kennzeichnet sie entsprechend, respektiert Spielwelt und Charaktere und behauptet nicht, sie wären canon. Wenn die Anwälte von diesem letzten Satz Wind bekommen, wäre er sieben Seiten lang."

The Curse of Monkey Island, Escape from Monkey Island und Tales from Monkey Island würde er dabei übrigens ignorieren.

„Es würde Monkey Island 3a heißen", schreibt Gilbert. "In meinem Monkey-Island-Universum existieren alle Spiele nach Monkey Island 2 nicht. Ich entschuldige mich bei all den talentierten Leuten, die daran gearbeitet haben und bei denen, die sie geliebt haben, aber ich würde da anfangen, wo ich aufgehört habe. Unbelastet. Und auf einem Jahrmarkt."

„Das heißt nicht, dass ich nicht irgendwelche guten Ideen oder Charaktere von anderen Spielen klauen würde."

Die aus den ersten Teilen bekannten „Verben", mit denen Guybrush seine Aktionen ausführt, würde es wohl nicht mehr geben, dafür aber ein vollwertiges Inventar. Arbeiten würde er mit einem kleinen Team - zehn oder weniger Leute -, damit das Ganze auch etwas persönlicher wird.

„Wenn ich Kickstarter nutzen würde, gäb es keine schicken Videos, in denen ich versuche charmant auszusehen (als ob ich das könnte). Keine Concept Arts, keine hochmütigen Versprechen oder lächerliche Belohnungen."

„Ich würde wohl keine große Geldmenge zusammenbekommen oder irgendwelche Rekorde brechen, aber darum geht es auch nicht. Ich will ein Spiel machen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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