Digital Foundry - Eine Welt in Bewegung: Destiny im Zeitraffer

Atemberaubende Aufnahmen aus Bungies neuestem Werk.

Als wir die Gelegenheit hatten, in dieser Woche Hand an die Alpha-Version von Destiny anzulegen, wollten wir etwas Besonderes machen. Jeder, der schon mal ein Halo gespielt hat, kann bestätigen, dass die Leute bei Bungie echte Meister ihres Fachs sind, wenn es darum geht, atemberaubende Szenerien mit einem massiven Ausmaß zu verwirklichen. Die ersten Schritte auf der verwüsteten Erde in Destiny erinnern uns an die Momente, als wir zum ersten Mal die Fluchtkapsel im ersten Halo verlassen haben. Man nimmt sich einen Moment Zeit, dreht die Kamera langsam herum und wirft einen ausgiebigen Blick auf die Szenerie, die uns wieder daran erinnert, warum dieses Studio zu einem der besten der Industrie zählt.

In Destiny gibt es viele Premieren für Bungie, etwa einen kompletten Tag-Nacht-Zyklus. Diese meisterhafte Beherrschung von Licht und Schatten dafür zu verwenden, dass sich die Umgebung dynamisch verwandelt, während sich der Spieler mit der Erkundung und Kämpfen beschäftigt, ist in der Tat eine aufregende Vorstellung. Ein kompletter Tag in der Welt von Destiny dauert eine Stunde in Echtzeit, wodurch wir eine tolle Gelegenheit erhalten, in diese prächtige Welt einzutauchen, die Bungie erschaffen hat. Daher dachten wir, dass sich das Spiel exzellent für den nächsten Teil unserer unregelmäßig erscheinenden Zeitraffer-Videos eignet.

Es beginnt mit mehren unabhängig voneinander agierenden Ebenen, die verschiedene Wolkenformationen repräsentieren, die sich nahtlos miteinander bewegen und ineinander übergehen. Das Sonnenlicht durchdringt diese Ebenen realistisch und sorgt für geradezu himmlische Umrisse bei diesen herumwirbelnden Wolken. Sonne und Mond wechseln sich ab und tauchen die Welt in entsprechendes Licht. Das sanfte, orangefarbene Glühen des Abends wechselt zu einer klaren, knackig scharfen Nacht, auf die dann wiederum ein unglaublicher Sonnenaufgang folgt. Lichtschächte von Mond und Sonne strahlen durch Bäume hindurch und wecken auch hier wieder Erinnungen an die ersten Momente aus Halo.

Dieser Effekt des warmen, natürlichen Lichts wird durch den subtilen Nebel, der sich realistisch in entfernte Täler schleicht und wieder verschwindet, nur noch verstärkt. Die Wolken werfen majestätische Schatten auf die Welt unter ihnen und verstärken den Eindruck dieser gewaltigen Spielwelt, die Bungie bieten will. Unterstützt wird das alles zudem durch eine exzellente Implementierung von Echtzeit-Schatten, die sich sanft in der Welt strecken, bis das Tageslicht hinter den entfernten Bergen verschwindet.

In der Welt von Destiny gibt es auch große Mengen an Wasser. Obwohl die Implementierung des Wassers an sich nicht besonders hervorsticht, verstärken die Reflexionen der Spielwelt und des Himmels im Wasser noch mehr den Eindruck einer wirklich zusammenhängenden Welt. Die Strände entlang dieser Wasseroberflächen interagieren auch auf eine nette Art und Weise, sodass keine harschen Kontraste zwischen Land und Wasser entstehen. Flüsse und kleine Pfützen werden ebenfalls beleuchtet und interagieren mit dem Licht.

Bungies verwüstete Erde - wie man sie in der PS4-Alpha sieht - ergibt ein wunderschönes Zeitraffer-Video.

Betrachtet man dies alles als zusammenhängendes Ganzes, haben wir den Next-Generation-Aspekt in Bungies Spieleentwicklung gefunden. Die Fachkenntnis, die dieses Studio über die Jahre angesammelt hat, resultiert in einer scharfsinnigen Vision einer verwüsteten Welt. Die wundervollen Tag-und-Nacht-Wechsel spielen dabei eine gewaltige Rolle und helfen dabei, eine der verblüffendsten Präsentationen zu erschaffen, die wir jemals in einem Shooter gesehen haben.

Aufgrund des langen 60-Minuten-Zyklus brauchte es einiges an Zeit und Anstrengungen, um dieses Video zu erstellen. Und zumindest in dieser Phase der Entwicklung macht es einem Destiny nicht leicht, Aufnahmen der Spielwelt anzufertigen. Es gibt keine Option zur Deaktivierung des HUD und in der standardmäßigen First-Person-Perspektive sieht man eine große Waffe im Bild. Aus diesem Grund haben wir uns für 21:9 als Bildformat entschieden und schnitten den unteren Bildschirmrand mitsamt des HUD einfach aus. Dadurch können wir die breiteren Aufnahmen auch besser hervorheben.

Schnell entdeckten wir, dass die Kamera durch Betätigung des unten D-Pad-Buttons in eine Third-Person-Perspektive und der Charakter in eine Sitzposition wechselt. Indem wir uns direkt neben eine Wand oder ein Objekt setzten, war es uns jedoch möglich, die Kamera so zu justieren, dass sie den Eindruck einer First-Person-Perspektive ohne sichtbare Waffe erweckt.

Wir haben einige Zeit damit verbracht, nach guten Positionen für unsere Aufnahmen zu suchen. Sobald das erledigt war, setzten wir uns hin und nahmen das Ganze mit fünf Frames pro Sekunde auf, wodurch wir bis zu einer Stunde Videomaterial aufzeichnen konnten. Von da an war es möglich, die Geschwindigkeit der Aufnahme anzupassen, um für diesen Zeitraffer-Effekt zu sorgen. Die meisten Aufnahmen wurden in 60 FPS konvertiert, aber wir nutzten auch eine Geschwindigkeitserhöhung um bis zu 400 Prozent, um bei wichtigen Sequenzen für schnellere Übergänge zu sorgen.

Bedenkt man, dass es sich hierbei um eine Alpha-Version handelt, waren wir auf ein paar ausgewählte Gebiete für dieses Projekt beschränkt. Der jüngste E3-Trailer, der während der E3-Pressekonferenz von Sony gezeigt wurde, deutet an, dass uns noch so viel mehr erwartet. Bis zu diesem Tag solltet ihr jedoch diesen ersten Eindruck von Destinys Welt in Bewegung genießen.

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Über den Autor:

John Linneman

John Linneman

Staff Writer, Digital Foundry

An American living in Germany, John has been gaming and collecting games since the late 80s. His keen eye for and obsession with high frame-rates have earned him the nickname "The Human FRAPS" in some circles. He’s also responsible for the creation of DF Retro.

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