Payday-2-Designer gründet Indie-Studio

"Ich verlasse Triple-A."

David Goldfarb, bis Battlefield 3 bei DICE angestellt, verlässt auch seinen aktuellen Arbeitgeber Overkill (Payday 2). Er will sich von Triple-A abwenden und sich auf die Gründung eines neuen Indie-Studios konzentrieren.

"Ich verlasse Triple-A", so Goldfarb gegenüber Polygon. "Payday 2 war kein Triple-A, aber es verkaufte sich wie ein Triple-A-Titel."

"Ich will neue Genres finden, die ich untergraben kann. Um das zu tun, kann ich nicht für Leute arbeiten, wie ich es bisher getan habe. Ich will mit dem Sch*** nichts mehr zu tun haben."

Unter den Genres, denen er sich als nächstes zuwandern will, seien allerdings keine MOBAs.

"Keine MOBAs, kein Comicbuch-Stil, kein Pixel-Art. Das sind Dinge, die ich nicht machen werde. Es liegt nicht an diesen Genres, sie sind alle toll, aber ich will nicht in ihnen arbeiten", so Goldfarb, der sich aber sehr wohl vorstellen könnte, an einem Rollenspiel zu arbeiten.

Mit Overkill trennte er sich wohlwollend, denkt er. Sicher nicht zuletzt, weil sie zusammen über eineinhalb Millionen Einheiten von Payday 2 verkaufen konnten und weiterhin Erfolge mit den zahlreichen DLC-Paketen feiern.

"Es ist alles im Reinen, denke ich und ich glaube, [Overkill] sind gut positioniert, weiter erfolgreich zu sein, wie auch die letzten Steam Sales nahelegen. Ihnen geht's gut."

"Ich wusste ab einem gewissen Punkt, dass ich schon immer mein eigenes Ding machen wollte. Es ist egal, mit wem ich arbeite: Mein Wunsch war nie, anderer Leute Spiele zu machen, egal wie gut sie sind", erklärt er, was ihn zu dem Schritt bewogen hat.

"Ich fühlte mich, als hätte ich alles andere gemacht. Payday 2 war ein großer Erfolg, das Team war toll. Aber ich dachte nur, was mache ich bloß hier?"

"Ich war zwar Game Director, aber ich schätze, ab einem gewissen Punkt fragt man sich, 'was bedeutet das überhaupt?' Wenn ich mich mit Leuten streite oder ruhelos werde, sieht man, wie diese Dinge anfangen", sagt er. "Nach einer Weile dachte ich mir, 'vielleicht ist es an der Zeit, die eine Sache zuzugeben, gegen die ich mich meine gesamte Karriere über gewehrt habe'. Nämlich, dass mich einzig glücklich machen kann, das hier für mich selbst zu machen - und dieses Verlangen nicht weiter aufzuschieben, nur weil es mir Angst macht."

Worte, die tief blicken lassen.

"Es war einfach an der Zeit."

Der zweite Teil des Bankraub-Shooters verbesserte das Prinzip des Vorgängers in jeglicher Hinsicht, unser Test zu Payday 2 erklärt euch, wie das gelang.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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