Vier Dinge, die Forza Horizon 3 braucht und auf was es gern verzichten kann

Ich kann keine Autotouren mehr sehen.

Eigentlich bin ich recht zufrieden mit Forza Horizon 2. Schon der erste Teil, den ich ein paar Monate zuvor spielte, hat mir sehr gefallen, aber FH2 lässt meiner Meinung nach auch locker den Xbox-One-Launch-Titel Forza Motorsport 5 hinter sich. Und dennoch merke ich mit der Zeit, wie mich vor allem einige der Neuerungen eher nerven, statt ihren sinnvollen Beitrag zum Spiel zu leisten.

Dass ein Forza Horizon 3 kommt, davon kann man wohl relativ sicher ausgehen. Und ich würde auch unbedingt einen weiteren Teil haben wollen. Der jüngst veröffentlichte DLC - mehr dazu erfahrt ihr im Forza Horizon 2: Storm Island Test - war eine gute Gelegenheit, mich noch einmal etwas intensiver mit dem Spiel zu beschäftigen, und dabei wurde mir dann auch so richtig klar, was ich gerne in Forza Horizon 3 sehen würde - und was nicht.

Das könnt ihr genauso sehen wie ich oder auch völlig anders. Wenn ihr eigene Wünsche und Vorstellungen habt, schreibt sie doch in die Kommentare. Nun aber erst einmal die sechs Dinge, die Playground Games meiner Meinung nach für Forza Horizon 3 berücksichtigen sollte.

2

Schnee

In Forza Horizon 2 hatten wir ja jetzt fast schon alles. Sonne, Regen, Sturm, Nebel, Dunst... Fehlt eigentlich nur noch Schnee. Als jemand, der die kalte Jahreszeit sehr gerne mag, wünsche ich mir den natürlich ganz besonders, einerseits aus optischen, aber auch aus spielerischen Gründen. Schnee wäre jetzt auch in der für FH2 gewählten Region nicht allzu unrealistisch, aber beim nächsten Mal darf man sich gerne einen Schauplatz aussuchen, bei dem es (zum Teil) auch etwas eisiger und verschneiter zur Sache geht. Vielleicht ja die Alpen- und Voralpenregion? Da hätte man zugleich auch ein schönes Panorama.

Mehr Schaurennen

Forza Horizon 1 hatte einige interessante Schaurennen, aber auch einige eher unspektakuläre, in denen lediglich die exakt gleichen Autos gegeneinander antraten. Letztere wurden für Forza Horizon 2 zum Glück gestrichen, damit man sich ganz auf diese außergewöhnlichen Schaurennen konzentrieren konnte. Und mit denen hatte ich hier wirklich sehr viel Spaß. Ich erinnere mich noch gut an das direkte Duell des Sportwagens am Boden mit der Kunstflugstaffel entlang der Küste oder den Zweikampf gegen die schwerfällige Transportmaschine, den ich erst auf den letzten Metern für mich entschied. Davon hätte ich künftig gerne noch einige mehr. Ich fand es auch sehr schade, dass es in Storm Island kein neues Event dieser Art gab.

1

Mehr Eventvarianten

Ein bisschen mehr Abwechslung bei den Events könnte einem Forza Horizon 3 auch nicht schaden. Storm Island war da schon ein Schritt in die richtige Richtung, vor allem in Bezug auf die Off-Road-Rennen. Ansonsten ließen sich hier und da vielleicht noch ein paar Rennen mit Hindernissen einstreuen oder Rundenrennen, bei denen an jedem einzelnen Checkpoint Punkte je nach Position verteilt werden. Oder gar Rundenrennen, bei denen sich in jeder Runde dynamisch die Strecke verändert. Das Potenzial zu mehr ist zweifelsohne vorhanden und bei der Masse an Meisterschaften beziehungsweise Rennen, die schon FH2 bietet, sollte man bei einem dritten Teil dahingehend noch etwas aufstocken. Aber bloß keine Drift- oder Zeitrennen, darauf kann ich gerne verzichten.

Radiosender für eigene MP3s

So abwechslungsreich die Musik der einzelnen Radiosender in Forza Horizon 2 auch sein mag, nach diversen Stunden hat man sich daran irgendwie sattgehört. Umso schöner wäre es, wenn man sich seinen individuellen Radiosender mit eigenen MP3s von einem USB-Stick zusammenstellen könnte. Sollte doch eigentlich kein Problem sein und nicht gewaltig viele Ressourcen fressen. Wenn man denn wenigstens über den Media-Player der Xbox One im Hintergrund Musik abspielen könnte, wäre das ja schon mal ein erster Schritt... Denn am Ende macht das Fahren doch noch mehr Spaß, wenn man im Hintergrund seine Lieblingsmusik hören kann.

3

Weniger (oder gar keine) Autotouren

Ach ja, die Autotouren. Anfangs fand ich sie eigentlich noch ganz nett, um mal ein wenig von der Region zu sehen, aber mittlerweile sind sie für mich doch eher der Nervfaktor Nummer 1 in Forza Horizon 2. Vor jeder Meisterschaft noch einmal zum jeweiligen Schauplatz fahren zu müssen, ohne die Schnellreisefunktion nutzen zu können, wird irgendwann einfach ermüdend und zur langweiligen Routine. Dafür sprechen auch die bis jetzt 15 Stunden, die ich laut Spiel mit Autotouren verbracht habe. Für mich ist das reine Zeitverschwendung, da ich diese 15 Stunden viel lieber in Rennen und Meisterschaften investiert hätte. Und eine solche Streckung der Spielzeit hat Forza Horizon 2 mit seinen zahlreichen Inhalten eigentlich gar nicht nötig. Gerade deshalb war für mich auch der Storm-Island-DLC so angenehm. Keine Autotouren, einfach die nächste Meisterschaft wählen und schon geht es los. Es ist eines dieser neuen Features im Spiel, die sich im Nachhinein als gar nicht mal so gute Idee entpuppen.

Weniger Zeitverschwendung zwischen den Meisterschaften

Und wo wir gerade dabei sind. Das Meisterschaftssystem ist mit seinen Autotouren alles in allem doch unnötig umständlich ausgefallen. Storm Island löste das ganz einfach und unkompliziert, ohne unnötigen Schnickschnack. Eben so, wie es auch in Forza Horizon 1 der Fall war. Verschlimmbesserungen braucht eigentlich niemand. Neben den Autotouren stört übrigens auch die Tatsache, dass ich alle drei Meisterschaften wieder zum Festivalgelände zurückkehren muss - auch hier ohne Schnellreisemöglichkeit. Und warum? Nur um zu sehen, dass ich die letzten drei Meisterschaften gewonnen habe. Danke, Playground. Sehr sinnvoll, das weiß ich auch so. Alles in allem resultiert das wieder in knapp zehn Minuten verschwendeter Zeit, bis man zum Festivalgelände zurückgekehrt, sich das angeschaut und wieder zum nächsten Meisterschaftsort gefahren ist.

Das sind Dinge, die ich als Spieler einfach nicht nachvollziehen kann. Was denkt man sich als Designer dabei? „Wie können wir den Spieler noch ein bisschen länger vom essenziellen Teil des Spiels fernhalten?" Bis zum ersten oder dem zweiten (und letzten) Finale wäre das für mich ja noch halbwegs okay, aber anschließend ist es schlicht nur noch unnötig und zeitfressend.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (47)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (47)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading