Mojangs Minecraft hat die Industrie mehr verändert, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Das glaubt jedenfalls Brenda Romero.

„Minecraft war der Reboot des grafischen Wettrüstens - es hat buchstäblich dafür gesorgt, dass Projekte neu begonnen wurden", so Romero auf der DICE-Entwicklerkonferenz (via GamesIndustry).

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„Es waren große Projekte in Arbeit, die wegen Minecraft komplett neu gestartet wurden. Das Gameplay ist wichtig. Und das, was im Kopf des Spielers passiert, ist wichtig. Zumindest meiner Erfahrung nach ist Minecraft einfach beispiellos."

Ihr zufolge ist Minecraft das perfekte Beispiel dafür, dass die Spieler auf mehr Wert legen als nur auf gute Grafik.

„Die Spieler sind viel häufiger bereit dazu, sich Dinge anzuschauen, während man in der Vergangenheit vielleicht nur 'schaut euch diese beschissene Grafik an' dazu gesagt hätte. Ich habe das Gefühl, dass wir das hinter uns gelassen haben."

Ebenso habe Mojangs Erfolg dafür gesorgt, dass Unternehmen „viele kleinere Risiken im Bereich von 1 bis 5 Millionen Dollar" eingehen würden. Das sei zwar immer noch viel Geld, aber „nichts im Vergleich zu einem AAA-Titel".

„Ich sehe, wie Publisher viele kleinere Risiken eingehen, wohl wissend, dass sich vielleicht eines von zehn Risiken auszahlen wird. Genau das passiert derzeit", so Romero weiter.

"Die Leute schauen sich Spiele wie Minecraft und FTL an und es besteht die Möglichkeit, eine ähnliche Kapitalrendite zu erzielen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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