Die Würfel sind gefallen. Der Drops ist gelutscht. Der Zug ist abgefahren. Ihr habt entschieden und eure Top 50 Spiele des Jahres 2017 stehen fest. Wie ihr gewählt habt, verraten wir euch nun in den kommenden Tagen, natürlich wieder garniert mit euren und unseren Kommentaren zu den jeweiligen Platzierungen.

Und auch an dieser Stelle an Dankeschön dafür, dass ihr nicht nur bei der Top 50 so fleißig kommentiert habt, sondern auch über das Jahr hinweg bei allen anderen Artikeln. Am Ende hat es zwar nicht jeder Kommentar geschafft, aber wir wissen eure Mühe auf jeden Fall zu schätzen.

Übrigens: Wer das Switch-Paket gewonnen hat, erfahrt ihr gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Top 10.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen.

Die besten Spiele des Jahres 2017

50. Nex Machina

(Housemarque) - Nex Machina Test

Martin: Was passiert, wenn man Bullet Hell mit Twin-Stick kreuzt? Cablepunk! Ich habe keine Ahnung, was Cablepunk sein könnte, die meisten Google-Treffer drehen sich um Housemarques Nex Machina, dann gibt es da noch "Cinderella Cablepunk", ein SciFi-Fantasy-Buch, das ehrlich gesagt ganz nett klingt. Keine Ahnung, ob es was mit Nex Machina zu tun hat. Und dann sind da noch zwei Bilder von Kabeln im Detail, die ihr auf einer Seite für Bilder kaufen könnt und die heißen beide Cablepunk. Hilfe, weiß einer hier, was Cablepunk ist?

Benjamin: Schade, dass die Meister des Arcade-Genres in ihrem Genre nicht den verdienten Erfolg haben. Mit ihren zukünftigen Projekten läuft es hoffentlich besser. Handwerklich muss man sich da wohl keine Sorgen machen.

Alex: Ich wusste zu seinem Erscheinen noch nicht, dass hiermit eine Ära zu Ende gehen sollte. Housemarques letzter Quasi-Spielhallen-Shooter lieferte noch einmal voll ab. In Schönheit und schierer Arcade-Perfektion sagt eines der besten Studios in dieser Disziplin dem Genre ade, zu dessen Erhalt sie jahrelang maßgeblich beigetragen haben. Pures Gold, das auch folgerichtig über dem Test prangte.

Markus Hensel: Mein erster Gedanke, als ich Nex Machina zum ersten Mal erblickte: "So sieht es also aus, wenn man Drogen einwirft". Das neonbunte Farbschema quetscht jedes bunte Pixel aus dem Bildschirm und daran musste ich mich erst mal gewöhnen. Mit ein paar Bierchen (zum Farbausgleich) und einem Kumpel im Koop macht das Teil aber durchaus Laune.

8BallDeluxe: Ein weiterer Twin-Stick-Shooter der Extraklasse, der Housemarques Tugenden auf den Punkt bringt. Leider zieht sich das Studio aus dem Arcade-Bereich zurück. Ein echter Verlust für das Genre.

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Ilsildur: Einer der besten Twin-Stick-Shooter aller Zeiten von Housemarque und Eugene Jarvis. Schon jetzt ein Klassiker.

saxxonde: Housemarque hat hier in Zusammenarbeit mit Eugene Jarvis, praktisch dem Erfinder des Genres, einen makellosen Twin-Stick-Shooter abgeliefert. Das Ding ist schnell, komplex, bietet haufenweise verstecktes Zeug und ein Spielgefühl vom anderen Stern. Der fließende Wechsel zwischen den Levels sorgt dafür, dass das Momentum des Spiels erhalten bleibt und dadurch entsteht ein unvergleichlicher Sog, der den Adrenalinpegel stets knapp unterhalb der Hyperventilationsgrenze hält. Und das ist nur der zweite von fünf Schwierigkeitsgraden. Ein Wahnsinnsspiel und der beste Vertreter seines Genres. Würde mich auch nicht überraschen, wenn das noch sehr, sehr lange so bliebe.

McFlorida: Spektakulärer Twin-Stick-Shooter der Arcade-Spezialisten von Housemarque. Meiner Meinung nach das bisher beste Spiel von Housemarque und leider wohl auch eines der letzten seiner Art. Mein Platz 9.

49. The Elder Scrolls 5: Skyrim VR

(Bethesda) - Skyrim VR Test

Martin: Als damals der Virtual Boy raus kam, dachten wir alle, dass Skyrim VR oder etwas in der Art höchstens noch fünf Jahre weg ist. Hat ein bisschen länger gedauert.

Benjamin: Alle Jahre wieder taucht Skyrim irgendwo auf. Wie oft es wohl noch veröffentlicht wird, bis The Elder Scrolls 6 erscheint?

Markus Hensel: Hier muss ich etwas weiter ausholen: Skyrim steht bei mir in meiner gedanklichen Legenden-Vitrine. Dort rühre ich es nicht mehr an und lebe nur noch von den Erinnerungen an die glücklichen Momente. Das mag dem einen oder anderen wohl komisch vorkommen, doch hier bin ich eigen. Es ist ein bisschen wie die Geschichte um das Bildnis des Dorian Gray: Der Blick von außen beziehungsweise die Erinnerung daran ist toll, doch würde man es beim heutigen Stand der Technik ansehen, zerfällt es in seine Einzelteile - man weiß gar nicht mehr, was man daran so toll gefunden hat. So ergeht es mir, wenn ich Skyrim VR ansehe, also lass ich es.

el_Mar: Wer wollte nicht schon mal "live" einen Drachen killen?

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Ronin-X: This is fucking Skyrim for real!! Skyrim ist auch hier über jeden Zweifel erhaben.

Juan1919: Skyrim in VR ist ein super Erlebnis.

KleinerMrDerb: Wohlverdienter siebter Platz in meiner Liste. Auch wenn der Tester hier beim Spielen nur ans Kotzen denken konnte, beweist dieses Spiel für mich, dass große und lange AAA-Spiele unter der VR-Brille super funktionieren können und trotz schwächerer Grafik den Spieler weitaus mehr in seinen Bann ziehen als ihre "flachen" Brüder.

48. Sonic Mania

(PagodaWest Games, Headcannon / Sega) - Sonic Mania Test

Martin: Als damals Segas Saturn erschien, dachten wir alle, dass das nächste gute 2D-Sonic nur noch fünf Monate weg ist. Hat ein bisschen länger gedauert.

Benjamin: Ob ich irgendwann noch mit dem blauen Igel warm werde? Vielleicht sollte ich mal einen Teil wirklich ernsthaft spielen.

Alex: Ich bin nicht sicher, ob es nun eine grandios gute oder eine himmelschreiend schlechte Idee war, ein paar begnadete Fan-Entwickler das Spiel machen zu lassen, das die Fans all die Jahre wollten - und zwar im selben Jahr, in dem man selbst ein weiteres Mal irrläufige Wischi-waschi-Ware auf den Markt wirft, die die alte Glorie der Reihe nicht einfangen kann. Aber im Grunde ist es auch egal. Sonic Mania ist da, toll und die überfällige Erinnerung daran, weshalb man damals Sega liebte.

Markus Hensel: Ähh, nein. Einfach nur nein. Ich hab' Sonic vor einem Jahrzehnt zu Grabe getragen und brauche eine Igel-Zombie-Wiederauferstehung oder auch nur den Gedanken daran nicht mehr.

lebenwielarry: Der Trailer mit Musik von Hyper Potions war vielleicht das Highlight meines Jahres. Ich war so gehypt, dass ich tatsächlich nach der Verkündung ein Tränchen im Auge hatte. Das Spiel spielt sich wie ein Genesis/Mega-Drive-Sonic aus der Trilogie und das ist für Kenner und Nichtkenner der Grund, weswegen man sich Sonic Mania kaufen sollte. Unglaubliche Musik, tolle Optik und dass das Ende zu Sonic Forces übergeht habe ich gerade schon vergessen. Hat man es durch, macht man noch einen Durchgang. Guckt man dann auf die Uhr, hat 6 Stunden am Stück investiert und das Erste, was in den Kopf schießt, ist: "Ich bereue nichts! Ich bin ein Vorbild!"

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ChaoticSonic: Recht offensichtlich bei meinem Avatar. :) Bin ein großer Freund der klassischen 2D-16-Bit-Episoden des blauen Igels. Und nach den diversen 3D-Eskapaden, die nur gelegentlich mit (relativ) guten Spielen unterbrochen wurden (Generations, Lost World) ist es einfach eine Wohltat, den schnellsten und coolsten Igel der Welt mal wieder in einem klassischen 2D-Spiel zu sehen. Da stimmt einfach ziemlich viel. Christian Whitehead und Headcanon haben einen richtig guten 2D-Platformer abgeliefert. Und einfach ein hervorragendes 2D-Sonic. Musik, Grafik, Beschleunigung, Style. Das passt. Ja, es gibt kleinere Macken, die aber von Freunden der alten 16-Bit-Episoden lächelnd beiseite geschoben werden können. :)

Kurz: Ich habe seit Sonic 3 (& Knuckles) kein so gutes Sonic-Spiel gespielt. Und da der Erstkontakt mit dem Klassiker eben in den 90ern stattfand, hat mir Sonic Mania ein breites Dauergrinsen auf mein Gesicht gezaubert. Mein Spiel des Jahres 2017!

47. Project Cars 2

(Slightly Mad Studios / Bandai Namco) - Project Cars 2 Test

Martin: Wir hatten in den letzten zehn Jahren eine komplette Verschiebung weg von Aracde-Racern, die aktuell fast ausgestorben scheinen, hin zu extrem simulationslastigen Monstern, die ohne Lenkrad manchmal kaum noch zu handhaben sind. Der Trend geht zwar wieder zur sinnvoll möglichen Pad-Steuerung, aber wenn ich an Project Cars 2 am Ende etwas vermisst hatte, war es ein aktuelles Ridge Racer, mit dem ich mich danach entspannen kann. RR8 ist schon lange überfällig (Unbounded zählt nicht).

Benjamin: Den Vorgänger dank Games with Gold mal kostenlos erhalten, aber noch nicht gespielt. Daher ist auch der Nachfolger noch kein Thema für mich.

Alex: Beim Zurücksetzen im Optionsmenü Totalschaden erlitten. Top-Spiel, keine Frage. Nur einfach nichts für mich.

el_Mar: Sieht gut aus und spielt sich gut.

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Polmage: Trotz der Bugs ein geiler Racer, der Spaß macht und für den ich gerne das Lenkrad auspacke.

JoramLucifer: Perfekte Rennsimulation! Punkt.

Roadrunner_M33p: Gutes Gesamtpaket und für Racing-Fans ein Pflichtkauf.

KundeX: Tja, was soll man da groß schreiben. Nach anfänglichen ärgerlichen Bugs (Ideallinie verschwindet, man kommt nicht mehr aus der Box, weil der Lollypop nicht hochgeht, KI im Regen) ist es für mich das Rennspiel 2017. Grafisch, zumindest was die Fahrzeugmodelle angeht, top, der beste Sound in einem Rennspiel meiner Meinung nach und endlich vernünftige Controllersteuerung. Dass sind nur einige Punkte, zu erwähnen sind natürlich noch der enorme Umfang an fahrbaren Strecken, das dynamische Wettersystem sowie die Rennsportatmosphäre an sich, während man Rennen fährt.

Ronin-X: Mangels Alternative und bis ein richtiges GT für die PS4 kommt werde ich die öde Kampagne in Kauf nehmen. Schade, dass man daran nicht geschraubt hat. Alle anderen Bereiche des Spiels wurden ja ordentlich im Vergleich zum Vorgänger erweitert.

jdeshadaim: Jahrzehntelang spannt man sich hinter das Gamepad und freut sich auf jeden neuen Gran-Turismo-Teil. Doch nun, nach all den Jahren, ist es Project Cars in seiner zweiten Iteration, das mich immer wieder aufs Neue mühsam das Lenkrad aufbauen lässt und mir meinen Jugendtraum des Racings ermöglicht. Nicht, dass Gran Turismo Sports ein schlechter Titel ist und die Kritik, die es bekommt, hat es auch nicht verdient. Project Cars 2 gibt mir jedoch deutlich mehr Adrenalin und Racing-Feeling. Luft nach oben ist hier aber durchaus noch vorhanden, denn eigentlich haben wir hier nur ein Project Cars 1.5 Deluxe bekommen.

gigsen: Steht hier für mich auch beispielhaft für VR! Es ist unglaublich, der Hammer. Vieses VR steckt noch in den Kinderschuhen, klar... Es gibt noch einiges zu verbessern, aber FÜR MICH der neue Shit! Das spiel ist in allen Belangen besser als Teil 1. Project Cars 2 in VR mit Lenkrad ist soo toll, soo neu, soo intuitiv... soo besser! Online und mit Kumpels racen ist sowieso schon geil, aber in VR sitzt du wirklich im Auto! Und es macht auch fahrerisch einen Unterschied. Ich brauch da auch kein Forza oder GT. Project Cars 2 in VR hat genau das, was ich will: Race-Feeling! Und zwar mittendrin statt nur dabei.

46. Final Fantasy 14: Stormblood

(Square Enix)

Martin: Und wieder ein weiteres Highlight für den großen, kleinen Onlinegiganten. Wer hätte nach dem 2010er Debakel erwartet, dass diese Welt mal so aufblühen und gedeihen würde. Auch wenn ich selbst raus bin und wohl nicht wiederkommen werde: Es ist schön zu sehen, dass es diesem sympathischen Spiel gut geht.

Benjamin: MMOs? Aus der Nummer bin ich schon seit Jahren raus.

Markus Hensel: Der Start von FF14 war kein einfacher, doch so langsam scheint es, als ob man die richtige Formel gefunden hätte.

bonito: Ein großes und sehr erfolgreichen MMO wird noch größer und abwechslungsreicher. Weiter so!

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Heartz_Fear: Juhu, dieses Jahr ist das Add-On zu FFXIV in der Liste, nachdem es vor zwei Jahren mit Heavensward nicht geklappt hat. Also danke erstmal, auch wenn es vielleicht nicht mal in der Top 50 erscheint. FFXIV ist ein Ausnahme-MMO. Es schafft es nicht nur wunderbar, alte mit modernen Elementen zu verknüpfen, auch in allen anderen Punkten kann es glänzen. Wer ein Final Fantasy mit guter Story sucht, weil ihm die 13er Reihe zu seicht war, das 12er zu politisch oder die 15 zu unfertig, der kann hier ruhigen Gewissens zugreifen. Final Fantasy XIV, mit all seinen Add-Ons, erzählt die für mich tatsächlich beste Story der Reihe. Tut mir leid, Final Fantasy VIII. Dazu kommt ein ausgesprochen abwechslungsreicher Soundtrack, der ebenfalls alte Stücke mit neuen Klängen ergänzt und vermischt. Bosse werden kreativ umgesetzt und als Fan hat man regelmäßig Déjà-vus. Das Kampfsystem ist MMO-typisch, aber hier auch ein Festschmaus für Fans. Mit Mönch, Schwarzmagier, Machinist usw. sind viele bekannte Klassen vertreten. Zu Stormblood selbst kann man eigentlich wenig schreiben, außer dass es die tolle Geschichte aus dem letzten Add-On weiterführt und viele Überraschungen bereithält. Neue Dungeons, neue Primae, neue Klassen (Samurai & Rotmagier), neue Gebiete usw. Ca. alle 3 Monate kommt ein neuer, großer Patch, der das Hauptszenario weiterführt und am Ende immer einen tollen Ausblick gibt, in welche Richtung es geht. Dazu gesellen sich neue Bosskämpfe, Dungeons und Veränderungen am Spielsystem, sodass man immer zu tun hat. Leider muss ich mich jetzt selbst zügeln, da mein Text sonst Ausmaße annimmt, die man in einer "Spiel des Jahres"-Übersicht niemanden zumuten kann.

Lucan815: Was ist denn da los?! Ein MMO und obwohl man alle kennt und schon gesehen hat, ist hier irgendwas, das mich fesselt. Ich kann nicht sagen warum, aber irgendwie das meistgesuchtete Spiel dieses Jahr... bis heute.

soichiro: Das einzige MMORPG, das auch meine Frau spielt... Also WAS WILL ICH MEHR ?

45. Get Even

(The Farm 51 / Bandai Namco) - Get Even Test

Martin: Oho, immerhin. Platz 45. Freue ich mich jetzt, dass es drin ist, oder ärgere ich mich über seine Schlusslichtposition? Weder noch, ist eh Zeitverschwendung, wenn ich euch stattdessen sagen kann, dass ihr das spielen sollt. Viel Thriller, ein wenig Shooter, dramaturgisch wertvoll und überraschend. Vielleicht nicht ganz das Life is Strange des Jahres 2017, aber seht es mal so: Es floppte viel härter, als es bei seiner eh nicht einfachen Prämisse zu erwarten war und nun könnt ihr es 2018 bestimmt in irgendeinem Sale für 78 Cent inklusive virtueller Sammelkarten und einem Lolly bekommen. Gönnt euch das. Erst den Lolly, dann Get Even. Weil ihr es euch verdient habt.

Benjamin: Klingt interessant und wird bestimmt irgendwann mal auf meiner Festplatte landen. Oder auf dem Stapel.

Alex: Ich weiß nicht allzu viel darüber, nur dass Martin es liebte und es eine Pistole gibt, mit der man um die Ecke schießen kann. Wäre eigentlich auch eine schöne Idee für das neue Perfect Dark, das es niemals geben wird.

Markus Hensel: Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wieso es so ist, aber Get Even ging komplett an mir vorbei. Musste mir gerade den Test von Martin durchlesen, um zu wissen, worum es geht. -> Pile of Shame.

BuzzLightyear89: Ein unheimlich atmosphärisches WTF.

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Asgar: Mein Platz 5. Hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm und vor allem wegen der Wertung hier bei Eurogamer gekauft. Klasse Idee und spannende Story. Auch wenn der ganze Plot insgesamt gar nicht so komplex ist, wie er anfangs scheint, die Erzählweise hat was. Und das alles stimmig aufgelöst wird wie hier ist ja leider sonst auch nicht immer selbstverständlich (ich hasse Lost immer noch dafür).

sxBI0H4Z4RDxm: Noch nie so ein unkonventionelles Game gezockt, welches sich einfach keinem Genre zuordnen lassen will. Die Story hielt mich, mit ihren Wendungen und massig WTF-Momenten, stets neugierig und das über die komplette Spielzeit. Gerne mehr von The Farm 51..

ColeTrain83: Im Kern eine Schuld-und.Sühne-Story, aber interessant und packend verschachtelt. Mit Sicherheit eines der abgefahrensten Spieleerlebnisse des Jahres und damit verdient in meinen Top 10 auf Platz 8.

strey7: Mystery-Thriller-Spiel mi sehr fesselnder Story und immer spannend.

jdeshadaim: Schön, dass sich auch große Entwickler noch auf sperrige Experimente einlassen, bei denen das Marketing vermutlich am durchdrehen ist. Fesselnd und überraschend.

McFlorida: Intensiver Psychothriller mit clever inszenierter Story. Es ist schwierig, etwas über Get Even zu schreiben, ohne das Erlebnis zu spoilern. Daher spielt es einfach! :-) Mein 6. Platz.

44. The Surge

(Deck13 / Focus Home Interactive) - The Surge Test

Martin: Nein, mit Robotern ist es einfach nicht dasselbe.

Benjamin: Das Projekt Dark Souls habe ich recht schnell wieder auf Eis gelegt, ob es mit The Surge besser klappen würde? Aber vielleicht versuche ich mich vorher doch noch mal an Dark Souls.

Sebastian: Schön zu sehen, dass Deck 13 unbeirrt seinem Ansatz folgt und weiterhin von den Besten klaut. The Surge fällt gar nicht übel aus. Ohne das trickreiche Leveldesign der Souls-Spiele zwar, mit deutlich weniger aufregenden Lagerhallen und Fertigungsanlagen, ein wenig verklemmt mit seinen Audiologs, aber trotzdem ganz nett und vor allem ansehnlich. Ich habe nur die ersten drei Abschnitte gespielt, was mich daran erinnert, endlich mal weiterzumachen. Vielleicht halte ich es ja bis zum Ende durch.

Markus Hensel: Bislang hat es The Surge lediglich auf die To-do-Liste geschafft. Selbige wird allerdings von Jahr zu Jahr länger, was seine Chancen nicht gerade erhöht. Sobald die Zentauruszeit mit dem 37-Stunden-Tag eingeführt wird, sollte ich zum Zocken kommen.

Markus Grundmann:Für mich war The Surge der gelungene Einstieg in die Souls-like-Spiele, so man diese denn als eigenes Genre sehen möchte. Das Spiel war zugänglicher als jedes Dark Souls, hatte aber gleichzeitig einen großen Teil von deren Tiefgang. Das dystopische Science-Fiction-Szenario erschien mir als willkommene Abwechslung gegenüber den Fantasy-Szenarien der Souls-Spiele und das Upgrade-System wirkte auch längerfristig befriedigend. Über eine Fortsetzung würde ich mich definitiv freuen.

SectionOne: Für die Souls-Reihe hatte ich nie Geduld, aber dieses Spiel hat mich gepackt.

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Motzl: Sehr cool und auch nicht zu einfach zum Durchzocken!

EdShepard: Brutal schwer, brutal gut - auch wenn das Konzept größtenteils geklaut ist. Aber das hat damals den Prinzen ja schon nichts ausgemacht bzw. geschadet...

AnimalM: Mutiges Konzept im Dark-Souls-Stil.

Taunustiger: Ähnlich wie bei Platz 1 liegt meiner Wahl hauptsächlich meine Vorliebe für Souls-Spiele zugrunde. Hier ist die Technik deutlich besser als bei Nioh. Jedoch gefallen mir historische bzw. mittelalterliche Fantasie-Szenarien im Kontext von Nahkampf-Spielen einfach besser. Deshalb landet The Surge bei mir knapp hinter Nioh auf Platz 2.

43. Star Wars: Battlefront 2

(DICE, Motive, Criterion / Electronic Arts) - Star Wars: Battlefront 2 Test

Martin: Wow, Lootboxen kosten heutzutage also 35 bis 40 Punkte im Ranking bei Eurogamer. Sicher nicht der heftigste Preis, den die verfehlten Marketing-Entscheidungen dieses Spiel gekostet haben. Aber schon ganz schön hart und völlig zu Recht. Spoiler: Es hätte teurer werden können, Need for Speed hat es nicht mal auf die Liste geschafft und das liegt wohl nicht daran, dass es eigentlich ein ganz gutes Spiel ist…

Benjamin: Mit dem Lootbox-Debakel hat sich EA selbst ein Bein gestellt, obwohl das Spiel eigentlich viel Laune macht. Nur die Kampagne hat mich enttäuscht, zumal im Vorfeld mit “Besiege die Rebellion” und ähnlichen Dingen geworben wurde und dann doch mittendrin die Seite gewechselt wird.

Alex: Alle drei Wochen für eine Dreiviertelstunde die Sounds hören, die Bilder sehen und sich vorstellen, hier ein besseres Spiel zu erleben, als man es tatsächlich tut. Seltsamerweise erfüllt Battlefront 2 damit für mich schon sein Soll. Vielleicht obendrein das Spiel, das uns unwillentlich den Dienst erwies und eine allzu freche und gierige Business-Praxis killte. Unbeabsichtigt zwar, aber das Resultat heiligt die Mittel. Hoffen wir das Beste!

Markus Hensel: Holla, SW: BF2 nur auf Platz 43. Damit hab ich nicht gerechnet. Hätte erwartet, dass die Hardcore-Fans trotz aller Widrigkeiten die Fahne hochhalten würden und das Spiel zumindest in die obere Hälfte der Top 50 wandert, doch anscheinend war das Lootbox-Drama dann doch zu viel. Mehr muss ich dazu wohl auch nicht mehr sagen.

Galtomat: Es tut mir leid, aber zusammen mit meiner Frau spielen wir dieses Spiel gerade sehr oft und haben viel Spaß dabei, auch wenn wir es vielleicht nicht sollten...

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Hoedi: Weil: Star Wars, nuff said!

Herbert234: Trotz Boxdebakel unglaubliche SW-Atmosphäre.

calmar81: Lootboxen, Pay-to-win oder Sternenkarten... mir alles Wurscht. Ich bin Singleplayer und mir hat die Kampagne echt gut gefallen. Das war Star Wars zum Mitspielen in richtig gut umgesetzten Umgebungen, die man aus den Filmen kennt. Bitte mehr davon! Gerne auch von EA, wenn es denn unbedingt sein muss.

Fury77: Tolles Spiel. Fanservice pur. Geniale Spielbarkeit und wahnsinnige Star-Wars-Atmospähre. Diesmal stimmte sogar der Umfang. Schade, dass EAs Mirkotransaktionen-Wahnsinn höhere und damit verdiente Testergebnisse versaut hat. Mal schauen, ob und wann sie das System wieder einführen. Aber unterm Strich bleibt ein super Shooter, der das Herz jedes Star-Wars-Fans höher schlagen lässt.

m_coaster: Auch hier, die Umstände lassen einen Platz 9 zu. Eigentlich hat das Spiel die rote Karte verdient. Und glaubt ja nicht, ich wäre Release-Käufer oder hätte zum Vollpreis zugeschlagen. Never Ever bei der Lootbox-Mechanik, dem schlechten Aufleveln im Multiplayer und dem Frevel in der Story-Kampagne. Denn die Kampagne beginnt super, ich hatte meinen Spaß gegen die stumpfe KI, dank Star-Wars-Feeling und vor allem der spielbaren Seite. Man übernimmt nämlich die Steuerung über eine weibliche Spionin und Superfrau des Imperium. Die Geschichte hat so einen ganz anderen Fokus und wirkt frisch und interessant. Leider bleibt das nicht so, aber die Zeit auf der dunklen Seite, die hat irre viel Spaß gemacht. Lang lebe der Imperator, ihr Rebellenpack!

Capricorn: Auch wenn ich die Kritik an allen Ecken mehr als verstehen kann - es macht einfach Laune.

42. Total War: Warhammer 2

(Creative Assembly / Sega) - Total War: Warhammer 2 Test

Martin: Die schönsten Erinnerungen der gamescom: "Hier, spiel die erste Stunde." Die erste Stunde stürzte im Minutentakt ab, war noch nicht die fertigste Version damals. "Okay. Spiel Stunde 264." Cool. Ich habe ein Million Einheiten, dreitausend Buttons, viertausend Fertigkeiten und null Plan plus volle Kontrolle. Ich war der Donald Trump dieses sehr schnell und spektakulär dem Untergang geweihten Fantasy-Reiches, dessen Geschicke ich da lenken sollte… Wenn ich mal Zeit hab, muss ich es noch mal wagen, das Spiel sah absolut grandios aus.

Benjamin: Den Vorgänger hab ich ganz gerne gespielt, aber irgendwie reizt mich der Nachfolger nicht mehr so sehr. Müsste mich mal wieder dazu durchringen, etwas am PC zu spielen. StarCraft 2 wartet immer noch...

Markus Hensel: Persönlich sehe ich Total War: Warhammer 2 (zusammen mit Warhammer 40.000: Dawn of War 3) als die bestens RTS in 2017 an. Wer mit dem Genre etwas anfangen kann, TW: Warhammer 2 noch nicht hat und etwas für die Feiertage zum Daddeln sucht, sollte hier zugreifen.

el_Mar: Es ist Warhammer - ich mag alles, was mit Warhammer und Creative Assembly zusammenhängt.

42a

Motzl: Im Großen und Ganzen ein super Spiel, aber der erste Teil hat mir besser gefallen!

Nekator: Perfekte Fortsetzung und mit der vereinten Weltkarte gibt es ein großartiges Extra.

Bloodshed82: Eigentlich braucht man zu Total War: Warhammer keinerlei Worte verlieren, außer diese: Auf Wiedersehen echtes Leben, ich ziehe mit Karl Franz und dem Imperium in die Schlacht! :P

Smer-Gol: Immer noch mein meistgespieltes Spiel und einer der Gründe, den PC aktuell zu halten.

41. Torment: Tides of Numenera

(inXile / Techland) - Torment: Tides of Numenera Test

Martin: Zuhören, nachdenken und dann erst reden. Da sag mal einer, dass man in Spielen nichts lernen könnte. Und wenn man das gelernt hat, dann gibt es eines der besten echten Rollenspielerlebnisse als Bonus noch oben drauf. Nicht ganz das Original, aber nah genug dran

Sebastian: Jedes Spiel, in dem man im ersten Textfenster zu Tode stürzen kann, ist ein gutes Spiel. Mindestens.

Markus Hensel: Ein spezielles RPG für einen speziellen Kreis von speziellen RPG-Fans, deren Spezialität mir zu speziell ist.

SectionOne: Wer braucht schon Bücher, wenn er ein Torment spielen kann. ;)

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BathiBoi: Sperrig, altbacken, hässlich. Weglegen konnte ich es trotzdem nicht. Die Welt hat mich eingesaugt. Tolles Art-Design.

sxBI0H4Z4RDxm: Schade, dass die heutige Spielerschaft nichts mehr mit Titeln dieser Art anfangen kann. Für mich hat Torment die besten Storys des Jahres erzählt. Danke!

adventureFAN: Hallo? Es ist Planescape: Torment. Natürlich muss es in die Top 10, wenn ich die Möglichkeit dazu habe! Der Anfang ist zäh, die Texte viel, das Gameplay aus der Hölle... aber was einem storymäßig dort geboten wird, ist für mich (und viele andere auch) bis heute unerreicht. Für Neueinsteiger wird es aber wohl ziemlich schwer sein, sich in Planescape: Torment zurechtzufinden... Schade =/

midnightmarauder: Eine Enttäuschung auf hohem Niveau. Kommt für mich bei weitem nicht an das originale Torment ran. Die Wahlmöglichkeiten waren gut, das erste Drittel auch und dass man kaum kämpfen muss sowieso. Am Ende war ich aber längst nicht so begeistert wie erhofft. Mit einem Divinity 2 kann Tides of Numenera nicht mithalten - und das hatte ich so nicht erwartet.

m_coaster: Was für ein ungewöhnliches Rollenspiel und würdiger Nachfolger des Klassikers. Es ist unzugänglich und ballert einen 1.200.000 Wörter aufs Auge. Nichts für den Feierabend nach einem stressigen Tag! Es wird wohl nicht vielen gefallen, aber das ist gut so. Denn so ist Torment: Tides of Numenera voll wilder Kreativität. Grandioses Storytelling, bizarre Quests und so einzigartig, dass es Momente für die Ewigkeit erzeugt. Technisch sicher nicht das beste isometrische Rollenspiel der aktuellen Garde, aber das verschmerzt man dem Spiel schnell. Manchmal ist Art-Design eben wichtiger.

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