In jüngster Zeit gab es kontroverse Diskussionen rund um Lootboxen, unter anderem angefacht durch Star Wars: Battlefront 2.

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Die Jugendschutzkommission der Landesmedienanstalten erwägt nun einem Bericht von Welt am Sonntag zufolge ein Verbot bestimmter Elemente in Videospielen, zum Beispiel Lootboxen.

Grund für die Überlegungen sei eine noch unveröffentlichte Studie, die besagt, dass Videospiele dem Glücksspiel immer ähnlicher werden - inklusive des Suchtpotentials.

Forscher der Uni Hamburg analysierten dabei Geschäftsmodelle und Umsatzzahlen der Branche und kamen zu dem Schluss, dass wenige Spieler für den Großteil der erzielten Umsätze verantwortlich sind. Das wiederum sei ein typisches Merkmal von Glücksspielmärkten.

"Ich halte es für denkbar, dass Lootboxen gegen das Verbot von Kaufappellen an Kinder und Jugendliche verstoßen könnten", sagt Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Jugendschutzkommission.

Kommt es zu einem Verbot, droht den Anbietern ein Bußgeldverfahren. Ebenso könne man ihnen untersagen, entsprechende Spiele anzubieten.

Eine Entscheidung diesbezüglich wird voraussichtlich im März gefällt.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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