Rainbow Six Sieges erster Scharfschützenrepetierer könnte das Spiel umkrempeln

Operation Shifting Tides ist jetzt live auf dem Testserver.

Das Jahr wird immer kürzer. Ich hatte noch nicht einmal Gelegenheit, mich in das letzte große Update reinzuknien, da ist das neue - Operation Shifting Tides - auch schon auf dem Rainbow Six Siege Testserver zu haben.

Eine neue Map gibt es in diesem Update nicht, dafür aber eine grundlegende Überarbeitung der von mir verhassten Freizeitpark-Karte. Einer Map, die ich in der Theorie immer mochte, mir beim Spielen aber Pickel verpasste. Ich konnte noch nicht reinschauen, aber sie soll nun deutlich wettbewerbsfähiger und fairer sein.

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Kalis Waffen-/Gadget-Kombination ersetzt gleich mehrere Angreifer.

Filetstück des Updates sind aber natürlich die beiden neuen Operator. Die beiden gehören der privaten Söldnertruppe Nighthaven an. Die indische Angreiferin Kali bringt mit dem CSRX-300 das erste Scharfschützenrepetiergewehr von Rainbow Six Siege mit, also eine "Bolt-Action Rifle", mit sehr geringer Feuerrate, dafür aber umso mehr Wumms.

Ein Körpertreffer schickt einen Operator direkt zu Boden - er dreht sich aus Gründen der Lesbarkeit dann automatisch in Richtung des Schusses. Clevere Idee! - und jeder einzelne Schuss kann mehrere zerstörbare Wände (und Operator) durchschlagen! Eine unverstärkte Bodenluke ist mit einem Schuss dahin.

Damit nicht genug: Am Unterlauf der Waffe hängt ein Granatwerfer, der Haftexplosivkörper verschießt, der auf beiden Seiten auch verstärkter Wände eine Explosion freisetzt, die zwar nur kleine Löcher macht, dafür aber Gadgets auf beiden Seiten zerstört. Ich bin nicht sicher, ob die CSRX-300 nicht vielleicht doch zu mächtig ist, zumal das Zielfernrohr einen recht großen Sichtausschnitt bietet und wahlweise fünffach oderzwölffach vergrößert und damit recht flexibel ist.

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Wamai wird Granaten-verliebte Angreifer sehr nerven.

Der kenianische Verteidiger Wamai nutzt eine MP5K und wirft als Gadget Mag-NETs an die Wände, die dann dort kleben bleiben. Geworfene Granaten werden mittels Magnetismus gefangen und zum Gadget herangezogen. Zeitgleich wird ihr Timer auch zurückgesetzt, sodass nicht zu befürchten steht, dass "vorgekochte" Wurfgegenstände noch in der Tür detonieren. Wamais Vorrat an Mag-NETs füllt sich im Laufe einer Runde auf, wie schon Lesions unsichtbare Giftminen das taten.

Im Trailer, siehe unten, sieht das nach einer nett-chaotischen Variable aus, denn wer weiß, welche Sichtlinien man unbeabsichtigt öffnet, zum Beispiel, indem man die Granaten an die Decke umlenkt und sie so für Gegner von oben öffnet. Oder man hat Glück und "wallbangt" so jemanden, der im Raum über einem steht. Auch ist es denkbar, die Granaten in Richtung der Feinde zu lenken.

All das könnt ihr selbst auf dem Test Server der PC-Version ausprobieren. Dort wurde auch klar, dass es einen neuen Elite-Skin geben wird, und zwar für Ela. Ein Reddit-User fand und postete das gute Stück:

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Elas neue Elite-Uniform. Mir war nicht bewusst, was für eine gute Idee zwei unterschiedliche Chucks eigentlich sind.

Nach einer ausgiebigen Testphase kommt Shifting Tides dann auch auf die Live-Server. Sagt uns, was ihr von dem neuen Update und den neuen Operator haltet. Feature-Creep oder clevere Evolution?

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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