G2A gibt zu, gestohlene Keys für Spiele verkauft zu haben

Und zahlt den Entwicklern von Factorio rund 40.000 Dollar.

Jahrelang hatte G2A betont, keine gestohlenen Keys für Spiele auf seiner Plattform zu verkaufen.

Jetzt musste das Unternehmen aber zugeben, dass doch Keys verkauft wurden, die "illegal erlangt" wurden. Das ist das Resultat einer Untersuchung, mit der G2A eigentlich seine Unschuld beweisen wollte. Und es kostet das Unternehmen 40.000 Dollar.

Entwickler sagten im letzten Jahr unter anderem, ihr solltet ihre Spieler lieber illegal herunterladen, anstatt sie auf G2A zu kaufen. Im Zuge dieser negativen Publicity machte das Unternehmen das Angebot, Entwicklern das Zehnfache ihrer Kosten zu zahlen, wenn sich beweisen lässt, dass gestohlene Keys des Spiels verkauft wurden.

Viele ignorierten das, aber Factorio-Entwickler Wube Software nahm das Unternehmen beim Wort und nach einer Überprüfung stellte sich heraus, dass 198 Keys für Factorio tatsächlich gestohlen waren. Dabei wurde eine interne Untersuchung durchgeführt - ursprünglich sollte es eine unabhängige Untersuchung sein - und es stellte sich heraus, dass die Mehrzahl der von Wube Software als verdächtig eingestuften Keys über G2A verkauft wurde. Im Zuge dessen bezahlt man Wube Software jetzt 39.600 Dollar.

In einem Statement gibt es weder eine Entschuldigung dafür zu hören, ebenso keine Pläne dafür, wie man dies zukünftig unterbinden möchte. Und ein ähnliches Angebot wie damals wird es wohl nicht wieder geben.

"Wir würden als erste zugeben, dass wir in unseren Gründungsjahren als Unternehmen zu lange gebraucht haben, um zu erkennen, dass eine kleine Anzahl von Personen unseren Marktplatz missbraucht hat", sagt ein G2A-Sprecher gegenüber Eurogamer. "Die Kritik, die wir erhielten, war jedoch der Weckruf, den wir brauchten, und in den letzten Jahren haben wir uns voll und ganz der Bekämpfung von Betrugsfällen auf unserer Website verschrieben. Heute haben wir einige der fortschrittlichsten proprietären Anti-Betrugs-KI-Technologien aller Online-Marktplätze für digitale Produkte."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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