Bericht: Vermeintliche Ubisoft-Geiselnahme von 2020 war das Werk eines Rainbow-Six-Siege-Cheaters

Ermittlungen laufen.

  • Der Geisel-"Scherz" bei Ubisoft im November letzten Jahres ist vermutlich das Werk eines Rainbow-Six-Cheater
  • Er selbst behauptet, er habe mit den aktuellen Vorfällen nichts zu tun

Im November letzten Jahres kam es bei Ubisoft Montreal zu einem Großeinsatz der Polizei. Diese war von einem Anrufer darüber informiert worden, dass dort eine Geiselnahme stattfinden würde. Nachdem die bewaffneten Polizisten in den Büros von Ubisoft eintrafen, wurde schnell klar, dass es sich um einen Scherzanruf handeln musste.

Laut einem neuen Bericht der kanadischen Zeitung La Presse war dieser geschmacklose Hoax das Werk eines berüchtigten Rainbow-Six-Cheaters. Dass sich mehrere Dutzend Ubisoft-Mitarbeiter auf dem Dach verbarrikadierten, um sich in Sicherheit vor dem angekündigten Geiselnehmer zu begeben, soll auf dem Mist des französischen Staatsbürgers Yanni Ouahioune gewachsen sein.

Dieser ist Ubisoft bereits als "Yannox keyboard" oder "Y4nn0XX" bekannt, denn er wurde unter diesen Namen bereits über 80 Mal in Rainbow Six Siege gebannt.

Auslöser für den Großeinsatz war ein Telefonstreich, bei dem der Anrufer behauptete, dass fünf Männer etwa 40 Mitarbeiter von Ubisoft als Geiseln genommen hätten und dass sie "alles in die Luft jagen", wenn die Lösegeldforderung von zwei Millionen Dollar nicht erfüllt würde. Nachdem die Angestellten sicher aus dem Gebäude geführt wurden, untersuchte die Polizei den Tatort weiter.

Nach dieser Aktion ging es laut La Presse im Dezember gleich mit dem nächsten Scherzanruf weiter. Dort behauptete eine Person, eine Bombe in den Büros von Ubisoft Montreal platziert zu haben - und das ganz in der Nähe einer Kindertagesstätte. Richtig makaber. Im Januar wurde behauptet, ein leitender Mitarbeiter von Ubisoft sei in einem weiteren Geiselzwischenfall erschossen worden.

Um ein riesiges Polizeiaufgebot wegen eines Telefontrolls zu vermeiden, führte die Polizei die Kontrollen im Zusammenhang mit den letzten beiden Anrufen etwas diskreter durch.

Ouahioune soll inzwischen zugegeben haben, mit in einen Swatting-Vorfall vor vier Jahren verwickelt gewesen zu sein. Mit den aktuellen Taten will der Franzose allerdings nichts zu tun haben. Zeitgleich muss sich Ouahioune dafür rechtfertigen, eine gefälschte Ubisoft-Webseite eingerichtet zu haben, um Daten von anderen Rainbow-Six-Siege-Spielern zu stehlen.

Der Rainbow-Six-Cheater besteht in der kanadischen Zeitung weiter auf seine Unschuld: "Ich habe nichts getan. Ich habe nur in ihren Videospielen geschummelt. Das einzige Mal, dass ich Ubisoft angerufen habe, war, um sie zu beleidigen, weil sie mich [aus dem Rainbow Six-Spiel] gesperrt haben".

Die Polizei arbeitet derzeit daran, einen oder mehrere Verdächtige zu identifizieren und zu verhaften. Immerhin bleibt es derzeit noch bei geschmacklosen Scherzanrufen, die zwar Zeit und Nerven kosten, aber keine Leben. Gefährlicher wurde es letzte Woche in Shanghai. Hier versuchte ein Angreifer die Gründer von Genshin-Impact-Entwickler miHoYo mit einem Messer zu töten.

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Melanie Weißmann

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