EA: Medal of Honor wird keine Propaganda

Sieht Parallelen zu Hurt Locker

Wie EA LAs Sean Decker IncGamers erzählte, will sich der Entwickler mit dem neuen, in Afghanistan spielenden Medal of Honor aus politischen Fragen raushalten. Wie das funktionieren soll, begründet er mit Parallelen zu Filmen, wie den derzeit Oscar-nominierten The Hurt Locker (auf Deutsch zum „Tödlichen Kommando“ *hust* aufgepeppt) von Kathryn Bigelow.

„Ich denke, [das Spiel] versucht, sich aus all der Politik herauszuhalten“, so Decker. „Es gab viele wirklich gute Filme, die Gotham Awards wurden gerade verliehen und Hurt Locker war der Spitzenreiter.“

„Er hat nichts zu tun mit dem Krieg im Irak und warum er ausbrach oder dergleichen. Es geht nur um die Männer am Boden, ihre Gefühle und was sie auf täglicher Basis durchmachen“, erzählt Decker weiter.

So soll sich auch MoH aus den Gründen hinter dem Konflikt heraushalten. „Dies ist nicht die Geschichte, die wir erzählen wollen“, begründet er.

„Es wird kein großes Propagandestück, in dem wir die Fahne schwenken oder sowas. Es geht wirklich nur um die Leute am Boden.“

Inwiefern ein solches Spiel überhaupt ein unpolitisches sein kann und ob dies nicht nur eine bequeme Ausrede ist, sich der durchaus problematischen Frage nach dem Warum nicht stellen zu müssen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Im Herbst sehen wir weiter.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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