Jack Keane

Auf den Spuren von Indiana Jones

Ende 2005 brachte Deck13 mit Ankh ein Adventure in die Läden, das einen an die guten, alten Zeiten erinnern ließ. Mit herrlich schwarzem Humor, zahlreichen Anspielungen auf vergangene Adventuregrößen und hervorragenden Synchronsprechern, wusste das Spiel zu begeistern. Ein Jahr später legte man mit Ankh: Herz des Osiris nach und strapazierte die Zwerchfelle zahlreicher Daddler aufs Neue.

Für den nächsten Ausflug ins Adventure-Dasein hat Deck13 die Geschichte rund um den Antihelden Assil aus Ägypten zugeschlagen und widmet sich einem anderen Abenteurer. Der heißt Jack Keane und will in seinem gleichnamigen Spiel noch diesen Herbst die PC-Welt erobern.

Die Leiden eines aufstrebenden Abenteurers

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Da werden Erinnerungen an Monkey Island wach.

Jack Keane ist ein Möchtegern-Indiana-Jones wie er im Buche steht. Er sehnt sich nach Ruinen im schwülen Dschungel, gefährlichen Fahrten auf hoher See und packenden Abenteuern in der endlosen Wüste - theoretisch zumindest. Denn sobald es wirklich zur Sache geht, schaut er sich die Ereignisse lieber aus sicherer Entfernung an, anstatt mit Heldenbrust mitten im Geschehen ums Überleben zu kämpfen. Und er labert seinen Feinden lieber ein Ohr ab, als sich im kinoreifen Showdown mit ihnen zu duellieren.

Sein - sagen wir mal - speziell ausgeprägtes Abenteuer-Bewusstsein hält ihn aber nicht davon ab, es sich mit so ziemlich jedem zu verscherzen, der ihm über den Weg läuft. Trotzdem - oder gerade deswegen - spannt ihn das British Empire für einen äußerst lukrativen Auftrag ein: Er soll einen englischen Geheimagenten zu der Insel "Tooth Island" bringen. Dort haust der diabolische Doktor T., der Affen dressiert und Fleisch fressende Pflanzen züchtet und nichts anderes im Sinn hat, als das British Empire in den Abgrund zu stürzen. Wie genau, das soll der Geheimagent herausfinden und verhindern.

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Das gibt ein blaues Auge.

Der besagte Agent ist allerdings überhaupt nicht 007-like, pfeift auf die Weltrettung und trinkt lieber seinen Fünf-Uhr-Tee. Zu allem Überfluss zerschellt Jacks Schiff an der Küste von Tooth Island. Klar, dass Jack der Sache nun wohl oder übel auf den Grund gehen will und dabei auch einiges über seine Vergangenheit erfährt. Zusätzlich gerät er in einen weit gefährlicheren Konflikt – den mit der attraktiven und schlagkräftigen Amanda.

Sie hat es ebenfalls auf die Insel verschlagen, um sich in den Dienst von Doktor T. zu stellen. Im Laufe der Geschichte ist sie von dessen Machenschaften aber nicht mehr sehr angetan und schlägt sich auf die Seite von Jack. Was jedoch nicht heißt, dass sich die beiden sonderlich nett behandeln ...

Doch vorerst plagen Jack ganz andere Probleme. Zu Beginn seines Abenteuers findet er sich im "Obergeschoss" des Big Ben wieder, in der Hand von zwei zwielichtigen Schuldeneintreibern. An dieser Stelle übernimmt der Spieler die Kontrolle über Jack, der zu diesem Zeitpunkt an einem Stuhl gefesselt von einem müffelnden Schläger angegafft wird, dessen Hirnschmalz anscheinend in die Magengegend gewandert ist.

Wie für ein klassisches Point & Click-Adventure üblich, steuert Ihr Euren Recken komplett mit der Maus. Ein Druck auf die linke Maustaste lässt Jack einen mehr oder weniger tiefsinnigen Spruch zum angewählten Objekt aussprechen. Mit der rechten Maustaste sprecht Ihr entsprechend andere Personen an, hebt Gegenstände auf und benutzt sie. In diesem Fall bleibt euch vorerst nichts anderes übrig, als mit den Schuldeneintreibern Smalltalk zu betreiben.

Da auf normalem Wege nicht mit den beiden zu reden ist, versuchen wir es einfach mal mit Beleidigungen. Und siehe da, kaum sprechen wir den Schläger auf seinen Intelligenzquotienten im Minusbereich an, haut er uns dermaßen ins Gesicht, dass wir mitsamt Stuhl einen guten Meter zurückfliegen und uns nun in Reichweite von Jacks geliebtem Messer befinden. Vom Vater vererbt, ist es sein treuer Begleiter und im Laufe des Abenteuers oft von entscheidender Bedeutung. In dieser Situation hilft es bei der Entledigung der Fesseln.

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Über den Autor:

Simon Holthausen

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